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Mo, 18:15 Uhr
21.11.2005

Weniger Kinder-weniger Krisen?

Nordhausen (nnz). Für die Jugend ist immer weniger Geld da, aber es gibt auch immer weniger Kinder. Also alles in Ordnung? Wie Jugendhilfe in Landkreis zukünftig aussehen könnte, erfuhr die nnz heute vom Jugendhilfeausschuß.


Einiges steht auf der Kippe, denn es gibt weniger Geld im nächsten Jahr. Loni Grünwald mahnte an sich keine Illusionen zu machen. Der Haushaltsplan operiere mit mehr Geld als letztendlich wirklich vorhanden sei. „Wir werden prüfen müssen, wo wir den Rotstift ansetzen.“ Sagte sie. Ausschußvorsitzender Andreas Weigel erinnerte daran, daß die meisten Sparpotentiale dieses Jahr ausgeschöpft wurden. Deshalb konnten die Ausgaben und daraus resultierenden Zuschüsse des Jugendamtes reduziert werden. Geplant waren 5.403.600 Euro Ausgaben, 1.354.300 Euro Einnahmen und 4.049.300 Euro Zuschuß. Bis zum Jahresende soll es wie folgt aussehen: 5.143.246 Euro Ausgaben, 1.270.242 Euro Einnahmen und 3.864.004 Euro Zuschuß. Damit konnten rund 185.000 Euro eingespart werden.

2006 steigen die Ausgaben. 5.299.843 Euro sind geplant im Entwurf des Haushaltsplanes 2006, den Fachbereichsleiterin Christine Wagner vorstellte. Mit Einnahmen in Höhe von 1.170.390 Euro wird gerechnet, was einen Zuschuß von 4.129.453 Euro notwendig mache. Der Betrag steigt deshalb so stark an, weil mehr Geld im Bereich der stationären Jugendhilfe benötigt wird. Bisher bekamen noch viele der im Heim betreuten Kinder Waisen- oder Halbweisenrente. Diese sind im nächsten Jahr über 18 Jahre und verlassen die Heime. Mehrausgaben werden auch im Bereich des Zuschusses für Kindertagesstätten erwartet. Wie viel Geld es im nächsten Jahr für die Jugendpflege gibt, steht ebenfalls noch nicht fest. Andreas Weigel rechnet sogar bald mit einem kompletten Wegfall der Jugendpauschale vom Land Thüringen, da es sich um eine freiwillige Leistung handelt. Verschiedene Projekte müßten überprüft werden, es sei in Zukunft nicht mehr möglich, daß alle ein bißchen bekommen.

Über die Zukunft der Jugendhilfe in Folge des demografischen Wandels der Gesellschaft möchte das Jugendamt mit in dem Bereich Tätigen und anderen Interessierten diskutieren. Dazu wird am 30. November ins Jugendclubhaus zum Jugendhilfetag 2005 eingeladen. Unter dem Titel „Weniger Kinder-weniger Krisen?“ werden verschiedene Probleme der Jugendarbeit besprochen. 11.30 Uhr wird Dr. Ulrich Bürger vom Landesjugendamt Baden-Württemberg ein Referat halten. Nachmittags diskutieren drei Arbeitsgruppen über die Probleme der Zeit wie Finanzknappheit, Rückbau von Angeboten und Strukturveränderungen in der Jugendpflege. Wer mehr darüber wissen möchte erhält unter 03631/911 542 oder 536 weitere Auskünfte. Jeder Interessierte ist am 30.11. von 10.30 – 15.00 Uhr eingeladen. Es wird um eine Voranmeldung gebeten.
Autor: wf

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