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Do, 12:58 Uhr
22.11.2001

Start für einmaliges Gleisprojekt

Nordhausen (nnz). Landrat Claus als Baggerfahrer, Oberbürgermeisterin Rinke als Tramfahrerin, die Geschäftsführer der Nordhäuser Schmalspurbahnen und der Stadtwerke auf einem Foto. Das hat im wahrsten Sinne des Wortes Symbolwert. Inszeniert wurde der symbolische Akt am Vormittag am Nordhäuser Bahnhof.


Los geht es! Nun haben sie offiziell begonnen ­ die Arbeiten zur Zusammenführung der beiden Gleissysteme von Straßenbahn und Schmalspurbahn. Ob die Planer vor mehr als 100 Jahren bereits an eine Fusion dachten, kann nicht belegt werden. Vor 100 Jahren wurde mit der gleichen Spurweite von 1.000 Millimetern jedenfalls der Grundstein für den heutigen Tag gelegt. Über Hintergründe und politische Vorspiele des heutigen Tages können Sie sich ausführlich im Archiv Ihrer nnz informieren. An dieser Stelle soll in Zukunft geblickt werden. Und die ist in zwei Etappen eingeteilt.

So soll der Triebwagen der HSB bereits ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres bis auf den Bahnhofsvorplatz fahren können, nämlich bis zur Haltestelle der Straßenbahn. Zwei Jahre später, pünktlich mit dem Beginn der Landesgartenschau in Nordhausen, sollen spezielle Niederflurtriebwagen zum Einsatz kommen, die als Zweisystemfahrzeuge konzipiert und gebaut werden. Die technologischen Voraussetzungen dazu werden im Nordhäuser IMG geschaffen. Damit ist dann ein durchgängiger Schienenverkehr vom Südharz-Krankenhaus bis zur Neanderklinik nach Ilfeld möglich. Parallel dazu werden weitere Haltestellen entlang der HSB-Trasse eingerichtet. Gleichzeitig sollen ein Ein-Stunden-Takt auf der Strecke zwischen dem Bahnhofsvorplatz und Ilfeld mit Halt an allen Punkten und ein spezielles Verkehrsangebot für eine Schnellanbindung eingerichtet werden.

Das alles ist zwar noch Zukunftsmusik, doch bereits in der kommenden Woche wird es mit den Straßenbauarbeiten losgehen. Gemeinsame Auftraggeber sind die Harzer Schmalspurbahnen GmbH und die Stadtwerke Nordhausen. Die Gleisverlegung wird 550.000 Mark und die Grunderneuerung der Nebengleise der HSB rund 650.000 Mark kosten. Dank einer großzügigen Förderung durch das Land Thüringen von rund 85 Prozent können die Eigenanteile der beiden kommunalen Gesellschaften sehr gering gehalten werden.
Autor: nnz

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