Di, 11:38 Uhr
08.11.2005
Pendeln ist angesagt
Nordhausen (nnz). Wenn Arbeit knapp und Jobs rar sind, dann müssen die Menschen pendeln. Dabei ist die Zahl der Nordthüringer, die in anderen Regionen Arbeit haben, wesentlich größer als die der so genannten Einpendler. Die nnz hat sich die Daten, Trends und Fakten mal genauer angesehen.
Pendeln ist angesagt (Foto: nnz)
In den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sowie im Kyffhäuserkreis waren 99.408 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zum Endes des ersten Halbjahres 2004 registriert. Der Anteil der Arbeiter beträgt 52.606, die übrigen Arbeitnehmer sind im Angestelltenverhältnis. Mit 7.689 sind sieben Prozent der Beschäftigten in geringfügigen Arbeitsverhältnissen, das heißt unter 15 Stunden in der Woche tätig.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sinkt seit 1999 jährlich. Im Vergleich zum Jahr 2003 reduzierte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 1.800. Ebenso gibt es einen Rückgang der Vollzeitbeschäftigung seit 1999 von 97.416 auf 85.266 im vergangenen Jahr. Hier ist deutlich der Trend vom Normalarbeitsverhältnis hin zur Teilzeitarbeit erkennbar. Teilzeitstellen verdrängen Vollzeitstellen und Minijobs lösen Teilzeitstellen ab. Während 1999 noch 16.034 Männer und Frauen in Teilzeit arbeiteten, sind es im Juni 2004 noch 14.131.
Aufschluss darüber, wie groß die Ein- und Auspendlerströme des regionalen Arbeitsmarktes sind, gibt die derzeit ausgewiesene Pendlerstatistik (Stand Juni 2004) der Agentur für Arbeit Nordhausen. Um einen Arbeitnehmer als Pendler zu erkennen, werden über einen Datenabgleich Wohnung und Arbeitsort eines jeden Beschäftigten am Stichtag gegenübergestellt. Die Datenbasis wird auf Grund der Meldungen bei den Krankenkassen ermittelt. Die Pendlereigenschaft besteht, wenn Wohn- und Arbeitsort nicht identisch sind. Dabei können keine Aussagen zur Häufigkeit des Pendelns getroffen werden, d.h. eine Unterscheidung nach Tagespendlern, Wochenpendlern oder Saisonpendlern ist nicht möglich.
Die Pendler-Untersuchung bezieht sich darüber hinaus ausschließlich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, also auf Angestellte, Arbeiter und Auszubildende. Selbständige und Beamte sind daher nicht berücksichtigt. Im Agenturbezirk Nordhausen haben knapp 65 Prozent der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz an ihrem Wohnort. Als Wohnort wird hier die Stadt/Gemeinde gesehen, nicht die einzelnen Ortsteile.
Rot: Auspendler; Gelb: Einpendler
Auspendler:
Von den 99.408 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern im Agenturbezirk sind mit 35.023 über ein Drittel als Auspendler registriert. Sie arbeiten nicht an ihrem Wohnort. 6.889 Arbeitnehmer pendeln allein davon in den benachbarten Landkreis Göttingen, 2.488 in die Region Osterode und 2.057 in den Unstrut-Hainich-Kreis. Den größten Anteil an Auspendlern hat die Region Eichsfeld mit 15.466, gefolgt vom Kyffhäuserkreis mit 10.553 und Nordhausen mit 9.004.
Einpendler:
Die Zahl der Arbeitnehmer, die von außerhalb in die Landkreise der Nordhäuser Arbeitsagentur einpendeln, war seit 2000 stets rückläufig. Erstmals im Jahr 2004 wurde im Vergleich zum Vorjahr mit 13.519 ein Anstieg der Einpendler um 6,6 Prozent registriert. 1.850 davon kommen aus den alten Bundesländern. Über 3.000 Einpendler sind im verarbeitenden Gewerbe tätig, fast 2.100 Arbeitnehmer sind in Baubereichen des Agenturbezirkes beschäftigt und über 1.300 Männer und Frauen arbeiten in erzieherischen Berufen. Vergleicht man die einzelnen Regionen, so ist der Landkreis Nordhausen mit über 5.200 Einpendlern, gefolgt vom Eichsfeld mit 4.973 und dem Kyffhäuserkreis mit 3.342 führend.
Autor: nnz
Pendeln ist angesagt (Foto: nnz)
In den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld sowie im Kyffhäuserkreis waren 99.408 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zum Endes des ersten Halbjahres 2004 registriert. Der Anteil der Arbeiter beträgt 52.606, die übrigen Arbeitnehmer sind im Angestelltenverhältnis. Mit 7.689 sind sieben Prozent der Beschäftigten in geringfügigen Arbeitsverhältnissen, das heißt unter 15 Stunden in der Woche tätig.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sinkt seit 1999 jährlich. Im Vergleich zum Jahr 2003 reduzierte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 1.800. Ebenso gibt es einen Rückgang der Vollzeitbeschäftigung seit 1999 von 97.416 auf 85.266 im vergangenen Jahr. Hier ist deutlich der Trend vom Normalarbeitsverhältnis hin zur Teilzeitarbeit erkennbar. Teilzeitstellen verdrängen Vollzeitstellen und Minijobs lösen Teilzeitstellen ab. Während 1999 noch 16.034 Männer und Frauen in Teilzeit arbeiteten, sind es im Juni 2004 noch 14.131.
Aufschluss darüber, wie groß die Ein- und Auspendlerströme des regionalen Arbeitsmarktes sind, gibt die derzeit ausgewiesene Pendlerstatistik (Stand Juni 2004) der Agentur für Arbeit Nordhausen. Um einen Arbeitnehmer als Pendler zu erkennen, werden über einen Datenabgleich Wohnung und Arbeitsort eines jeden Beschäftigten am Stichtag gegenübergestellt. Die Datenbasis wird auf Grund der Meldungen bei den Krankenkassen ermittelt. Die Pendlereigenschaft besteht, wenn Wohn- und Arbeitsort nicht identisch sind. Dabei können keine Aussagen zur Häufigkeit des Pendelns getroffen werden, d.h. eine Unterscheidung nach Tagespendlern, Wochenpendlern oder Saisonpendlern ist nicht möglich.
Die Pendler-Untersuchung bezieht sich darüber hinaus ausschließlich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, also auf Angestellte, Arbeiter und Auszubildende. Selbständige und Beamte sind daher nicht berücksichtigt. Im Agenturbezirk Nordhausen haben knapp 65 Prozent der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz an ihrem Wohnort. Als Wohnort wird hier die Stadt/Gemeinde gesehen, nicht die einzelnen Ortsteile.
Rot: Auspendler; Gelb: Einpendler
Auspendler:
Von den 99.408 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern im Agenturbezirk sind mit 35.023 über ein Drittel als Auspendler registriert. Sie arbeiten nicht an ihrem Wohnort. 6.889 Arbeitnehmer pendeln allein davon in den benachbarten Landkreis Göttingen, 2.488 in die Region Osterode und 2.057 in den Unstrut-Hainich-Kreis. Den größten Anteil an Auspendlern hat die Region Eichsfeld mit 15.466, gefolgt vom Kyffhäuserkreis mit 10.553 und Nordhausen mit 9.004.
Einpendler:
Die Zahl der Arbeitnehmer, die von außerhalb in die Landkreise der Nordhäuser Arbeitsagentur einpendeln, war seit 2000 stets rückläufig. Erstmals im Jahr 2004 wurde im Vergleich zum Vorjahr mit 13.519 ein Anstieg der Einpendler um 6,6 Prozent registriert. 1.850 davon kommen aus den alten Bundesländern. Über 3.000 Einpendler sind im verarbeitenden Gewerbe tätig, fast 2.100 Arbeitnehmer sind in Baubereichen des Agenturbezirkes beschäftigt und über 1.300 Männer und Frauen arbeiten in erzieherischen Berufen. Vergleicht man die einzelnen Regionen, so ist der Landkreis Nordhausen mit über 5.200 Einpendlern, gefolgt vom Eichsfeld mit 4.973 und dem Kyffhäuserkreis mit 3.342 führend.

