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60. Jahrestag der Zwangsaussiedlung im Rahmen der „Aktion Kornblume“

31 Jahre Deutsche Einheit

Donnerstag, 30. September 2021, 14:14 Uhr
Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft und Deutschland wurde vereint. Seitdem ist eine ganze Generation herangewachsen, die keine persönlichen Erfahrungen mehr mit der Teilung und den Menschenrechtsverletzungen in der DDR hat...

Am 3. Oktober 2021 erinnern wir auch den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze. Vor 60 Jahren wurde am 3.10.1961 bei der sogenannten „Aktion Kornblume“ das zweite Mal nach 1952 allein in Thüringen etwa 1.700 Menschen gegen ihren Willen aus ihren Häusern und Wohnungen in das Landesinnere zwangsausgesiedelt. Innerhalb kürzester Zeit mussten Sie ihre Habseligkeiten packen und wussten, dass sie ihre Heimat nicht wiedersehen würden. Über ihr Schicksal durften sie nicht sprechen. Entwurzelt und mit der Trauer über den Verlust der Heimat, versuchten sie an Ihrem neuen Wohnort anzukommen.

„Die Freude über den Tag der Deutschen Einheit paart sich an diesem 3. Oktober mit der konkreten Erinnerung an die Opfer der SED-Diktatur“ so der Landesbeauftragte. „Der Blick auf die Biografien der Zwangsausgesiedelten, auf ihren Verlust von Heimat und daraus folgender Entwurzelung zeigt auf, dass Erfahrungen aus der DDR bis in das Heute reichen. Zum Tag der Deutschen Einheit gehören der gemeinsame und wiedervereinigte Blick in die Zukunft unseres Landes genauso, wie das Hören der Berichte der Opfer der SED-Diktatur und die Würdigung ihres Schicksals“ so Dr. Peter Wurschi weiter.
Autor: red

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