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Di, 10:16 Uhr
26.10.2021
Vizemeistertitel in der Deutschen Kartchallenge

Toller Erfolg für den Südharzer Julius Rammelt

Im brandenburgischen Rathenow fand am Wochenende der finale Lauf der Deutschen Kartchallenge statt. Der junge Südharzer Julius Rammelt beendete die Veranstaltung als Vizemeister der Klasse Rotax Mini. Hier der Bericht zu den letzten beiden Rennen...

Vizemeister Julius rammelt in seinem "heißen" Wagen (Foto: K.Rammelt) Vizemeister Julius rammelt in seinem "heißen" Wagen (Foto: K.Rammelt)

Nur eine Woche nach dem Sieg beim letzten Meisterschaftslauf des Nord- und Ostdeutschen ADAC-Kartcups in Oschersleben ging es für Julius Rammelt zum letzten Rennen der Saison ins Havelland. Auf der idyllisch gelegenen 680 Meter langen Kartbahn von Rathenow sollte das Finale der Deutschen Kartchallenge stattfinden.

In der Klasse Rotax Mini konnten theoretisch noch fünf Fahrer Meister werden. Die Punktabstände in der Meisterschaft waren dementsprechend gering. Julius führte mit nur vier Punkten Vorsprung vor Edin Topcic und Marius Bonconseil. Auf Platz vier und fünf reihten sich mit etwas Abstand Erik Radtke und Tobias Eckensthaler ein. Leider fanden sich bei besten Wetterbedingungen in allen Klassen nur ein Teil der eingeschriebenen Fahrer zum Renntag ein. Daher entschied die Rennleitung die Kategorien zusammenzulegen. Davon betroffen waren auch die Rotax Mini-Fahrer. Sie mussten zusammen mit den wesentlich langsameren Bambini-Fahrern starten, was vor allem bei den Rennläufen zu kuriosen Szenen führte und dem Begriff fairer Wettkampf nicht gerecht wurde.
Bereits im Zeittraining konnten die Rotax Mini-Fahrer immer nur zwei schnelle Runden am Stück drehen, da in der dritten, ein langsam fahrender Bambini-Fahrer überrundet werden musste. Dies war zum einen der kurzen Streckenlänge und zum anderen den wenigen Überholmöglichkeiten geschuldet. Folglich mussten die schnelleren Fahrer den langsameren einige Zeit folgen und verloren somit viel Zeit. Edin konnte das Beste daraus machen und gewann das Zeittraining hauchdünn vor Julius, der bis zur letzten Runde die schnellste Zeit hatte und vor Erik.

Den Start zum ersten Rennen konnte Edin dann auch für sich entscheiden. Julius und Erik folgten ihm knapp dahinter bis die erste Überrundung anstand. Edin konnte noch den Überholpunkt erwischen, während Julius und Erik am Bambini-Fahrer hängen blieben. Die Gelegenheit nutze Edin und konnte sich einen komfortablen Vorsprung herausfahren, den er bis zum Ende des Rennens nicht mehr hergeben musste. Die weiteren Überrundungen liefen ähnlich und verzerrten das gesamte Leistungsbild der Rotax Mini-Fahrer, die um ihren engen Positionskampf gebracht wurden. Das erste Rennen gewann somit Edin vor Julius und Erik. Julius konnte sich dennoch mit der schnellsten Rennrunde trösten.

Das zweite Rennen sollte mit nun noch maximal 25 zu vergebenen Punkten die Entscheidung für die Meisterschaft bringen. Würde Julius siegen, hätte er den Titel sicher. Würde Edin gewinnen, wäre allerdings dieser Meister. Nach dem Umschalten der Startampel konnte Julius an Edin vorbeiziehen und die ersten beiden Runden das Feld anführen. In Runde drei kam Edin allerdings besser aus der Kurve auf Start/ Ziel und zog den Windschatten nutzend locker an Julius vorbei. In der darauffolgenden Runde liefen Edin, Julius und Erik erneut auf die wesentlich langsamer fahrenden Bambini auf und wieder waren sie das Zünglein an der Waage.

Edin konnte problemlos überholen, Julius folge auf der Innenbahn der Schikane und Erik versuchte es auf der Außenbahn, rutschte dabei aber ins Gras und verlor den Anschluss. Nach diesen Manövern waren die drei Führenden erneut getrennt und alles sah nach dem gleichen Zieleinlauf wie beim ersten Rennen aus. Allerdings spielten die Bambini, da auch sie um ihren Sieg kämpften, weiterhin unfreiwillig eine entscheidende Rolle für den Rennausgang.

Zur Rennmittte lief Julius wiederholt auf einen zu überrundenden Fahrer auf und konnte nicht überholen. Erik reduzierte somit auf einen Schlag seinen Rückstand und war an Julius dran und konnte ihm folgen. Es begann für drei Runden ein spannender Kampf um die zweite Position, der nach einer unbeabsichtigten Kollision der beiden und einem anschließenden Dreher von Julius jäh sein Ende fand. Das Rennende sah dann Edin als Sieger gefolgt von Erik und Julius auf den Plätzen. In der Meisterschaft bedeutete das den Titel für Edin und den Vizemeister für Julius.

Die Enttäuschung darüber war bei dem Fahrer aus Rothesütte, der bereits mit vier Jahren in seinem ersten Kart saß, nicht von langer Dauer. Zu groß war die Freude über seine bisher erfolgreichste Saison mit drei Tagessiegen, einem zweiten und einen drittem Platz bei insgesamt sechs Rennveranstaltungen in Nord- und Ostdeutschland. Bereits jetzt beginnt für ihn und sein Team die Vorbereitung auf das nächste Jahr mit der Weichenstellung in welcher Rennserie und in welcher Klasse angetreten werden soll. Julius größtes Ziel ist die Teilnahme an der Rotax Max Challenge Germany, welche dem Prädikat der Deutschen Meisterschaft gleichzustellen ist und dessen Meistertitel berechtigt, am Weltfinale der Rotax-Fahrer teilzunehmen.
Kai Rammelt

Auch die nnz-Redaktion gratuliert Julius herzlich zu seinem tollen Erfolg und wünscht ihm viel Erfolg in der nächsten Saison.
Autor: red

Kommentare
Hayden 69
26.10.2021, 14.53 Uhr
Motorsport
Schön das auch ein Talent im Motorsport in unserer Gegend aufwächst, Hauptsache für die Zukunft ist auch der finanzielle Rückhalt gesichert, was bestimmt nicht einfach ist, drücke ihm für die Zukunft die Daumen.
JuliusDerErste
26.10.2021, 16.45 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
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