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Fr, 20:00 Uhr
29.10.2021
Polarlichter bis nach Deutschland

Könnte es einen Blackout geben?

Ein starker Ausbruch auf der Sonne lässt die Chancen auf Polarlichter bis in unsere Breiten deutlich steigen. Das Wetter ermöglicht regional eine Beobachtung der Nordlichter. „Blackout“: Starke Ausbrüche auf der Sonne können weitreichende Folgen für unsere technische Infrastruktur haben. Was uns genau erwartet, erklärt Björn Goldhausen...


Starke Sonneneruption
Am Donnerstagabend hat es auf der Sonne einen starken Plasmaausbuch gegeben. „Nach derzeitigem Stand fand die Eruption und der damit verbundene Masseauswurf genau Erdgerichtet statt. Je nach Geschwindigkeit der Plasmawolke wird diese im Zeitfenster vom späten Freitagabend bis Samstagabend die Erde erreichen.

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Die Chancen Polarlichter bis in mittlere Breiten zu sehen, steigen somit deutlich an und sind so gut wie schon lange nicht mehr“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

In der Osthälfte anfangs klarer Nachthimmel
Der Himmel bietet jedoch nicht überall ideale Voraussetzungen, die Nordlichter auch zu sehen. Der Meteorologe erläutert die Aussichten: „Das Wetter spielt leider längst nicht in allen Landesteilen mit. Die Nacht zum Samstag beginnt noch verbreitet klar. Im Verlauf ziehen im Westen allerdings schon dichte Wolken auf und gegen Morgen regnet es im Südwesten sogar etwas. Von der Ostsee bis zum Alpenrand bleibt der Himmel jedoch meist klar. In der Nacht zum Sonntag schwinden die Chancen, Polarlichter zu Gesicht zu bekommen, denn dann ziehen auch im Osten immer wieder dichte Wolken durch. Dort wird der Blick auf den Sternenhimmel aber zwischenzeitlich auch frei. In der Westhälfte bleibt der Himmel hingegen meist komplett wolkenverhangen.“

Neuer Sonnenzyklus beginnt
Der aktuelle Ausbruch auf der Sonne erreichte knapp eine Stärke der höchsten Kategorie X. Erst im Sommer 2021 gab es den letzten Ausbruch mit einer ähnlichen Stärke. Er sorgte für einen rund einstündigen Ausfall des GPS-Systems und stundenlange Störungen im Radioempfang. „Anders als diesmal ereignete sich der Ausbruch im Sommer allerdings am Rand der Sonne und war nicht genau erdgerichtet“, so Goldhausen. Beide Ausbrüche kennzeichnen die „wiedererwachende Sonne“.

War es auf unserem Fixstern bis Ende 2019 eher ruhig, so nimmt die Aktivität seitdem wieder zu. Der Höhepunkt des aktuellen Sonnenzyklus wird im Sommer 2025 erwartet. Experten gehen allerdings von einem eher schwachen Zyklus aus.

Blackout: Strahlung für Technik gefährlich
„Doch keine Panik: Uns Menschen bereitet die Strahlung direkt keine Probleme. Unser Schutzschild, das Magnetfeld, ist auf Zack und spannt sich wie ein Wächter im All um die Erde“, beruhigt der Pressesprecher von WetterOnline. Problematischer sieht es für Astronauten und Piloten aus, denn diese sind teils massiver Strahlung ausgesetzt. Wie groß die Auswirkungen diesmal auf technische Systeme wie GPS oder den Radioempfang sein werden, bleibt abzuwarten.

„Sehr schwere Ausbrüche, zu denen dieser aber nicht zählt, sind durchaus in der Lage für großflächige und langanhaltende Stromausfälle zu sorgen – im Extremfall weltweit“, sagt Goldhausen.
Autor: psg

Kommentare
tannhäuser
29.10.2021, 21.40 Uhr
Nix Blackout...
.. was juckt uns die Sonne?

Strom kommt aus der Steckdose und Wasser aus der Leitung! Basta!
grobschmied56
29.10.2021, 21.50 Uhr
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grobschmied56
29.10.2021, 23.00 Uhr
Dann versuche ich es mal...
... so herum:
Koronale Massenauswürfe (folkloristisch Sonnensturm) können erhebliche Schäden an der energetischen und kommunikativen Infrastruktur anrichten.
Bekanntheit erlangte das sogenannte Carrington-Ereignis von 1859. Einer der stärksten 'Sonnenstürme' der neueren Geschichte.
Zitat:
'Verlauf:
Vom 28. August bis 4. September 1859 ereigneten sich mehrere starke Sonneneruptionen, die unter anderem vom Astronomen Richard Carrington beobachtet wurden.[3] Die ausgestoßene Materie der koronalen Massenauswürfe hatte eine Geschwindigkeit von über 2000 km/s. Diese erreichte ca. 17,5 Stunden später die Erde. In der Nacht vom 1. zum 2. September wurde der bisher mächtigste geomagnetische Sturm registriert. Er führte zu Polarlichtern, die selbst in Rom, Havanna und auf Hawaii beobachtet werden konnten.[4] In den höheren Breiten Nordeuropas und Nordamerikas wurden in Telegrafenleitungen so hohe Spannungen induziert, dass Papierstreifen in den Empfängern durch Funkenschlag in Brand gesetzt wurden. Die Funktion des kurz zuvor installierten weltweiten Telegrafienetzes war massiv beeinträchtigt. Auch in Mitteleuropa wurden solche Phänomene beobachtet, allerdings in schwächerer Form.'
Zitat Ende. Aus Wikipedia, 'Carrington-Ereignis'

Ein Ereignis dieser Stärke würde sich in unserer heutigen Zeit tatsächlich noch wesentlich schlimmer auswirken. Dutzende, wenn nicht hunderte Satelliten würden zerstört, die Kommunikation weltweit zusammenbrechen. Die Stromversorgung könnte ernsthaft gefährdet werden und somit das normale Funktionieren der gesamten Wirtschaft und Infrastruktur.
Aber auch wenn uns dieser 'Sonnensturm' verfehlen sollte, gibt es keinen Grund zum Jubel. Unsere von Grünen 'Weltrettern' und Atomkraft-Gegnern geschwächte Energie-Infrastruktur ist inzwischen derart wacklig und unsicher, daß schon kleinere Ereignisse, wie der Ausfall einiger maroder Kraftwerke auf dem Balkan genügen, um unser Stromnetz aus dem Tritt zu bringen und uns einen black out zu bescheren.
Ich hoffe nur, daß ich bis dahin alle benötigten Vorräte und Hilfsmittel zusammen habe.
Gott schütze unser Vaterland.
Micha123
30.10.2021, 07.19 Uhr
Blackout
Mir reicht es hier langsam...
Corona, Klimawandel, Inflation, Blackout, Grüne, usw. usw. Man kommt ja gar nicht raus aus den Ängsten.
Ich habe schon mit Jeff Bezos telefoniert, damit ich die Erde mit einem seiner Raumschiffe verlassen kann.
Fehlt nur ein bisschen Geld... aber ich fange schon an zu sparen...
Richard Z.& Paul
30.10.2021, 08.26 Uhr
@tannhäuser & @grobschmied56
Kein Grund zur Panik.
Wir können dann immer noch auf den Strom zurückgreifen, den die "Kobold-Partei "schon massenhaft in den Leitungen gespeichert hat! :-)
Blackout-freies Wochenende.
Nico Stachel
30.10.2021, 11.14 Uhr
solange das Magnetfeld existiert Blackout unwahrscheinlich
zwar kritisch für die Satelliten,was solls.
Ein Blackout ist eher durch die Verbund-Energiepolitik oder Hackerangriffe
SEHR WAHRSCHEINLICH

auf sowas sollte jeder vorbereitet sein.Im Übrigen wurde es vor nicht allzulanger Zeit logistisch durchgespielt.
Ich bin jedenfalls mit Lebensmitteln,Kochmöglichkeiten und Wasser vorbereitet.Meine Heizanlage funktioniert auch ohne/mit Strom(kombinierte Heizung,funktioniert wahlweise).
Ich tendiere noch zu einem Notstromaggregat zumindest für die Kühlversorgung im Lebensmittelbereich .
Was hier im Augenblick so los ist,sollte man doch vorausschauend handeln.
diskobolos
30.10.2021, 12.05 Uhr
@Richard & Paul
Ich mag eigentlich nicht als Verteidiger von A. Baerbock auftreten, aber um der Wahrheit die Ehre zu geben: Sie hat nicht von der Speicherung von STROM, sondern von ENERGIE gesprochen und nicht in LEITUNGEN, sondern im NETZ.
Dafür kommen z. B. Pumpspeicherwerke, Blei- und Lithium-Akkus in Frage. Diese Möglichkeiten haben natürlich ihre Grenzen und müssten in das Stromnetz eingebunden sein. Was A. B. in Ihrem Interview genau gemeint hat, müssten Sie sie selbst fragen. Aber nun jahrelang auf einer luschigen Formulierung herumzureiten zeugt auch von Beschränktheit.
tannhäuser
30.10.2021, 14.00 Uhr
An Ihrer Stelle...
...würde ich aber niemandem von Ihrer Vorratshaltung erzählen, Nico Stachel. Ansonsten bin ich komplett bei Ihnen und halte es ebenso.

Man muss kein Fan von Endzeit- oder Zombiefilmen sein, um zu wissen, wie sich hungrige, durstige und unzufriedene Menschen benehmen.

Da reichen schon Bilder von "Einfallstoren" wie Lesbos, Lampedusa etc...
Paulinchen
30.10.2021, 14.35 Uhr
Für einen Blackout....
... braucht unser Land sich nicht vor der Sonne zu fürchten, dafür haben wir jetzt die Grünen am Hals. Die bringen den Straßenverkehr und die Wirtschaft zum Stillstand und das fast ohne Bildungsabschluesse. Im Prinzip zeigt uns das eigentlich, braucht es in Deutschland eigentlich noch die Schulpflicht? Für ein politisches Amt reicht es doch auch ohne oder fast ohne oder so ähnlich.......
Anna Lüst
30.10.2021, 15.26 Uhr
Blackout?
Selbst der verbohrteste Grüne sollte sich vor Augen führen, dass die Sonne nicht immer scheint (nachts auf jeden Fall nicht) und auch der Wind nicht ständig weht.
Wenn wir dann keinen Atom - oder Kohlestrom aus dem Ausland beziehen, ist uns der Blackout sicher.
Und als beschränkt, @ Diskobolos, erachte ich diejenigen, die das Element Cobalt nicht von Kobold (auch die sollen ja manchmal grün sein,herrliches Wortspiel), unterscheiden können.
Was natürlich nicht heißt, dass man dann nicht zum Politiker oder sogar als Minister taugt.
Auch wenn jemand etwas weniger als optimal mit Hirnmasse versehen, aber trotzdem in der Lage ist, am Rednerpult eine Stunde lang nur heiße Luft abzusondern, bedeutet das nicht, als Politiker ungeeignet zu sein.
Dieses Kriterium erfüllen die Grünen überdurchschnittlich.
diskobolos
30.10.2021, 16.32 Uhr
Kobolode und Kobalt, Anna
Kobolde mögen ja machmal grün sein, z. B. wenn der Beobachter blau ist. Kobalt ist aber bekanntlich blau.
Welche Fähigkeiten Politiker brauchen, ist ein "weites Feld". Jedenfalls gibt es viele, die glauben das besser zu können. Letztlich muss er durch Mehrheiten gewählt werden können. Alles andere ist nämlich in der Demokratie brotlose Kunst.

Was den Import von E-Energie betrifft, ist auch daran zu denken, dass D Exportüberschüsse in Milliardenhöhe produziert.Da bauen sinnvolle Importe ökonomische Ungleichgewichte ab.
pseudonym
30.10.2021, 17.26 Uhr
diskobolos
erwähnt aber nicht, daß die Stromexportüberschusse nicht verkauft, sondern noch dafür bezahlt wird, daß uns jemand diese "Überschüsse" aus unserem instabilen Stromnetz abnimmt, damit es nicht krachen geht. Da sind schon viele Milliarden über die Jahre an die Schweizer oder Österreicher Pumpspeicher Kraftwerksbetreiber überwiesen worden, nur damit wir in der Flaute teuer diesen Strom wieder zurück kaufen müssen. Wie genial!
Richard Z.& Paul
30.10.2021, 18.12 Uhr
@Anna Lüst
Danke und schönes Wochenende.
diskobolos
30.10.2021, 18.18 Uhr
@pseudonym
Von Stromexporten hatte ich gar nichts geschrieben. Mein Beitrag bezog sich auf die dt. Exportüberschüsse insgesamt. Aktuell hat D ein "Guthaben" von mehr als 1,1 Billion € (Target 2-Saldo), die von den anderen Euro-Ländern zu zahlen wären. Vermutlich werden die das nicht können. Importe von was auch immer wären ökonomisch vernünftig.

Zum Speichern von Energie: Eine sinnvolle Möglichkeit ist die Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff. Dafür nötige Anlagen entstehen z. B. in Schkopau.
N. Baxter
30.10.2021, 18.18 Uhr
Disco, Diskuss o.ä.
es heißt eigentlich Cobalt nicht Kobalt. Kann man sich aufgrund des Symbols Co einfach herleiten. Gut umgangssprachlich mag es vielleicht so sein.

Leider keine Links aber einfach mal suchen: Ann Kathrin, Hamburg, Cobaltmine, lustiges Video zur Situation der Cobalt Arbeiter

Einen Überschuss wird es zuküftig kaum geben, wenn vielleicht 20Mio PKW's abends geladen werden wollen...
Rob2000
30.10.2021, 19.08 Uhr
Blackout/Stromausfall
egal...wir können dann den billigen atomstrom, teuer von unseren Nachbarländer kaufen.
larsjc
30.10.2021, 19.16 Uhr
Tolles Video,
ich freue mich richtig für Ann Kathrin.
diskobolos
30.10.2021, 19.33 Uhr
Nee, Baxter
Die übliche und vom Duden empfohlene Schreibweise ist Kobalt. Das chemische Zeichen Co ist eine internationale Festlegung und hat mit der deutsche Sprache nichts zu tun.
Vom Rest meines letzten Beitrags haben Sie offenbar gar nichts verstanden.
grobschmied56
31.10.2021, 22.32 Uhr
Dem Nico muß ich hier...
... mal leicht widersprechen, weil die Erfahrung eben Anderes nahelegt:
Das folgende Zitat stammt aus Wiwo (Wirtschaftswoche, 25.09.2013)
'2003 zum Beispiel legten die Auswirkungen eines Sonnensturms das Stromnetz einer ganzen Region in Schweden lahm und sorgten für einen Ausfall des europäischen Flugradars sowie zur Streichung zahlreicher Flüge in den USA. Rund 390 Millionen Euro teure Forschungssatellit „Midori 2“ ging verloren.

Auch 1989 kam es in der Folge eines Sonnensturms in der kanadischen Provinz Québec zu einem Stromausfall, von dem ganze sechs Millionen Menschen in der Region um Montreal betroffen waren. Der bisher heftigste Sonnensturm seit Beginn der Aufzeichnungen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. September 1859 registriert. Das gerade neu installierte weltweite Telegrafennetz soll dabei stark beschädigt worden sein.'
Zitat Ende.
Meine Anmerkung: Wirtschaftswoche ist nicht unbedingt als Skandal- oder Boulevard-Blatt bekannt.
Man kann dem Artikel wohl einiges Vertrauen schenken.
Wie sehr wir von einem funktionierenden Stromnetz abhängen, merken wir erst, wenn es nicht mehr funktioniert.
Mit Strom ist es ganz ähnlich, wie mit Klopapier:
Wenn man's braucht, braucht man's meist DRINGEND.
tannhäuser
31.10.2021, 23.11 Uhr
Mein zusätzlicherTipp zur Bevorratung!
Katzenklo und Katzenstreu anschaffen.

Kann beim Blackout und damit ausfallender Klospülung sehr nützlich sein, wenn man kein Campingklo aus dem Garten holen kann.

Klingt albern, ist es aber nicht, denn das Teil passt genau auf die Schüssel;)
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