60. Jahrestag der Zwangsaussiedlung im Rahmen der Aktion Kornblume
31 Jahre Deutsche Einheit
Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft und Deutschland wurde vereint. Seitdem ist eine ganze Generation herangewachsen, die keine persönlichen Erfahrungen mehr mit der Teilung und den Menschenrechtsverletzungen in der DDR hat...
Am 3. Oktober 2021 erinnern wir auch den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze. Vor 60 Jahren wurde am 3.10.1961 bei der sogenannten Aktion Kornblume das zweite Mal nach 1952 allein in Thüringen etwa 1.700 Menschen gegen ihren Willen aus ihren Häusern und Wohnungen in das Landesinnere zwangsausgesiedelt. Innerhalb kürzester Zeit mussten Sie ihre Habseligkeiten packen und wussten, dass sie ihre Heimat nicht wiedersehen würden. Über ihr Schicksal durften sie nicht sprechen. Entwurzelt und mit der Trauer über den Verlust der Heimat, versuchten sie an Ihrem neuen Wohnort anzukommen.
Die Freude über den Tag der Deutschen Einheit paart sich an diesem 3. Oktober mit der konkreten Erinnerung an die Opfer der SED-Diktatur so der Landesbeauftragte. Der Blick auf die Biografien der Zwangsausgesiedelten, auf ihren Verlust von Heimat und daraus folgender Entwurzelung zeigt auf, dass Erfahrungen aus der DDR bis in das Heute reichen. Zum Tag der Deutschen Einheit gehören der gemeinsame und wiedervereinigte Blick in die Zukunft unseres Landes genauso, wie das Hören der Berichte der Opfer der SED-Diktatur und die Würdigung ihres Schicksals so Dr. Peter Wurschi weiter.
Autor: red
Kommentare
Aus die Maus
30.09.2021, 14:54 Uhr
Welche
Deutsche Einheit ??
T-Rex Sauerkirschen
30.09.2021, 15:48 Uhr
Deutsche Enheit
Na da könnte das deutsche Volk ja mal eine Verfassung beschließen.
Paul
30.09.2021, 21:39 Uhr
Einheit???
Es hat NIE eine deutsche Einheit gegeben oder statt gefunden. Das Gebiet der ehemaligen DDR wurde ohne Fragen oder Kompromisse einfach dem "Westen" zu geschachert. Es diente und dient noch heute als willkommener Absatzmarkt für "Westprodukte". Es war nach `89 nur der wirtschaftliche Rettungsanker vieler maroder Westfirmen, die alle vor der Pleite standen.
Nach zu lesen in Zeitgenössischen Tatsachenverichte, sind schwer zu finden, und wurden der Öffentlichkeit natürlich auch nie vorgestellt.
Schönen Abend noch !
Kobold2
30.09.2021, 22:03 Uhr
Och Paul
Nicht dabei gewesen, oder schon alles vergessen.
Die breite Masse hat sich der damaligen BRD geradezu an den Hals geworden . Damit begann das leichte Spiel.
Ich möchte dazu an den Besuch Helmut Kohls in Dresden erinnern . Ein paar Wochen zuvor hatte man die Politiker in Berlin noch ausgepfiffen, als sie das Deutschlandlied anstimmten.
Fast alles, was aus den Osten kam, war plötzlich nichts mehr wert und die schnelle D- Mark war ja sooo wichtig. Weiter haben die wenigsten gedacht, bis halt die nicht ausbleibende böse Überraschung kam.
grobschmied56
30.09.2021, 22:58 Uhr
Die D-Mark war tatsächlich...
... wichtig! Zum erstenmal hatte ich ein Zahlungsmittel in der Hand, für das es tatsächlich was zu kaufen gab!
Ich erinnere mich noch sehr gut an die ersten Anschaffungen für D-Mark. Ein CD-Spieler eines niederländischen Herstellers, ein Verstärker aus Japan samt Lautsprechern (funktioniert heute noch alles tadellos!) Dazu ein halbes Dutzend CD's von Chicago, ZZ-Top, Bryan Adams, Udo Lindenberg. Das war's!
Das hat die ärmliche DDR mit ihren immer mehr zurückgebliebenen VEB uns nie bieten können.
Ein IBM-kompatibler PC folgte. Alles funktionierte tippitoppi über viele Jahre hinweg. Da können einige Leute noch so sehr schwärmen, über die DDR und ihre 'Errungenschaften', die teils abgekupfert waren (wie ihre Mikroelektronik), teils auf Pump von Franz Joseph Strauß (Milliardenkredit) geschnorrt. Das tatsächliche AHA-Erlebnis, mit richtigem Geld für tägliche Arbeit entlohnt zu werden, das wird mir keiner nehmen.
Auch nicht die überzeugtesten 'Genossen'.
Gehard Gösebrecht
01.10.2021, 07:33 Uhr
Ja Grobschmied, die DDR war am Ende
Aber Scheinrechtsstaat BRD ist es auch bald.
HisMastersVoise
01.10.2021, 08:01 Uhr
Wo bleibt der Stolz ?
Ihr erzählt hier von einem Unrechtsstaat und habt doch scheinbar alles vergessen. In der DDR hatte jeder einen Job und eine Wohnung. In der DDR hatten die Idioten Respekt vor der Polizei. In der DDR wurde sowohl das Elternhaus als auch die Lehrerschaft für die Schulergebnisse der Kinder zur Verantwortung gezogen. In der DDR gab es medizinische Versorgung für Alle gleichermaßen. Die DDR hat während ihrer gesamten Existenz die Hälfte ihre Bruttoinlandproduktes als Reparationen an Sowjetunion gezahlt. Die DDR hatte das mitmenschliche Solidarprinzip sehr viel besser drauf, als die BRD heute. Entgegen der BRD hat die DDR alle Nazis von Anfang an verfolgt und abgeurteilt. Und die DDR war Aufmarschgebiet für den Kalten Krieg der Sytheme. Darum gab es leider in der DDR auch Tote an der Grenze und einen Überwachungsapparat. Und der letzte Satz hier recht also aus, um alles das, was in der DDR fortschrittlich und zukunftsweisend war, in die Tonne zu treten. Und Ihr verurteilt hier die Linke mit Ihren sozialen Programmen und wählt...............die AFD !!!
grobschmied56
01.10.2021, 10:17 Uhr
Bei welchem Kommentator...
...will die Stimme des Herrn denn den Begriff 'Unrechtsstaat' entdeckt haben? Beim Grobi oder Kobold jedenfalls nicht.
Hat wohl zu intensiv zwischen den Zeilen gelesen...
Ich verwende den Begriff Unrechtsstaat grundsätzlich nicht, weil er zu verwaschen ist und außerdem suggeriert, daß in der DDR grundsätzlich nur Unrecht geschehen ist.
Ist natürlich unzutreffend.
Sehr viele Delikte wurden im Prinzip genau wie nach bürgerlichem Gesetzbuch bestraft. Die Paragraphen bei Diebstahl, Raub oder Körperverletzung waren ähnlich abgefaßt wie in der Bundesrepublik. Auch das Strafmaß war z. T. dem in der BRD gleich.
diskobolos
01.10.2021, 11:21 Uhr
Recht oder Unrecht
Die BRD ist ein Rechtsstaat in dem Sinne, dass der Bürger es viel häufiger mit formal festgelegten (Rechts-)Vorschriften zu tun hat. (Arbeits-R, Verwaltungs-R, Steuer-R, Versicherungs-R,...) als in der DDR. Geht man heute durch das Zentrum einer Stadt trifft man ständig auf Anwaltskanzleien. In der DDR hätte ich nicht gewußt, wo ich eine finde (Hab aber auch nie eine gebraucht.)
Man konnte z. B. einfach auf einem Sportplatz trainieren oder in einem See baden. Heute entsteht sofort die Frage, wer haftet, wenn etwas passiert und das Ganze ist eingezäunt.
Ob das alles zu mehr Gerechtigkeit führt, ist eine interessante Frage. Heute kann eine Sekretärin für einen mitgenommenen Bleistift ihre Existenz verlieren, früher undenkbar.
Und dann gibt es ja auch noch die Situation, dass am Ende der gewinnt, der die teuersten Anwälte hat und durch alle Istanzen gehen kann. (Gegen Konzerne wie Pfizer und Facebook klagen nicht einmal Ministerien.)
Gerechtigkeit ist sehr subjektiv. Ob es heute gerechter zugeht als in der DDR, wird jeder anders sehen.
grobschmied56
01.10.2021, 19:46 Uhr
Recht und Gerechtigkeit...
... sind zwei ganz unterschiedliche Sachen. Da hat der Diskobolos leider recht. Muß man schon mal so sagen.
Recht haben und Recht bekommen leider auch.
Kobold2
02.10.2021, 10:28 Uhr
Die D-Mark
kam zu früh, weil sie nicht zur Wirtschaftskraft gepasst hat.
die Folgen haben wird heute noch mit einer Schieflage und einem riesigen Schuldenberg.
Der materielle Hunger hat viele verblendet und Leute, die die Wahrheit gesagt haben, wie Oskar Lafontaine, wurden dafür abgestraft, oder nicht erhört.
Die Folgern eine abgehängten Mangelwirschaft lassen sich nun mal nicht über Nacht mit eine anderen Währung kompensieren ober gar beheben.
Paulinchen
02.10.2021, 12:28 Uhr
Oh je...
@Kobold 2, wollen Sie jetzt den politischen Lebenslauf von O. Lafontaine neu schreiben und ihn zum Gönner der deutschen Einheit erheben!
Ich sehe ihn noch genau vor mir, als ich im TV seine Kritik am Kanzler Dr. H. Kohl gerichtet hat, mit diesen Worten :" Herr BUNDESKANZLER, hören Sie endlich damit auf, vom Einheitsgeplaenkel der deutschen Einheit zu träumen. Diese Einheit wird es niemals geben! "
Wenig später hat er sich von seiner SPD getrennt und hat die Fahne gewechselt.
Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn der Buratino, wie er von den Bürgern der damaligen BRD genannt wurde, jemals in der" Schaltzentrale" der deutschen Einheit gesessen hätte. Dann hätten Sie verehrter Kobold 2,die D Mark niemals in den Händen halten können.
Also denken Sie nomals über Ihre Lobhulderei über den Wendehals Lafontaine nach. Aus meiner Sicht ist es gut, dass er in der politischen Versenkung verschwunden ist.
Kobold2
02.10.2021, 15:59 Uhr
Auch, oh je
Wollen sie sich einfach auf den Kern meiner angeführten Aussage beziehen, oder in ihrer "Herr Lehrer ich weis was"
Mentalität nur wieder was zum Besten geben?
Wobei Herr Lafontaine im Kern ihrer angeführten Ausage nicht ganz so daneben lag, wenn man "niemals geben" durch "wird bei einigen lange dauern" ersetzt.
Die entsprechenden Hinweise finden sich hier zahlreich in den Kommentaren wieder.
Das das ganze überstürzt war und eher eine Angliederung, als eine Einheit, ist jetzt auch nicht sooo weit weg, von den angeführten Aussagen. Schließlich ist der Mann Politiker und kein Hellseher. Das er die Partei verlassen hat, zeugt in meinen Augen von Rückgrat und nicht, wie von der sich inzwischen etablierten Stuhlklebementalität unserer Politiker. Grad damals hat sich, dem Umbruch geschuldet, viel verändert. Auch andere Politiker haben ihre Parteien verlassen.
Fakt ist, das er, als einer der Wenigen gesagt hat, das das Ganze ein teure Geschichte wird. Aber man hat lieber auf die anderen Märchenerzähler (wie so oft) gesetzt und diese gewählt, weil es sich so bequem angehört hat...
Fakt und traurig ist auch, das man nach über 30 Jahren immer noch lieber Märchenerzähler hinterherläuft, anstatt nachzudenken. Auch wenn es weh tut.
Sicher hat der Herr sich in seinem Leben auch mal in der Uhrzeit, oder Wochentag vertan. Das wäre doch auch ein Anlass ihrerseits noch mal was zum Besten zu geben.
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