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Fr, 08:52 Uhr
22.10.2021
Aktionsbündnis vernetzt Innenstadthändler

Thüringer Einzelhandel verhalten optimistisch

Der Handel hat sich in den vergangenen Monaten aus seinem konjunkturellen Tief befreit. Doch neue Unsicherheitsfaktoren bedrohen die weitere Erholung. Und die strukturellen Herausforderungen prägen die Branche nach wie vor...

Um so wichtiger sind daher Strukturen und Maßnahmen, wie das durch die IHK Erfurt Mitte des Jahres initiierte Aktionsbündnis, welches die Akteure der Thüringer Innenstädte vernetzt und stärkt.
Laut jüngster Konjunkturumfrage melden dank der Nachholeffekte und einer wachsenden Ausgabefreudigkeit der Kunden inzwischen wieder 24 Prozent der befragten Einzelhändler eine gute Geschäftslage (Frühjahr 2021: 9 Prozent). Bei jedem Zehnten ist die Situation nach wie vor schlecht (Frühjahr 2021: 86 Prozent). Ein Drittel der Händler spricht von einer verbesserten Ertragslage und verzeichnet steigende Umsätze.

„Nach einem belebten Sommergeschäft ist der Stimmungstrend unter den Händlern wieder verhalten optimistisch“, resümiert Nico Inden, Citymanager in Heilbad Heiligenstadt. Die Perspektive auf das Weihnachtsgeschäft ist geprägt von Risikofaktoren, wie Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, steigenden Kosten für Energie oder Lieferengpässen und die Fachkräfteknappheit. Folge sind nicht selten verkürzte Ladenöffnungszeiten. „Die Attraktivität der Innenstädte leidet darunter“, so Birte Frerichs vom Fachdienst Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing der Stadtverwaltung Mühlhausen. „Der Kunde erwartet einheitliche Öffnungszeiten.“

Dass die aktuellen Entwicklungen nur durch gemeinschaftliches Handeln aller innenstadtrelevanten Akteure positiv zu beeinflussen sind, wurde in Thüringen rechtzeitig erkannt. Die IHK Erfurt begrüßt, dass im Zuge des durch sie initiierten Aktionsbündnisses „Innenstädte mit Zukunft“ bereits diverse Arbeitsgruppen ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Neben den Thüringer Industrie- und Handelskammern und der Landesregierung Thüringen sind innenstadtrelevante Verbände und Organisationen, wie zum Beispiel der Gemeinde- und Städtebund Thüringen Partner in diesem Bündnis. Ziel ist die Stärkung und Zukunftsausrichtung der Thüringer Innenstädte. Dabei geht es konkret um die (Weiter-) Entwicklung von Förderinstrumenten, um den Wissenstransfer über ein landesweites Netzwerk von kommunaler bis hin zur Landesebene und um die Entwicklung von Zukunftsvisionen vor dem Hintergrund neuer Anforderungen an unsere Innenstädte. Das Bündnis ist offen und weitere innenstadtrelevante Akteure sind herzlich eingeladen, sich proaktiv in die Arbeitsgruppen einzubringen.
Autor: red

Kommentare
Heimathistoriker
22.10.2021, 11.59 Uhr
Der Einzelhandel in seiner Vielfalt stirbt
so fing vor einigen Monaten ein Kommentar eines bekannten, ranghohen Nordhäuser Stadtrates, der möchte gern Politiker in Erfurt sein.

Ich zitiere weiter:

"Das Sterben des Einzelhandels begann schon in den 1990er Jahren. Die Geschäfte waren vielfältig und zahlreich. Ein wahrer Boom führte 1990 dazu, das an jeder Ecke Geschäfte entstanden, wo es nicht schnell genug ging, mussten Verkaufswagen und umgebaute Wohnwagen als Übergang herhalten.
Doch mit den Bau der Einkaufsmärkte veränderte sich erstmalig die Struktur des Einzelhandels.
Das Internet und das damit verbundene Angebot führte in den letzten Jahren dazu, das Preise schneller vergleichbar waren und man auch für Angebote einige Kilometer Fahrt auf sich nahm. Es folgten die großen Onlineportale, welche im eigentlichen Sinn dem Einzelhandel zusetzten.
Der Kunde selbst hat es in der Hand und es gibt diese, die treu ihre Stammläden aufsuchen. Aber sie werden weniger und werden den Lauf nicht aufhalten können.
In der aktuellen Situation wird der Einzelhandel wie auch die Gastronomie enorm belastet.
Um so länger der Lockdown anhält, um so mehr Geschäfte werden aufgeben. Es muss und kann nur besser werden!"

Der Kommentar bekam übrigen 8 "Daumen hoch" und keinen "Daumen runter"!

Ich weiß leider nicht, ob sich der Politiker hier irrt. Fakt ist doch: Die Innenstädte sind seit den großen Kaufhäusern, Supermärkten, Katalogbestellung und "Big A" (Amazon und Co.) doch massiv am aussterben, oder?

Man kann die Innenstädte nicht mehr nur mit einer Boutique nach der anderen, so wie es bis vor einigen Monaten auch in der Rautenstraße war, wirtschaftlich erhalten, oder? Da lohnt es sich doch eher für die Vermieter bzw. Ladenverpächter, die leerstehenden Läden in Wohnungen umzuwandeln, wie vor einigen jahrzehnten in der Arnoldstraße geschehen, oder?

Ich möchte gern Politiker sein, nur um zu wissen, was für ein Ticker ein Politiker ist und was die "hohen Damen, Herren und 'Diverse'" jetzt für Vorschläge unterbreiten!

Und jetzt bin ich gespannt, was die hiesige Politeltite dazu zu sagen hat!

Ihr

ottO treberT
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