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So, 11:32 Uhr
05.03.2023
Aus dem Landtag

CDU fordert Aus für Numerus Clausus

Der hochschul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Christian Tischner, hat die Landesregierung zur Aufhebung des Numerus Clausus (NC) für Lehramtsfächer an Thüringer Hochschulen zum Wintersemester 2023/2024 aufgefordert...

„Lehramtsstudenten brauchen eine Willkommenskultur und keine Abfuhr. Wenn wir wirklich mehr junge Lehrer in den Beruf bringen und den Unterrichtsausfall bekämpfen wollen, müssen die Zulassungsbeschränkungen fallen“, sagte Tischner.

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„In Thüringen fehlen mehr als tausend Lehrer und es gibt Schulen, an denen finden pro Woche nur noch vier Tage Unterricht statt. Die Ramelow-Regierung darf hier nicht länger tatenlos zusehen“, so der CDU-Politiker weiter. „Der NC schließt viele potenzielle Nachwuchslehrer aus und motiviert Studienwillige, sich außerhalb Thüringens einen Studienplatz zu suchen. Wir müssen die Abwanderung von Lehramtsstudenten beenden“, machte Tischner deutlich. Entscheidend für ein Lehramtsstudium sei nicht nur die Note, sondern die Begeisterung für ein Lehrfach und junge Menschen.

Die Bewerberzahl zeige, dass es viel mehr Interessenten für eine Lehramtsausbildung gebe, als dann tatsächlich zum Zuge kämen. So haben sich zuletzt von rund 800 Bewerbern für das Studium auf ein Grundschul-Lehramt nur 300 eingeschrieben. Vor Corona waren es sogar zeitweise über 1000 Studienwillige. In der langen Phase des Wartens auf eine Zulassung nähmen zu viele Bewerber ein Studium in einem anderen Bundesland auf. Tischner sprach von einem „Kollektivversagen im Bildungs- und Wissenschaftsministerium“, die es bislang versäumt hätten, die nötigen Studienplätze, Kapazitäten und Ressourcen für eine Steigerung zu schaffen. Der Unionsabgeordnete betonte, Grundschullehrer seien unter bestimmten Bedingungen auch an Regelschulen einsetzbar. Angesichts des hohen Lehrermangels in Thüringen sei es ein gravierender Fehler, dass die Ramelow-Regierung nicht alle Lehrer ausbilde, die Interesse am Beruf zeigten, um dann auf Weiterqualifizierung zu setzen. „Wer Lehramt studieren will, soll Lehramt in Thüringen studieren können“, so Tischners Forderung.

Gleichzeitig forderte der CDU-Bildungspolitiker, die Einschränkung der Kombinationsmöglichkeiten auf ein Haupt- und ein Nebenfach für Lehramtsstudenten der Regelschule fallen zu lassen. „Diese Regel ist nicht mehr zeitgemäß. Nachwuchs-Lehrer sollten das studieren können, was sie wollen, denn der Mangel ist allumfassend und jeder zusätzliche Lehrer ist eine Entlastung. Ziel muss es sein, die Anreize so zu gestalten, dass möglichst viele junge Menschen auf Lehramt studieren“, ist Tischner überzeugt.

Darüber hinaus müsse das langwierige Verfahren bis zur Einstellung in den Schuldienst in Thüringen endlich gestrafft werden, so der Unionsabgeordnete weiter. Nach wie vor sei es eher die Regel als die Ausnahme, dass die Zusagen der Schulämter erst wenige Tage vor Schuljahresbeginn bei den Bewerbern eintrudelten. „Wir müssen bundesweit die ersten sein bei Einstellungsverfahren und nicht die letzten. Dadurch und aufgrund der Zulassungsbeschränkungen gehen mit Ausnahme des Gymnasiallehramtes locker die Hälfte der Lehramtsstudenten für Thüringen verloren“, schätzt Tischner.
Autor: red

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