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Mi, 13:36 Uhr
25.10.2000

Der politische Schaden für den Landkreis kann noch größer werden

Nordhausen (nnz). Die "kommunalpolitische Welt" im Landkreis Nordhausen ist spätestens seit dem 5. September 2000 nicht mehr in Ordnung. nnz-Leser verfolgen die Vorgänge und Entwicklungen sehr aufmerksam. An dieser Stelle nun eine Betrachtung von nnz-Leser Volker Theuerkauf:

"Wiederholt liest man in dieser Zeitung, von den Querelen um die Wahl des Beigeordneten Jendricke. Es dürfte für viele Leser unerheblich sein, wie die gewählten Beigeordneten heißen, weil auch die wenigsten die Aufgaben dieser Leute kennen. So blieb auch das bisherige Wirken der Beigeordneten Uebner und Goutier eher unbeachtet. Allerdings stellt sich die Frage, warum eigentlich eine relativ unbedeutende Wahl von Beigeordneten für soviel Wirbel sorgt und geeignet ist, den Kreistag wochenlang zu beschäftigen und damit die Bearbeitung von Sachfragen im Sinne der Bürger des Landkreises in den Hintergrund treten läßt?
Es kann doch nicht nur Neid von einigen Abgeordneten auf einen gut bezahlten Job bei der Kreisverwaltung dahinter stehen. Das wäre wirklich zu wenig und ließe bereits hier erkennen, daß diesen Abgeordneten wohl eigene Befindlichkeiten wichtiger sind als das Gemeinwohl. Jeder sollte wissen, daß Beigeordnete, allgemein formuliert, eine unterstützende Aufgabe für den Landrat wahrnehmen und Einblicke in tiefgreifende Zusammenhänge der Verwaltung haben.
Eine entsprechende Qualifikation und das notwendige Einfühlungsvermögen in Sachzusammenhänge ist für das Amt eines Beigeordneten unerläßlich. Wer als Leser bisher aufmerksam die Artikel dieser Zeitung verfolgte, ist auch darüber informiert, daß bei der Kreisverwaltung Haushaltslöcher in nicht unbeachtlicher Größenordnung entstanden sind. Verantwortlich ist und bleibt der Chef der Kreisverwaltung, Landrat Joachim Claus als Mitglied der CDU. Die bisherigen Beigeordneten Uebner und Goutier müssen sich die Frage stellen lassen, inwieweit sie hier ihrer Verantwortung gerecht wurden und diese Verantwortung aufgrund ihrer Qualifikation, die bei Jendricke im Zeitpunkt der Wahl ja bemängelt wurde, überhaupt gerecht werden konnten ?
Wenn zudem noch bekannt ist, daß Herr Jendricke als ordentlich gewählter Beigeordneter der SPD, ein Studium der Betriebswirtschaft absolvierte und zukünftig die oben erwähnten Einblicke bekommen wird, welche bisher den CDU-Beigeordneten Uebner und Goutier vorbehalten waren, dann gewinnt der Widerspruch der CDU, gegen eine bisher ordentliche Wahl an Bedeutung, ja angesichts ungedeckter Haushaltslöcher sogar eine erhöhte Brisanz.
Herr Claus kann natürlich öffentlich und freimütig die Aussage machen, daß es ihm nicht um die Person des Herrn Jendricke gehe. Nein Herr Landrat, hier geht es um mehr, nämlich um eine glaubwürdige Politik der CDU im Landkreis Nordhausen, die Sie wesentlich mit gestalten können. Diese Konstellationen lassen allerdings erhebliche Zweifel aufkommen und es wäre an der Zeit, die Bürger eines Besseren zu belehren. Bleibt abzuwarten wie lange dieses Hick-Hack noch andauert und ob es im Landesverwaltungsamt auch Leute mit Rückgrat gibt, die jetzt durch entsprechenden Amtsbescheid die Wahl aufheben und somit ihrer Forderung zur Aufhebung der Wahl an den Landrat Nachdruck verleihen. Bereits heute ist sicher, sollte es sich lediglich um eine großangelegte CDU-Verschleppungstaktik handeln, um einen Amtsantritt Jendrickes zu verhindern, wird diese sich selbst entlarven und einen noch größeren politischen Schaden nach sich ziehen."

Volker Theuerkauf (parteilos)
Autor: nnz

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