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Sa, 07:26 Uhr
30.10.2021
Sonnenscheinreich, im Süden zu trocken, im Norden zu milder Oktober

So war das Wetter im Oktober in Deutschland

Im Vergleich zum nassen und unbeständigen Vorjahresmonat dominierten im Oktober 2021 vielfach ruhige Hochdruckwetterlagen mit teils sehr milden Luftmassen. Im Süden des Landes war es zu Monatsbeginn sogar nochmals sommerlich...

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Dichter Morgennebel, frostige Frühtemperaturen und der eine oder andere Regen, der aber in hohen Mengen vor allem im Nordseeumfeld gegen die Fensterscheiben peitschte, gehörten genauso zur Wetterchronologie, wie der erste schwere Herbststurm „Hendrik“. Dieser sorgte am 21. für teils erhebliche Schäden und forderte leider auch ein Todesopfer. Am Ende verließ der Oktober die Wetterbühne leicht zu warm, zu trocken und überdurchschnittlich sonnig. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Sehr zögerlicher Temperaturrückgang auf Herbstniveau
Die Durchschnittstemperatur lag im Oktober mit 9,6 Grad Celsius (°C) um 0,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,2 Grad. Von wenigen kühlen Phasen und vom Nebel verhüllten Regionen abgesehen, waren vor allem milde bis sehr milde Temperaturen tonangebend. Am Tag der Deutschen Einheit wurde mit Föhnunterstützung im Alpenvorland sogar nochmal ein Sommertag erreicht. In München kletterte das Quecksilber mit 27,5 °C bundesweit am höchsten. Der Oktobertiefstwert stammt mit -4,9 °C aus Oberstdorf im Allgäu und wurde am 24. festgehalten.

Sehr trockene Lausitz und nasse Nordseeküsten, unterm Strich aber niederschlagsarm
Im Oktober fielen rund 45 Liter pro Quadratmeter (l/m²) und damit knapp 20 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 (56 l/m²). Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Minus bei fast 30 Prozent. Anders als in den Vormonaten, in denen die Alpen als nasseste Region eruiert wurden, brachten Tiefdruckgebiete nun dem Nordseeumfeld reichlich Nass. Der höchste Tagesniederschlag stammt von List auf Sylt. 39,3 l/m² wurden hier am 20. gemessen. Wrixum, in Nordfriesland, meldete mit 150 l/m² den meisten Monatsniederschlag. Sehr trocken blieb es dagegen mit Mengen um 10 l/m² in der Lausitz.

Viel Sonne und goldener Oktober vor allem im Süden und Osten des Landes
Mit 130 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer ihr Oktober-Soll von 109 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 20 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung ebenfalls 20 Prozent. Damit zeigte sich die Sonne, obwohl die Tageslänge im Monatsverlauf bereits um 1,5 Stunden abgenommen hat, noch ziemlich oft. Den allermeisten Sonnenschein registrierte der DWD mit stellenweise 180 Stunden im Süden des Landes.

Das Wetter in den Bundesländern im Oktober 2021
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Sachsen: 9,2 °C (9,0 °C) und trockene 22 l/m² (47 l/m²) vermeldete der Freistaat im Oktober 2021. Es war das zweittrockenste Bundesland, mit der größten Regenarmut in der Lausitz. Hier fielen stellenweise weniger als 20 Prozent der zu erwartenden Niederschläge. Mit rund 150 Stunden (118 Stunden) bezog Sachsen den Status der sonnigsten Region. Die Station Dresden-Klotzsche meldete am 21. Orkanböen bis 119,2 km/h und stellte damit einen eigenen neuen Monatsrekord auf.

Sachsen-Anhalt: Die Mitteltemperatur erreichte 10,1 °C (9,4 °C). Neben rund 35 l/m² (36 l/m²) Niederschlag schien die Sonne fast 135 Stunden (104 Stunden).

Thüringen: Als zweitkühlstes Bundesland meldete Thüringen 8,8 °C (8,4 °C). Die Niederschlagsmenge erreichte neben einer Sonnenscheindauer von 130 Stunden (107 Stunden) fast 35 l/m² (48 l/m²).
Autor: red

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