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Sa, 08:12 Uhr
23.10.2021
Drei Rezepte mit Kartoffeln vom Vortag

Die kreative Reste-Küche

Die Augen waren zu groß oder der Hunger doch zu klein – es gibt viele Gründe, warum Essen nach dem Kochen übrigbleibt. Für alle, die Kartoffeln gekocht haben, ist das jedoch kein Problem. Denn richtig aufbewahrt, lassen sich die schmackhaften Knollen auch am nächsten Tag noch problemlos zu leckeren Gerichten verarbeiten...

Niedlich und lecker: Mit den Kartoffel-Eulen macht Gemüse-Essen auch den Kleinsten Spaß (Foto: KMG) Niedlich und lecker: Mit den Kartoffel-Eulen macht Gemüse-Essen auch den Kleinsten Spaß (Foto: KMG)

Gekochte Kartoffeln richtig aufbewahren
Wer zu viele Kartoffeln gekocht hat, kann diese einfach aufbewahren. Sie sollten vollständig erkaltet sein und anschließend mit einem Küchenpapier abgetrocknet werden. So bleiben die Kartoffeln frisch und behalten länger ihre Konsistenz. Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel-Marketing GmbH, rät: „Gekochte Kartoffeln mit Schale werden am besten außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt. Ideal ist ein kühler Ort, an dem sie nicht die Gerüche und den Geschmack umliegender Lebensmittel annehmen und vor Feuchtigkeit geschützt sind.“ Lassen die Temperaturen eine kühle Lagerung nicht zu oder wurden die gekochten Kartoffeln bereits geschält oder weiterverarbeitet, sollten sie zur Aufbewahrung in den Kühlschrank. Damit sie jedoch Geschmack und Geruch nicht verändern, ist es sinnvoll, sie in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufzubewahren.

Vielseitig: Kartoffelpüree-Muffins
Kartoffelpüree-Muffins lassen sich aus 300 g übrig gebliebenem Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln zubereiten. Dazu die Salzkartoffeln mit einer Gabel zerdrücken und zwei Frühlingszwiebeln bis zum dunklen Grün fein hacken. Circa 50 g Parmesan und 50 g Cheddar reiben und anschließend den geriebenen Käse mit den Frühlingszwiebeln, einem Ei und 3 EL Crème fraîche zu den zerdrückten Kartoffeln geben. Alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach nur noch die Kartoffelmasse in die Mulden eines eingefetteten Muffinblechs geben und bei 200 °C im vorgeheizten Backofen rund 15 Minuten backen. Die Kartoffel-Muffins eignen sich als Finger-Food oder als Beilage zu Salat oder Fleisch. Auch in der Lunchbox für Schule und Arbeit machen sie sich gut.

Kreativ: Lustige Kartoffel-Eulen zum Vernaschen
Wer Kinder zu Hause hat oder einfach kreatives Essen mag, kann aus dem Kartoffelpüree vom Vortag auch lustige Kartoffelbrei-Eulen zubereiten. Hierfür werden rund 700 g Kartoffelbrei benötigt, der gemeinsam mit 1 EL Tomatenmark und 1 ½ geriebenen Möhrenraspeln zu einem cremigen Püree verarbeitet wird. Nachdem daraus zwei Kugeln geformt wurden, geht es auch schon ans Dekorieren: Aus Möhrenscheiben werden die Füße, aus Gurkenscheiben die Flügel, aus einem Stück Paprika ein Schnabel und zu guter Letzt verwandeln sich je zwei Mozzarellakugeln mit Olivenstiften versehen in die großen Eulenaugen. Als Kopfschmuck kann nach Lust und Laune mit Möhre, Paprika und Co. experimentiert werden.

Klassisch: Bratkartoffeln mit Frühlingszwiebeln
Wenn es mal schnell gehen soll, lassen sich die Knollen vom Vortag auch zu Bratkartoffeln verarbeiten. Kartoffelexperte Dieter Tepel erklärt: „Kartoffeln vorm Vortag eignen sich sehr gut für krosse Bratkartoffeln. Denn hier bleiben die Kartoffelscheiben beim Braten besonders gut in Form.“ Um die gebratenen Kartoffelscheiben zuzubereiten, einfach rund 600 g festkochende Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. In einer Eisenpfanne 2 EL Pflanzenöl erhitzen und die Kartoffeln dazugeben. Die Scheiben braten lassen und sie nach einigen Minuten vorsichtig wenden. Wenn die Kartoffeln sich nicht vom Pfannenboden lösen lassen, noch einen Moment warten und dann wenden. Kurz vor dem Servieren, wenn die Kartoffeln von beiden Seiden goldbraun sind, ein Bund geschnittene Frühlingszwiebeln und 1 EL Butter hinzugeben und kurz mitbraten. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und servieren.
Autor: red


Kommentare
Örzi
23.10.2021, 13.55 Uhr
Ganz tolle Idee!
Mensch, Bratkartoffeln! Davon hatte ich noch nie gehört. Muss ich unbedingt mal ausprobieren. Hoffentlich bekomme ich das hin. Gut, dass es immer wieder so kluge Leute gibt, die ihre unwissenden Mitmenschen aufklären.
tannhäuser
24.10.2021, 08.43 Uhr
Sauerkraut, Kartoffelbrei!
Hobbyköche, Löffel frei ;)
Kobold2
24.10.2021, 09.09 Uhr
Tja Örzi
In Anbetracht des stetig sinkenden gesellschaftlchen Niveaus wird werden wir vielleicht noch Anleitungen zum Kaffeewasser kochen bekommen, damit es nicht anbrennt...
grobschmied56
24.10.2021, 12.49 Uhr
Bei mir scheint das Kaffeewasser...
... ständig anzubrennen, jedenfalls sieht der Kaffee immer toppschwarz aus. Spaß beiseite, übrig gebliebenes zu verwerten statt es wegzuschmeißen ist bei mir ganz normal.
Es ist eine Frage der Wertschätzung für die Arbeit anderer Menschen. Für uns ist es selbstverständlich, daß wir unser täglich Brot haben und uns satt essen können.
Das war nicht immer so. Für viele Generationen unserer Vorfahren war Hunger eine allgegenwärtige Bedrohung.
Ich kann mich nicht bei jedem Landwirt, Gärtner, Bäcker, Metzger oder LKW-Fahrer, also den Menschen, die unsere Versorgung sichern einzeln bedanken. Aber ich gehe sorgsam um mit den Lebensmitteln, die sie mir liefern.
Auch das ist eine Art, Achtung und Dankbarkeit zu zeigen.
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