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Di, 14:10 Uhr
28.02.2006

Schule als Galerie

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Bertolt-Brecht-Schule ist seit heute um eine Attraktion reicher geworden. Eigentlich müsste für Besucher ab sofort Eintritt kassiert werden. Warum das so ist, das hat heute schon mal die nnz erfahren.

Schule als Galerie (Foto: nnz) Schule als Galerie (Foto: nnz)

„Dann können wir ja jetzt Eintritt nehmen wie in der Nationalgalerie – immerhin stammt es von einer berühmten Malerin“ – mit diesen Worten hat ein sichtlich angetaner Klaus Kessler, Leiter der „Bertolt-Brecht“-Schule, ein Gemälde für die Schul-Aula in Empfang genommen: Oberbürgermeisterin Barbara Rinke hat heute morgen das Bild „Der Reigen“ der Künstlerin Gudrun Brüne an die Schülerinnen und Schüler als „Dauerleihgabe“ übergeben. Das Bild war bis jetzt im städtischen Museums-Depot am Waisenhaus gelagert.

„Als ich das Bild - und vor allem das Motiv - zufällig im Depot gesehen hatte, hab ich gesagt, Mensch, es wäre gut, wenn das in den Schulen auf dem Petersberg gezeigt wird – da passt es richtig gut hin, auch weil es viel auf dem Bild zu entdecken gibt. Und bei Herrn Kessler bin ich damit auf mehr als offene Ohren gestoßen – er war richtig begeistert. Deshalb ist das Bild hier in der Schul-Aula am richtigen Platz“, sagte Frau bei der Übergabe des Bildes. Dieser Meinung war auch der Schulleiter: „Es passt gut hierher, da ein Schwerpunkte unserer Schule die künstlerisch-ästhetische Bildung ist“.

Das Bild, so Heidelore Kneffel, sei im Jahr 1976 entstanden und zeige eine Szene auf dem Nordhäuser Petersberg am Judenturm mit der Stadt im Hintergrund. Es gehöre vermutlich zu den „Kunst-am-Bau-Werken“ der damaligen DDR und sei für eine Schule gedacht gewesen. Die 1941 geborene Gudrun Brüne – ihre Werke sind u. a. in der Nationalgalerie Berlin und dem Puschkinmuseum in Moskau zu sehen – habe ihre künstlerischen Wurzeln in der Leipziger Schule, wo sie die eher expressive Linie vertreten habe.
Autor: nnz

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