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Di, 15:46 Uhr
21.09.2021
Nordhäuser Nachwuchsfahrer kann Spitzenplatz behaupten

Rennwochenende auf dem Templiner Ring

Am Sonntag fand auf dem Templiner Ring der zweite Meisterschaftslauf der Deutschen Kartchallenge statt. Aus dem Landkreis Nordhausen war in der Klasse Rotax Mini Julius Rammelt am Start...

Der Ring in Templin (Foto: K.Rammelt) Der Ring in Templin (Foto: K.Rammelt)

Gut eine Fahrstunde nördlich von Berlin trafen am vergangen Wochenende Kartfahrer und Kartfahrerinnen aus ganz Deutschland zusammen, um in Templin wichtige Punkte für die Meisterschaft in diversen Rennen zu sammeln. Als Führender in der Klasse Rotax Mini, ist der 11-jährige Julius Rammelt in die Uckermark gereist, diese Führung dort weiter auszubauen.

Bereits Anfang August fand auf dem Templiner Ring ein Lauf zum Nord- und Ostdeutschen ADAC-Kart-Cup statt. Die Streckenführung lag dem jungen Rothesütter und er konnte mit Gesamtrang zwei einen Erfolg verbuchen. Das Rennen der Deutschen Kartchallenge wurde allerdings auf einem andern Strecken-Layout gefahren.

Dem Samstagstraining fiel somit eine besondere Bedeutung zu, dient es dem Herantasten an die beste Fahrzeugabstimmung und der idealen Linienfindung. Der Samstag zeigte sich aber verregnet und ermöglichte daher keine effektive Einstellungsarbeit und schnelle Trainingsrunden. Dieser Umstand spielte insbesondere den Fahrern mit viel Streckenerfahrung in die Karten.

So zeigte sich bereits beim Warm Up am frühen Sonntagmorgen und trockener Strecke, dass es gegen die Fahrer aus Berlin und Umgebung schwierig werden würde. Mit einem Rückstand von knapp 1,6 Sekunden auf den erstplatzierten Marius Bonconseil, reichte es für Julius nur zu Platz vier in dem dreizehnköpfigen Starterfeld. Nach ein paar Änderungen am Setup und an der Übersetzung konnte der Rückstand im Zeittraining, dass dem Erfahren der Startpositionen dient, auf etwas mehr als eine Sekunde reduziert werden. Edin Topcic stellte am Ende des Trainings das Kart auf Startposition eins, gefolgt von Marius Bonconseil und Erik Radke.

Hinter den drei Berlinern reihte sich Julius erneut auf Platz vier vor Philip Helmchen aus Oranienburg ein.
Im Sprintrennen über 13 Runden am Sonntagmittag konnte Julius von einem guten Start profitieren und sich hinter Marius auf Position zwei vorschieben. Am Ende der ersten Runde musste er diesen allerdings gegen einen stark fahrenden Edin abgeben. Auch der bis dahin Viertplatzierte Erik konnte auf Julius aufholen und saß ihm ab Runde zwei im Nacken. Das enge Duell der beiden entschied am Ende Erik für sich, da Julius aufgrund einer zu kurzen Übersetzung mit stumpfen Waffen kämpfte und auf den Geraden nicht genügend Topspeed aufbauen konnte. Schließlich gewann Edin das Rennen knapp vor Marius und Erik. Julius trennen vom Drittplatzierten nur knapp 0,3 Sekunden. Trotz der falschen Übersetzung wurde der Zeitenabstand zu den Führenden immer geringer. Es bestätigte sich damit die Ahnung, dass Julius mit einem trockenen Training am Samstag wesentlich wettbewerbsfähiger gewesen wäre.

Das Finalrennen über 17 Runden auf der 1.102 Meter langen Strecke sah, nach Änderungen an der Übersetzung und Lenkung, aus Sicht von Julius anfangs auch erheblich besser aus. Nach dem Start direkt auf Platz 3 vorgefahren, musste er vor dem Ende der ersten Runde Erik zwar passieren lassen, konnte allerdings weiterhin mit schnellen Zeiten auf ihn Druck aufbauen und einige Angriffe setzten. Im Allgemeinen waren die ersten Fünf bis zu den anstehenden Überrundungen noch eng zusammen. Diese und nur unzureichend geschwenkte Blaue Flaggen zerteilten den Zug der schnellsten Fahrer in kleinere Gruppen, für die es schwer war, dann wieder Anschluss an die vor ihnen liegenden und den Führenden Edin Topcic zu finden.

Julius, der Erik Radke problemlos folgen konnte, verlor so bei einem Überrundungsmanöver über zwei Sekunden und in Konsequenz den Anschluss an seinen Vordermann. Erik drehte daraufhin richtig auf, überholte den Zweitplatzierten Marius und gewann hinter Edin den Silberpokal. Für Julius reichte es trotz guter Leistung und Steigerung von Durchgang zu Durchgang nur zu einem für ihn enttäuschenden vierten Platz gefolgt von Philip Helmchen auf Rang fünf.

Beim dritten Lauf der Deutschen Kartchallenge am 24. Oktober in Rathenow erwartet die Fahrer damit ein spannendes Finale um die Meisterschaft. Julius als Meisterschaftsführender hat mit 76 Punkten nur 4 Punkte Vorsprung vor seinen Verfolgern Marius und Edin. Selbst Erik kann mit aktuell 62 und noch maximal 50 zu vergebenen Punkten noch Meister werden.

Doch bevor das Finale der Deutschen Kartchallenge in Rathenow ansteht, treffen sich die Kartsportler und Kartsportlerinnen am 17. Oktober in Oschersleben in der Magdeburger Börde, um dort das Finale des Nord- und Ostdeutschen ADAC-Kart-Cups auszutragen. Julius wird dort ebenfalls am Start sein und sich freuen, einige Zuschauer aus dem Landkreis Nordhausen dort begrüßen zu können.
Kai Rammelt
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