eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 16:41 Uhr
15.12.2021
Ausstellung in der Flohburg

Spurensuche zwischen Gräbern

Die aktuelle Sonderausstellung „Leben – Wirken – Glauben. Jüdisches Leben in Nordhausen im 19. Jahrhundert“ im Museum Flohburg widmet sich nicht nur dem jüdischen Leben in der Stadt Nordhausen selbst, sondern beleuchtet auch das Zusammenleben Angehöriger jüdischen und christlichen Glaubens im gesamten heutigen Landkreis Nordhausen...

Wer die Ausstellung besucht, erfährt beispielsweise, dass es auch in Ortschaften wie Bleicherode, Sülzhayn oder Werna im 19. Jahrhundert jüdische Friedhöfe gab. Der jüdische Friedhof in Bleicherode ist bis heute intakt.

In der Flohburg ist zur Zeit die Sonderausstellung "Die jüdischen Friedhöfe in Bleicherode, Sülzhayn und Werna" zu sehen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) In der Flohburg ist zur Zeit die Sonderausstellung "Die jüdischen Friedhöfe in Bleicherode, Sülzhayn und Werna" zu sehen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)


Anzeige symplr (1)
Die dortige jüdische Gemeinde war damals so bedeutend, dass in Bleicherode in den 1880er - Jahren sogar eine eigene Synagoge errichtet wurde. Selbst die beiden noch wesentlich kleineren Ortschaften Sülzhayn und Werna hatten im 19. Jahrhundert eigene jüdische Friedhöfe. Gerade weil diese Friedhöfe heute nicht mehr existieren, ist es sehr interessant, in der Ausstellung Näheres über ihre einstige Bedeutung zu erfahren. Die Frage, warum das jüdische Leben zu dieser Zeit gerade in solchen kleineren Orten in der Umgebung Nordhausens eine derart große Rolle spielte, ist heute besonders spannend. Für den Museumsbesuch gelten die 2G-Regeln.

Schon gewusst? Jeden Freitag ist Museumstag. Dann kostet der Eintritt in die städtischen Museen nur 2,00 Euro!
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Real Human
16.12.2021, 12:09 Uhr
Massenmord durch dümmlichen selbstsüchtigen Glauben
Damit ich nicht missverstanden werde:
Ich bin eindeutig FÜR solche Ausstellungen. Gerade in einer Zeit, in der wirrste und destruktivste Verschwörungsgläubige Lebens-Rettendes (Impfen) verunglimpfen, sollte daran erinnert werden, welche Folgen die Abkehr von einem auf Wissenschaft gegründeten Humanismus nicht nur haben KANN, sondern auch schon haben KONNTE.

Einer, der Hauptverantwortlichen für den Holocaust war übrigens Esoteriker. Man google dazu z.B. mal nach dem Artikel „Himmlers Bioladen“ in der Jüdischen Allgemeinen vom 03.04.2012!
Jenseits von WISSENschaft beginnt das WÄHNEN, das sich schließlich bis zu Wahnsinn und Massenmord steigern kann.

Leider muss ich wieder darauf verweisen, dass davor kein „Volk“ gefeit ist, auch das Jüdische nicht! Erinnert sei an die Darstellung des auf Befehl von Moses verübten Genozids an den Midianitern im Alten Testament. (Moses: „So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.“)

Folgendes schrieb Einstein in einem Brief vom 3. Januar 1954 an den Philosophen Eric Gutkind:

"Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern."

"Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gerne gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Dignität als alle anderen Völker. Soweit meine Erfahrung reicht, ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppen wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Sonst kann ich nichts 'Auserwähltes' an ihm wahrnehmen."
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)