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Di, 12:59 Uhr
01.11.2022
Ein Blick in die Statistik

Rund 15 Prozent der Thüringer sind Großstädter

Ende 2020 lebten im Freistaat Thüringen rund 325 000 Menschen in Großstädten. Das waren 15,3 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Welttags der Städte mitteilt, befindet sich das eher ländlich geprägte Bundesland damit im unteren Drittel im Vergleich von Personen, die in Großstädten leben, an der Bevölkerung aller Flächenbundesländer in Deutschland…

Anteil der Großstädter an der Gesamtbevölkerung (Foto: Statistische Ämter des Bundes und der Länder) Anteil der Großstädter an der Gesamtbevölkerung (Foto: Statistische Ämter des Bundes und der Länder)


Im Bundesdurchschnitt wohnten 32,0 Prozent der Bevölkerung Ende 2020 in Großstädten; ohne die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gerechnet, reduziert sich die Quote auf 26,5 Prozent. Den höchsten Anteil verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 46,6 Prozent, während das Bundesland Brandenburg mit 7,2 Prozent den geringsten Anteil aufwies.

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Ende 2020 gab es in Thüringen 2 Großstädte; Erfurt (213 692 Einwohnerinnen und Einwohner) und Jena (110731 Einwohnerinnen und Einwohner). Auch zur Jahrtausendwende hatte Thüringen 2 Großstädte; damals handelte es sich aber um Erfurt (200 564 Einwohnerinnen und Einwohner) und Gera (112 835 Einwohnerinnen und Einwohner). Als Großstädte werden laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Städte bezeichnet, in denen mindestens 100 000 Menschen leben. Deutschlandweit gab es Ende 2020 insgesamt 80 Städte, die diese Einwohnerzahl erreichten.

Betrachtet man alle kreisfreien Städte in Thüringen, so lebten insgesamt 560 012 Personen und da- mit ein reichliches Viertel (26,4 Prozent) in einer solchen. In den vergangenen 2 Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl in den einzelnen Städten zum Teil stark verändert. Der höchste Zuwachs (+10,1 Prozent) wurde in der Stadt Jena beobachtet, gefolgt von Erfurt (+6,5 Prozent) und Weimar (+4,3 Prozent). Den höchsten Verlust verzeichnete die Stadt Suhl mit einem Minus von 24,2 Prozent der Einwohnerschaft. Auch die Städte Gera (-18,4 Prozent) und Eisenach (-5,6 Prozent) haben eine geringere Einwohnerzahl als noch im Jahr 2000. Insgesamt schrumpfte die Thüringer Bevölkerung

Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung zu den Stichtagen 31.12.2000 und 31.12.2020. Die Bevölkerungszahlen für alle Gemeinden in Deutschlands sind in der Regionaldatenbank abrufbar.

Für Thüringen stehen darüber hinaus auch bereits Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung für den Stichtag 31.12.2021 auf Gemeindeebene in der Auskunftsdatenbank zur Verfügung.
Autor: red

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Kommentare
RWE
01.11.2022, 16:19 Uhr
Meine Güte
Erfurt und sogar Jena sind also Großstädte??? Im Ruhrgebiet bekämen dieses Städte nur mit Glück eine eigene Ausfahrt an der Autobahn...
grobschmied56
01.11.2022, 18:47 Uhr
Da könnte RWE sogar Recht haben ...
... allerdings leben wir in einem zunehmend dysfunktionalen Land. Zur Erinnerung:
Zeitweise war die Landeshauptstadt Mainz (Rheinland Pfalz) kein 'Halt' mehr für ICE und andere Fernzüge!
Zitat:
'Das Stellwerk am Hauptbahnhof Mainz kann auch in den kommenden Tagen in den Abendstunden personell nur eingeschränkt besetzt werden. Laut Mitteilung der Deutschen Bahn hält dies bis einschließlich Sonntag, dem 11.08.2013, an.

So lange kann in den Nächten zwischen 20 und 6 Uhr, Sonntagen von 18 bis 6 Uh, jeweils aus jeder Richtung (Worms, Frankfurt/Saarbrücken, Frankfurt/Wiesbaden und Bingen) nur ein Zug in der Stunde nach Mainz fahren. Die Fernverkehrszüge werden rechtsrheinisch umgeleitet und halten nicht in Mainz. In Mainz fährt dann nicht viel mehr als die Linie RE 3 (Saarbrücken—Mainz—Frankfurt) und die S 8 gen Wiesbaden. Auch die Züge von Trans Regio fallen dann aus. Während die DB als Grund „nicht vorhersehbarer hoher Krankenstand“ in der Urlaubszeit angibt, hält die Gewerkschaft EVG dies für eine Ausrede. Tatsächlich wären gravierende Personalprobleme die Ursache, so der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner, der Vorgang sei „hochnotpeinlich“. Laut EVG sei die Personaldecke insgesamt zu dünn, Mainz sei daher kein Einzelfall.'
Zitat Ende. (Quelle: eurailpress.de)
Erfurt war längere Zeit 'kurmainzisch', daher auch die ähnlichen Stadtwappen (Mainzer Rad). Es wäre also eine gewisse Schicksals-Gemeinschaft wieder hergestellt, wenn die eine Stadt keinen Anschluß an die Autobahn hat, die andere keinen Zugang zum Bahn-Fernverkehr.
P.Burkhardt
01.11.2022, 19:40 Uhr
Definition...
...einer Großstadt in der deutschen Gemeindestatistik ist: eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. In der Geografie werden noch weitere Kriterien herangezogen.

Schön, wenn ich helfen konnte...
RWE
02.11.2022, 08:58 Uhr
P.Burkhardt, natürlich haben sie recht.
per Definition ist ein Ort ab 100000 Einwohner eine Großstadt. Wen man duch Nester wie Hildesheim, Jena oder Cottbus fährt, denken man wohl meistens nicht "oh, was für eine pulsierende Großstadt." Gefühlt sind für mich die nächsten Großstädt Leipzig und Hannover.
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