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Mi, 14:35 Uhr
16.02.2022
nnz-Forum

Macht unser Wohlstand uns blind?

In der Corona-Krise ist die andere globale Katastrophe, welche die Menschheit noch auf Jahrzehnte hinaus beschäftigen wird, etwas in den Hintergrund rückt. Was machen wir mit unserem Planeten?, fragt sich auch nnz-Leser Manfred Kappler...

In dieser Woche war ich mal wieder im Supermarkt am Fleischstand ein kaufen. Ich hätte gern von diesem Schinkenspeck drei nicht zu dünne Scheiben. Die Verkäuferin zeigt mir die erste Scheibe und ich sagte:“ etwas dicker“. Daraufhin wollte die Verkäuferin, die erste Scheiben in eine bereitstehende Schüssel geben. Ich sagte: "die nehme ich trotzdem"; als Antwort bekam ich zu hören, „die erste Scheibe kommt bei uns immer weg!“ Ich war etwas ungehalten und sagte: „wir werfen die Nahrungsmittel weg, und wo anders verhungern die Menschen!“

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Wie es aussah waren in der Schüssel bestimmt etwas über 1 Kilogramm Abfälle. Wir sind schon immer bemüht keine Nahrungsmittel wegzuwerfen. Früher als der Schinken und Speck bei uns in der Speisekammer hing, wurde abgeschnitten wie es kam und es wurde nichts weggeworfen! Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger auf unserer Welt und bei uns landen Millionen Tonnen von Lebensmitteln in der Wegwerftonne. Was für ein Wohlstand?

Die Statistik des Einzelhandels zeigt an Lebensmittelverschwendung:
  • 328.250 Tonnen Obst, Gemüse
  • 206.400 Tonnen Brot und Backwaren
  • 60.260 Tonnen Molkereiprodukte
  • 53.310 Tonnen Fleisch und Wurstwaren
  • Stand. 03. 05. 2021


Durch diese Lebensmittelverschwendung entstehen folgende Belastungen pro Jahr:
  • 38 Millionen Tonnen Treibhausgase
  • 43.000 Quadratkilometer Ackerfläche werden dafür benötigt
  • 216 Millionen Kubikmeter Wasser werden dadurch verschwendet


Über vier Kilogramm Fleisch und Wurst werden jährlich pro Kopf vernichtet. Das sind:
  • 230.000 Rinder
  • 1.800.000 Enten
  • 2.700.000 Puten
  • 4.100.000 Schweine
  • und 45.000.000 Hühner

welche achtlos in der Tonne landen.

Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen dieser Verschwendung belaufen sich pro Jahr auf etwa 750 Milliarden US-Dollar. Wir schmeißen ca. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel in die Mülltonne, während zur gleichen Zeit ca. 700 Millionen Menschen hungern und alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger sterben muss!

Im vorigen Jahr standen in Nordhausen junge Menschenvor Gericht und wurden verurteilt wegen „Containern“. Vor der Bundestagswahl traten junge Menschen in den Hungerstreik bis zum Umfallen um eine gerechtere Umwelt- und Klimapolitik zu bekommen.
Diese gleichen Menschen blockieren zurzeit die Straßen in Berlin, um mit gewaltfreiem Ungehorsam die Politik endlich zum Handeln zu bewegen.

Junge Menschen begeben sich in Gefahr damit endlich gehandelt wird, denn wir können nicht mehr so weiter machen wie bisher. Unsere Erde steht kurz vor dem Kollaps!!!

Die weltweite Organisation der Fridays for Future Bewegung hat für den 25. März 2022 zum Globalen Klimastreik aufgerufen. Wenn Sie oder Du etwas an diesen unhaltbaren Zuständen ändern willst und euren Kindern eine Zukunft geben wollt: Dann zeigt euch solidarisch mit der Fridays for Future Bewegung und
organisiert den Globalen Klimastreik auch in Nordhausen.

Eure Kinder brauchen eine Zukunft und keine Gesellschaft wo Geld und Wirtschaft wichtiger sind als unser Lebensraum. Solltet ihr anderer Meinung sein dann haltet mal die Luft an während ihr euer Geld zählt. (Dr. ECKKART VON HITSCHHAUSEN)

Gegen CORONA gibt es Spritzen – was gibt es gegen die Verschwendung unseres Lebensraumes und die Aufheizung unserer Erde? Werdet aktiv bevor es zu spät ist und eure Kinder keine Chance mehr haben!
Mit harzlichen Grüßen
Manfred Kappler
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
RWE
16.02.2022, 15:27 Uhr
Ein vernünftiges Anliegen
Aber man muß sich nicht dafür auf Straße festkleben. Viele Menschen nutzen zum Beispiel die App "To good to go", wo man Lebensmittel vor der Mülltonne rettet, der Kunde Geld spart und der Hänldler wenigstens etwas Geld verdient. Selbst im verschlafenen Nordhausen gibt es schon ein paar Angebote. Auch könnte man Lebensmittel mit abglaufenen MHD vergünstigt anbieten, was ja teilweise auch schon passiert.
Leser X
16.02.2022, 17:23 Uhr
Danke...
... für diesen Veranstaltungs-Tipp. Das ist doch mal ein Grund zum Spazierengehen. Also ich gehe hin.
RWE
16.02.2022, 19:27 Uhr
LeserX,
gehen sie lieber zum globalen Klimastreik in Nordhausen. Da werden bestimmt noch Teilnehmenr gesucht.
Halssteckenbleib
16.02.2022, 20:30 Uhr
Unser Wohlstand?
Fragt sich nur welcher und für wen.Immer wieder solche Worte von Lebensmittelverschwendung und so.Ist das denn nicht alles so gewollt? Wir sollen eben einfach nur kaufen und dann wegschmeißen.Die Kassen sollen klingeln ohne Ende.Märkte entsorgen lieber als das sie es billig abgeben würden.Verschenken erst recht nicht.Ist wahrscheinlich zu bürokratisch.Vieles an Obst in den Märkten ist unbrauchbar weil völlig unreif.Pfirsiche zum Beispiel sind knochenhart und vermutlich nur zum wegwerfen bestimmt.Sowas hat es bei Walter Ulbricht und Erich Honecker nicht gegeben.Da könnte ich noch mit Genuss essen.Da lief einem der Pfirsichsaft am Bart runter.Heute die Früchte kann ich als Hammer verwenden.Mehr aber auch nicht.
grobschmied56
17.02.2022, 00:28 Uhr
Von wessen Wohlstand redet der Herr...
... Kappler da eigentlich? Meint er den Wohlstand von Menschen, die sich inzwischen überlegen müssen, ob sie die Heizung ein wenig aufdrehen und mal wieder nur Margarine-Stulle essen, oder sich eine Scheibe Käse oder Wurst auf die 'Bemme' leisten und dafür den Thermostat auf Frostsicherung drehen und die Winterjacke über den Pullover ziehen, damit sie in der guten Stube nicht zum Zappen frieren?
Wenn er hingegen den Wohlstand meint, welcher Menschen in die Lage versetzt, im Privat-Jet zum nächsten KLIMA-GIPFEL zu düsen und dort zwischen Sektempfang und Kaviar-Häppchen ganz knallharte 'Maßnahmen zur Klima-Rettung' zu fordern, dann ist er bei der NNZ wohl nicht so ganz an der richtigen Adresse. Solche Klientel dürfte unter NNZ-Lesern eher selten sein.
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