Do, 19:24 Uhr
03.11.2005
Bio auf dem Vormarsch
Nordhausen (nnz). Heute fand der 11. Thüringer Bioenergietag in Jena statt. Dieser Tag hat bereits Tradition. In den Terminplanern der Unternehmer aus Landwirtschaft und Wirtschaft nimmt der Bioenergietag im November eines jeden Jahres einen festen Platz ein. Mit dabei war auch ein Kenner der Szene aus dem Landkreis Nordhausen...
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar (CDU), zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen in Sachen Bioenergie in Thüringen. Den letzten Berechnungen zufolge beträgt in Thüringen der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 7,2 %, davon trägt zwei Drittel die Biomasse. In den letzten sieben Jahren schaffte Thüringen den Sprung von 1,8% in 1998 auf 7,2 % in 2005. Das ist heute der Spitzenplatz in Deutschland!
In diesem Jahr stand das Thema Biokraftstoffe für Kommunen und Landwirtschaft auf der Agenda. Egon Primas, Vorsitzender des Fachbeirates Nachwachsende Rohstoffe und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion stellt klar, das Bioenergie eigentlich ein neuer Hut auf alten Köpfen ist. Schon immer sei das Heizen mit Holz oder die Verwendung von Biokraftstoffen ein Thema im ländlichen Raum gewesen, so Primas. Sklenar und Primas sind zuversichtlich, was die Entwicklung der Bioenergiebranche betrifft.
So hat der Fachbeirat gemeinsam mit der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Vorschläge für eine verstärkte Bioenergienutzung für Thüringen entwickelt, die zurzeit von der Landesregierung geprüft werden. Dabei handelt es sich um die weitere Vorgehensweise Thüringens, denn es gilt, Bewährtes auszubauen, Trends zu erkennen und an neuen Entwicklungen teil zu haben. Eine besondere Rolle wird der öffentlichen Hand zugewiesen.
Der 11. Thüringer Bioenergietag in Jena stellte heraus, dass Bioenergie dazu beiträgt, Wertschöpfung in der Region zu halten. Aktuelle Studien zeigen, dass im Vergleich zu Ölheizungen durch die Verwendung von Holz die sechsfache Wertschöpfung und der achtfache Arbeitsbedarf in der Region verbleiben. Das bedeutet Arbeitsplätze und Einnahmen, die wiederum eine Kommune lebensfähig erhalten. Außerdem mindert im Sinne der kommunalen Vorsorge die Bioenergie Auswirkungen von internationalen Energiekrisen.
Des Weiteren kann die energetische Nutzung von Landschaftspflegematerial die Entsorgungskosten der kommunalen Grünflächenpflege minimieren. Nicht zu unterschätzen ist die Erfahrung, dass mit Bioenergie aus der Region die Identifikation und Solidarität der Bürger mit ihrer Gemeinde gefördert wird. Die Biomassenutzung verknüpft also in hervorragender Weise die Interessen der Landwirtschaft, der Gemeinden, der Umwelt und auch gesamtgesellschaftliche Belange, so der Minister.
Autor: nnzDer Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar (CDU), zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen in Sachen Bioenergie in Thüringen. Den letzten Berechnungen zufolge beträgt in Thüringen der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 7,2 %, davon trägt zwei Drittel die Biomasse. In den letzten sieben Jahren schaffte Thüringen den Sprung von 1,8% in 1998 auf 7,2 % in 2005. Das ist heute der Spitzenplatz in Deutschland!
In diesem Jahr stand das Thema Biokraftstoffe für Kommunen und Landwirtschaft auf der Agenda. Egon Primas, Vorsitzender des Fachbeirates Nachwachsende Rohstoffe und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion stellt klar, das Bioenergie eigentlich ein neuer Hut auf alten Köpfen ist. Schon immer sei das Heizen mit Holz oder die Verwendung von Biokraftstoffen ein Thema im ländlichen Raum gewesen, so Primas. Sklenar und Primas sind zuversichtlich, was die Entwicklung der Bioenergiebranche betrifft.
So hat der Fachbeirat gemeinsam mit der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Vorschläge für eine verstärkte Bioenergienutzung für Thüringen entwickelt, die zurzeit von der Landesregierung geprüft werden. Dabei handelt es sich um die weitere Vorgehensweise Thüringens, denn es gilt, Bewährtes auszubauen, Trends zu erkennen und an neuen Entwicklungen teil zu haben. Eine besondere Rolle wird der öffentlichen Hand zugewiesen.
Der 11. Thüringer Bioenergietag in Jena stellte heraus, dass Bioenergie dazu beiträgt, Wertschöpfung in der Region zu halten. Aktuelle Studien zeigen, dass im Vergleich zu Ölheizungen durch die Verwendung von Holz die sechsfache Wertschöpfung und der achtfache Arbeitsbedarf in der Region verbleiben. Das bedeutet Arbeitsplätze und Einnahmen, die wiederum eine Kommune lebensfähig erhalten. Außerdem mindert im Sinne der kommunalen Vorsorge die Bioenergie Auswirkungen von internationalen Energiekrisen.
Des Weiteren kann die energetische Nutzung von Landschaftspflegematerial die Entsorgungskosten der kommunalen Grünflächenpflege minimieren. Nicht zu unterschätzen ist die Erfahrung, dass mit Bioenergie aus der Region die Identifikation und Solidarität der Bürger mit ihrer Gemeinde gefördert wird. Die Biomassenutzung verknüpft also in hervorragender Weise die Interessen der Landwirtschaft, der Gemeinden, der Umwelt und auch gesamtgesellschaftliche Belange, so der Minister.


