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Mi, 10:49 Uhr
09.11.2005

Am Ende?

Nordhausen (nnz). Eigentlich müsste der Landkreis Nordhausen zwangsverwaltet werden. Die Finanzen – ob aktuell oder künftig – sind derart desaströs, dass akuter Handlungsbedarf angesagt ist. Nur keiner weiß, wer als erster die offizielle Ansage machen soll...


Im Landratsamt weiß man es, im Kreistag wissen es die, die sich dafür interessieren, in Weimar weiß man es: Im kommenden Jahr wird das Defizit der Kreisverwaltung Nordhausen bei sage und schreibe 10,5 Millionen Euro liegen. 2,5 Millionen hat man aus dem vergangenen in das aktuelle Haushaltsjahr „mitgeschleppt“, satte acht Millionen kommen in diesem Jahr hinzu. Dieses Defizit muß in den kommenden zwei Jahren ausgeglichen werden, möglich ist das wohl nur im Vermögenshaushalt. Die Folge: Investitionen und Aufträge aus dem Landratsamt können sich Unternehmen im Landkreis Nordhausen so gut wie abschminken. Man kennt das von der Stadtverwaltung Nordhausen, mit einem Unterschied. Im Stadtrat ist der Weg beschlossen worden, auf dem das Defizit abgebaut werden soll.

Die nnz hatte im vergangenen Monat über ein Maßnahmepaket der Verwaltungsspitze des Landratsamtes berichtet. Da wurde auch eine Analyse der Pflicht- und der freiwilligen Aufgaben der Kreisverwaltung klausurtechnisch aufgeschrieben, versehen mit konkreten Terminen. Hinter diesem Punkt stand der 2. November, diesen Jahres. Dieser Termin ist überschritten, im Finanzausschuss wartete man vergeblich auf die Analyse. Und Ausschussvorsitzende Birgit Scholz (CDU) hätte Landrat Joachim Claus (CDU) auch vorgestern so gern gefragt, wann denn das „Aufgeschriebene“ realisiert würde. Konnte sie aber nicht, der Landrat war bei der Sitzung dieses nicht ganz unwichtigen Ausschusses nicht zugegen. Auch am kommenden Montag werden die Kreistagsmitglieder sich wieder mit dem Paket und dem Haushalt des kommenden Jahres beschäftigen wollen. Wie Birgit Scholz der nnz sagte, hat sich der Landrat für diesen Sitzungstermin bereits entschuldigt.
Autor: nnz

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