So, 18:37 Uhr
22.10.2000
Wacker-Aktie bereits am Ausgabetag gefallen - Mannschaft verspielte Sympathien
Nordhausen (nnz). Das Schönste an diesem Fußball-Sonntag waren die Zahl der Zuschauer (1.192) und das riesige Engagement der Nordhäuser Kreissparkasse. Ein Gewinnspiel und die Ermittlung eines Elfmeter-Königs sowie der Verkauf von über 150 neuen Wacker-Aktien (nnz berichtete bereits am Freitag) waren ein würdiges Rahmenprogramm für die Fußballfest. Auch das Vorspiel zwischen einer Vertretung der Kreishandwerkerschaft und den Wacker-Oldies brachte nicht nur einen 2:1-Sieg für die "alten Herren", sondern spülte auch noch 750 Mark in den Topf, der für die Rettung von Wacker Nordhausen aufgemacht wurde.
Daß aus diesem Fest eher eine Trauerfeier wurde, liegt nun nicht mehr am fehlenden Einsatz von Sponsoren, dem Einfallsreichtum der Vereinsführung oder dem ausbleibenden Publikum, es liegt vor allem an den Spielern selbst. In dieser Oberliga nur durch Kampf allein dem Abstieg zu entkommen, ist eine Farce. Doch mehr als kämpfen vermögen einige der Spieler nicht. Wären da nicht Kurzeja, Pistorius oder ab und an auch Schneider, die Mannschaft hätte nicht einmal Landesliga-Niveau. Bislang waren durchweg Mannschaften zu Gast im Albert-Kuntz-Sportpark, die spielerisch den Nordhäuser überlegen waren, selbst der VfB Chemnitz. 15 Gegentore in zwei Spielen sagen viel über den Leistungsstand der Elf von Trainer Fuhrmann. Es mögen vielleicht die Rahmenbedingungen sein, unter denen bei Wacker derzeit trainiert wird, doch gute Spieler enttäuschen ihre Fans nicht, wie heute geschehen. Wehe, ein Mitspieler ist weiter als zehn Meter entfernt, der Ball landet überall, nur nicht beim eigenen Mann. Kapitale Schwächen im technischen Bereich, in der taktischen Ausrichtung und vor allem im Abschluß kennzeichnen das Wacker-Spiel schon seit mehreren Jahren. Die Oberliga ist für Nordhausen ein dicker Brocken geworden, die Mannen um Kapitän Jens Ludwig müssen sich anstrengen, damit sie sich daran nicht verschlucken. Dann nämlich könnten die heute ausgegebenen Wacker-Aktien bald wertlos sein.
Gespannt darf man sein, wie in den kommenden Tagen die Vertragsverhandlungen ausgehen. Gute Chancen einen anderen Verein zu finden haben wohl derzeit Pistorius, Kurzeja und Schneider. Bei letzterem soll es schon Kontakte zum VfL Halle geben. Alle anderen Akteure im Nordhäuser Dress sollten sich jetzt schon fragen, in welcher Spielklasse sie eingeordnet werden sollen.
Eine große Chance wurde an diesem Sonnentag vertan. Mit einem Sieg über Halle, zumindest mit einem Kampf hätte man sich für weitere Sponsoren empfehlen können. Diese Chance wurde vertan.
Autor: psgDaß aus diesem Fest eher eine Trauerfeier wurde, liegt nun nicht mehr am fehlenden Einsatz von Sponsoren, dem Einfallsreichtum der Vereinsführung oder dem ausbleibenden Publikum, es liegt vor allem an den Spielern selbst. In dieser Oberliga nur durch Kampf allein dem Abstieg zu entkommen, ist eine Farce. Doch mehr als kämpfen vermögen einige der Spieler nicht. Wären da nicht Kurzeja, Pistorius oder ab und an auch Schneider, die Mannschaft hätte nicht einmal Landesliga-Niveau. Bislang waren durchweg Mannschaften zu Gast im Albert-Kuntz-Sportpark, die spielerisch den Nordhäuser überlegen waren, selbst der VfB Chemnitz. 15 Gegentore in zwei Spielen sagen viel über den Leistungsstand der Elf von Trainer Fuhrmann. Es mögen vielleicht die Rahmenbedingungen sein, unter denen bei Wacker derzeit trainiert wird, doch gute Spieler enttäuschen ihre Fans nicht, wie heute geschehen. Wehe, ein Mitspieler ist weiter als zehn Meter entfernt, der Ball landet überall, nur nicht beim eigenen Mann. Kapitale Schwächen im technischen Bereich, in der taktischen Ausrichtung und vor allem im Abschluß kennzeichnen das Wacker-Spiel schon seit mehreren Jahren. Die Oberliga ist für Nordhausen ein dicker Brocken geworden, die Mannen um Kapitän Jens Ludwig müssen sich anstrengen, damit sie sich daran nicht verschlucken. Dann nämlich könnten die heute ausgegebenen Wacker-Aktien bald wertlos sein.
Gespannt darf man sein, wie in den kommenden Tagen die Vertragsverhandlungen ausgehen. Gute Chancen einen anderen Verein zu finden haben wohl derzeit Pistorius, Kurzeja und Schneider. Bei letzterem soll es schon Kontakte zum VfL Halle geben. Alle anderen Akteure im Nordhäuser Dress sollten sich jetzt schon fragen, in welcher Spielklasse sie eingeordnet werden sollen.
Eine große Chance wurde an diesem Sonnentag vertan. Mit einem Sieg über Halle, zumindest mit einem Kampf hätte man sich für weitere Sponsoren empfehlen können. Diese Chance wurde vertan.

