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Do, 16:20 Uhr
22.11.2001

nnz-Service: Telefontarife

Nordhausen (nnz). Der harte Wettbewerb mit gleichzeitig sinkenden Gewinnspannen auf dem Telekommunkationsmarkt hat dazu geführt, dass die Preise für Inlandsferngespräche wieder leicht anziehen. Raffinierte Methoden der Anbieter hat die Verbraucherzentrale Thüringen e.V. für die nnz aufgelistet:


Einwahlgebühr: Lange Zeit von der Bildfläche verschwunden, wurde sie in jüngster Zeit z.B. von der Gesellschaft Interroute (Vorwahl 01066) mit 6 Pf. für jedes Gespräch, egal wie lange es dauert, neu aufgelegt. In Tarifvergleichen kommt die Gesellschaft damit optisch besser weg, denn die Einwahlgebühr wird oft nicht mit berechnet . Sie schlägt besonders bei kurzen Gesprächen zu Buche, etwa wenn nur der Anrufbeantworter oder die Faxweiche erreicht wird. Neu auf dem Markt agiert auch VarTec mit einer Mindestgesprächszeit von 10 Minuten , was einer Einwahlgebühr von 50 Pfennig entspricht.

Taktzeit beachten: Die Minutenpreise in Tarifvergleichen sind nicht alles. Es kommt auch auf die Taktung an - je kürzer, desto fairer. Fast alle Unternehmen rechnen aber inzwischen im Minutentakt ab. Jede angefangene Minute muss dabei voll bezahlt werden. Für kurze Gespräche empfiehlt sich vor allem die Gesellschaft 3U (Vorwahl 01078) mit dem verbraucherfreundlichen Sekundentakt. Eine mit 4 Minuten extrem lange Taktzeit führt One.Tel (01086) zum 20. November erneut ein.

Preisunterschiede im Call by Call: Eine Gesellschaft, die durchweg preiswerter als alle anderen ist, gibt es nicht. Arcor beispielsweise ist zwischen 18 und 7 Uhr mit 4,3 Pf. pro Minute sehr günstig, aber tagsüber mit 18 Pf. pro Minute ein relativ teurer Anbieter. In diese Falle kann man z.B. tappen, wenn man Nummern mit der Arcor-Vorwahl (01070) am Telefon eingespeichert hat. Ähnlich bei Talkline: Zwischen 12 und 13 Uhr, in der „Happy hour“ avanciert die Gesellschaft im November mit nur 5,4 Pf. pro Minute zum billigsten Anbieter, unmittelbar davor und danach sind aber 16 Pf. pro Minute fällig.

Sonderaktionen: Immer wieder verschaffen sich Anbieter durch Sonderaktionen vordere Plätze in den Tariftabellen. Wer die Befristung nicht beachtet, zahlt drauf. Beispiele aus der Vergangenheit: 01051 Telecom (Vorwahl 01051) und One.Tel (01086)

Vorwahl mit 0190-0...: Unter der Vorwahl 0190-031 bzw. 0190-035 kann man über „Teledump“ bzw. „Telediscount“ preiswert telefonieren. Telediscount ermöglicht sogar Ortsgespräche zum Preis von 6 Pf. pro Minute und damit meist billiger als mit der Telekom, die ansonsten dort noch das Monopol hat. Der Minutenpreis wird bei diesen beiden Unternehmen vor der Verbindung angesagt. Ansonsten sollte man bei 0190-0...Nummern äußerste Vorsicht walten lassen. Die Tarife kann der Anbieter hier weitgehend selbst festlegen. Damit ist die Versuchung für unseriöse Anbieter besonders groß.

Verschleierte 0190-8.... Nummern: Da sich herumgesprochen hat, dass man bei diesen Vorwahlen durch Telefonsex oder unseriöse Anbieter bei einem Preis von 3,63 DM pro Minute innerhalb einer halben Stunde mehr als 100 DM loswerden kann, werden diese Vorwahlen gern versteckt und verschleiert. Beispiel: 0103-301-908-..... ist in Wirklichkeit: 01908.... mit der Vorwahl 01033 der Deutschen Telekom, die auch weggelassen werden kann, wenn man einen Festnetzanschluss bei ihr hat.

11884 ohne Preisangabe: Nicht selten wird mit der scheinbar harmlosen Nummer einer Telefonauskunft, geworben („Frag nach Melanie....“). Wer darauf hereinfällt, bezahlt 3,63 DM pro Minute. Besonders fatal: Eine eingerichtete Sperre für 0190-Nummern wird damit umgangen.

0137...-Nummern aus dem Fernsehen: Mittels TED oder „Televoting“ soll man abstimmen oder an Gewinnspielen teilnehmen. Dazu werden im Fernsehen Nummern eingeblendet, die mit 0137 beginnen. Jeder Anruf, so kurz er auch ist, kostet zwischen 24 und 96 Pfennig. Achtung: Erreicht man nur den Anrufbeantworter, gilt das schon als Gespräch. Wer es immer wieder versucht, wird schnell jede Menge Geld los. Auch für das reine Besetztzeichen wurden in der Vergangenheit schon Gebühren erhoben. Bekannt dafür sind besonders Neun Live und RTL2.

Fazit: Die Anbieter verfügen über ein großes Repertoire an Tricks und Fallen. Seien Sie deshalb vorsichtig bei unbekannten Vorwahlen und informieren Sie sich vorher über die realen Gebühren. Bei ungewöhnlich hohen Telefonrechnungen können Sie sich in einer Verbraucherberatungsstelle beraten lassen. Dort finden Sie auch den monatlich aktualisierten Tarifvergleich.
Autor: nnz

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