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Do, 22:47 Uhr
22.06.2023
Ein Brief des Ex-Kandidaten an die nnz

Marcel Hardraths Abschied von der OB-Wahl

Eigentlich wollte Marcel Hardrath uns heute früh über seinen Rücktritt informieren, hatte jedoch Computerprobleme, die ihm ein Versenden des Briefes unmöglich machten. Nun erreichte uns soeben seine Begründung für den Rückzug der Kandidatur …

„Ich habe eine Entscheidung getroffen, die ich Ihnen heute mitteilen möchte. Ich ziehe meine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen zurück.“ So beginnt der Brief des unabhängigen Kandidaten. Er fährt fort: „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, denn ich habe mich immer mit Leidenschaft und Engagement für unsere Stadt eingesetzt. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben und für die Unterstützung, die ich von vielen Seiten erfahren habe.“

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Dazu zählen, so führt Marcel Hardrath ganz explizit aus, auch die FDP-Parteifreunde, die ihn seit der internen Bekanntgabe seiner Kandidatur im März unterstützten. Das bringt etwas Licht in seine anfänglich unverständliche Aussage, er kandidiere unabhängig, hoffe aber, dass seine Partei sich hinter ihn stellt. Zumindest der Vorstand der Nordhäuser FDP hat das aber offensichtlich nicht getan, denn die Liberalen hatten wohl schon länger einen anderen Kandidaten im Auge.

Doch Hardrath nimmt die Entscheidung sportlich und läßt sich nicht entmutigen: „Wir leben in einer großartigen Stadt, die wir meiner Meinung nach weiterhin zu einem Ort der Vielfalt, Menschlichkeit und auch in Hinblick auf ihre Geschichte, zu einem Hort der Demokratie entwickeln und gegen totalitäre Kräfte verteidigen sollten. Ich bin überzeugt, dass es in unserer Stadt viele fähige und motivierte Menschen gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen wollen. Ich wünsche diesen Menschen, insbesondere dem von meiner Partei nominierten Kandidaten, viel Erfolg und Glück bei ihrer Arbeit“, schreibt er.

Und dann kommt ganz am Ende doch so etwas wie eine versteckte Kritik san seinen Widersachern, die Marcel Hardrath allerdings sehr diplomatisch verpackt. „In Nordhausen und auch innerhalb meiner Partei gibt es viel zutun, wir alle sollten daher kontinuierlich und auch besonders außerhalb von Wahlkämpfen, im täglichen Leben, an Verbesserungen für unsere Stadt, an uns selbst, zum Wohle aller in Nordhausen dauerhaft oder temporär lebender Menschen arbeiten und dabei auch immer versuchen einen Ausgleich der Interessen zu finden.“

Er verabschiede sich als weiterhin streitbarer Liberaler, mit einem herzlichen Dank an alle Unterstützer seiner Kandidatur und mit „einem optimistischen Blick in die Zukunft.“ So endet dieses eine Kapitel des Nordhäuser Vorwahlkampfes mit dem heutigen Tag. Ein neues wird sicher morgen mit der Präsentation von Stefan Marx als Anwärter auf den Posten des Oberbürgermeisters aufgeschlagen.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Alex Gösel
23.06.2023, 13:11 Uhr
Ein ehem. OB-Kandidat...
der nicht fähig ist, seine Computerprobleme zu lösen. Na, da scheinen uns doch einige Lacher zu entgehen, oder?
Wie Bitte
23.06.2023, 13:22 Uhr
@ Frau Gösel
Ich bin ja auch gern mal zynisch, aber ein Computer kann einem immer mal abstürzen. Ist mir auch schon passiert, dass ich plötzlich nicht mehr an Bewerbungsunterlagen herankam - und das geschieht natürlich immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.
Also, allein darin ein Zeichen von Unfähigkeit zu erkennen ist dann doch etwas heftig.
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