Sa, 17:00 Uhr
19.11.2005
Angekommen
Nordhausen (nnz). Die treuen Wacker-Fans müssen schon ein recht gutes Erinnerungsvermögen haben, wenn sie die letzte Niederlage ihrer Elf rekapitulieren wollen. Heute war es soweit und Wacker kam in der Fußball-Realität an, wenn auch unglücklich.
Angekommen (Foto: nnz)
Das Spiel gegen den Favoriten in der Thüringenliga, die Carl-Zeiss-Reserve aus Jena, stand schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern. Um 11.30 Uhr hatte sich Marco Weißhaupt für dieses Spiel telefonisch beim Trainer abgemeldet, familiäre Gründe würden heute einem Auflaufen entgegenstehen – ein Schelm, wer anderes denkt. Ohne Weißhaupt – würde das gut gehen?
Die Antwort ist nicht einfach, vermutlich wäre das heutige Spiel mit Weißhaupt nicht anders verlaufen. Zu groß waren die Unterschiede. Technisch, läuferisch, taktisch überlegen spielten die Jenaer, die in dieser Saison klar das Ziel Oberliga anpeilen. Die Chancen in der ersten Halbzeit reihenweise, in der 10. Minute rechts vorbei am Baumann-Gehäuse, das gleiche in der 19. Minute, Konfusion in der Wacker-Abwehr, in der 22. Minute rettete das erste Mal der Pfosten. Dann die 28. Minute. Wieder ein aussichtsreicher Angriff der Gäste über links. In die lange Flanke nach rechts rutscht Sebastian Elle und lenkt das Leder ins Nordhäuser Tor. Es steht 0:1.
Die Wacker-Gemeinde muß bis zur 38. Minute warten, Torsten Klaus haut einen Freistoß in Richtung Jenaer Tor, der Ball wird gehalten, zwei Minuten später wird Klaus ausgewechselt.
Nach der Pause schalten die Saalestädter einen Gang zurück, sie sind aber trotzdem überlegen. Als die 717 zahlenden Zuschauer ein kleines Aufbäumen der Wackeren bemerken, läuft Baumann bei einem Jenaer Angriff über links überhastet aus seinem Tor, wird umspielt und Jaruscheck kann den Ball ins leere Tor reinschieben. 0:2.
Fünf Minuten später sehen die Zuschauer den ersten vielversprechenden Angriff der Gastgeber in Halbzeit zwei. Aschenschwandtner kommt nach einer Flanke von rechts an den Ball und knallt das Leder an den linken Außenpfosten. Nicht nur bei den Spielern liegen einige Nerven blank, auch beim Nordhäuser Publikum. Wie anders ist eine bösartige Bemerkung in Richtung Christoph Hartmann zu verstehen, als der nach einem groben Foul mit einer Verletzung vom Platz geführt werden muß.
In der 76. Minute dann noch ein Pfostenknaller am Jenaer Tor – das war es dann. Wacker Nordhausen hat verloren, das erste Spiel in der Thüringenliga. Na und? Verlieren gehört bei jedem Spiel dazu. Jetzt erst wird sich zeigen, wie die Mannschaft damit umgehen kann, wie sie sich in der Zeit bis zum kommenden Wochenende wieder aufbaut. Ob mit Weißhaupt oder ohne – das müsste eigentlich egal sein.
Fakt ist, mit dem heutigen Tag ist Wacker in der Fußball-Realität der Thüringenliga angekommen. Obwohl: Ein wenig Glück haben die Nordhäuser immer noch. Der ärgste Verfolger aus der Nachbarkreisstadt, die Sondershäuser Eintracht, hat es heute gegen Weida nicht besser gemacht. 3:4 verloren. Wacker bleibt Zweiter in der Tabelle.
Autor: nnz
Angekommen (Foto: nnz)
Das Spiel gegen den Favoriten in der Thüringenliga, die Carl-Zeiss-Reserve aus Jena, stand schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern. Um 11.30 Uhr hatte sich Marco Weißhaupt für dieses Spiel telefonisch beim Trainer abgemeldet, familiäre Gründe würden heute einem Auflaufen entgegenstehen – ein Schelm, wer anderes denkt. Ohne Weißhaupt – würde das gut gehen?
Die Antwort ist nicht einfach, vermutlich wäre das heutige Spiel mit Weißhaupt nicht anders verlaufen. Zu groß waren die Unterschiede. Technisch, läuferisch, taktisch überlegen spielten die Jenaer, die in dieser Saison klar das Ziel Oberliga anpeilen. Die Chancen in der ersten Halbzeit reihenweise, in der 10. Minute rechts vorbei am Baumann-Gehäuse, das gleiche in der 19. Minute, Konfusion in der Wacker-Abwehr, in der 22. Minute rettete das erste Mal der Pfosten. Dann die 28. Minute. Wieder ein aussichtsreicher Angriff der Gäste über links. In die lange Flanke nach rechts rutscht Sebastian Elle und lenkt das Leder ins Nordhäuser Tor. Es steht 0:1.
Die Wacker-Gemeinde muß bis zur 38. Minute warten, Torsten Klaus haut einen Freistoß in Richtung Jenaer Tor, der Ball wird gehalten, zwei Minuten später wird Klaus ausgewechselt.
Nach der Pause schalten die Saalestädter einen Gang zurück, sie sind aber trotzdem überlegen. Als die 717 zahlenden Zuschauer ein kleines Aufbäumen der Wackeren bemerken, läuft Baumann bei einem Jenaer Angriff über links überhastet aus seinem Tor, wird umspielt und Jaruscheck kann den Ball ins leere Tor reinschieben. 0:2.
Fünf Minuten später sehen die Zuschauer den ersten vielversprechenden Angriff der Gastgeber in Halbzeit zwei. Aschenschwandtner kommt nach einer Flanke von rechts an den Ball und knallt das Leder an den linken Außenpfosten. Nicht nur bei den Spielern liegen einige Nerven blank, auch beim Nordhäuser Publikum. Wie anders ist eine bösartige Bemerkung in Richtung Christoph Hartmann zu verstehen, als der nach einem groben Foul mit einer Verletzung vom Platz geführt werden muß.
In der 76. Minute dann noch ein Pfostenknaller am Jenaer Tor – das war es dann. Wacker Nordhausen hat verloren, das erste Spiel in der Thüringenliga. Na und? Verlieren gehört bei jedem Spiel dazu. Jetzt erst wird sich zeigen, wie die Mannschaft damit umgehen kann, wie sie sich in der Zeit bis zum kommenden Wochenende wieder aufbaut. Ob mit Weißhaupt oder ohne – das müsste eigentlich egal sein.
Fakt ist, mit dem heutigen Tag ist Wacker in der Fußball-Realität der Thüringenliga angekommen. Obwohl: Ein wenig Glück haben die Nordhäuser immer noch. Der ärgste Verfolger aus der Nachbarkreisstadt, die Sondershäuser Eintracht, hat es heute gegen Weida nicht besser gemacht. 3:4 verloren. Wacker bleibt Zweiter in der Tabelle.


