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Mi, 12:57 Uhr
07.11.2001

Spannende ZAN-Sitzung am Montag

Nordhausen/Mühlhausen (nnz). 19 mal trafen sich bislang die Räte des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN). Die 20. Sitzung am kommenden Montag wird mit Sicherheit eine der spannendsten.


Sie wird so viel Spannung in sich bergen, dass sich heute schon mal die Landräte der vier Nordthüringer Landkreise zur Vorbereitung der „Montagsschaffe“ treffen. An diesem 12. November soll die nun zweite Runde des Ausschreibungsverfahrens für die künftige Behandlung der Restabfälle im Norden des Freistaates eingeläutet werden. Dutzende Unternehmen aus Europa haben sich für eine Teilnahme an der Ausschreibung beworben, geht es doch nach nnz-Informationen um ein Dienstleistungsvolumen von rund 300 Millionen Mark, aufgeteilt auf 15 Jahre.

Am Montag nun sollen die Verbandsräte die Bewerber auswählen, die ihnen am kompetentesten für die Behandlung der Nordthüringer Restabfälle erscheinen. Diese werden aufgefordert, ihre Unterlagen abzugeben. Sie können sich Zeit lassen. Der Verband gewährt eine „angemessene Frist zur Erstellung des jeweiligen Angebotes“, wie es ZAN-Geschäftsführer Dieter Sachse gegenüber der nnz formulierte. Mit Formulierungen und Äußerungen tut sich die Geschäftsstelle in Mühlhausen, tun sich aber auch die Verbandsräte schwer. Wie nnz erfuhr, mussten im Vorfeld der Ausschreibung bis zu 20 Verschwiegenheitsverpflichtungen unterschrieben werden. Letztlich geht es hier nicht nur um richtig „Knete“, es soll auch eine ordnungsgemäße, ein juristisch nicht anfechtbarer Ablauf der Ausschreibung garantiert werden.

Im Landkreis Nordhausen hat man jedoch immer noch Bauchschmerzen mit der im August eingeleiteten Ausschreibung. Neben der mechanisch-biologischen und der thermischen Abfallbehandlung ist auch der Export des Restabfalls vorgesehen. Dagegen wollten die Nordhäuser ihr Veto einlegen, scheiterten aber an starken Front aus dem Eichsfeld und dem Unstrut-Hainich-Kreis. Wenn in Nordthüringen, aller Wahrscheinlichkeit nach bei Nentzelsrode, investiert wird, dann geht es um einen Auftrag von rund 50 Millionen Mark für die mechanisch-biologische Variante. Die thermische Behandlung ist noch ein wenig teurer. Nach nnz-Recherchen müsse die Nordthüringer Bürger in Form von Beiträgen und Gebühren da schon 80 bis 100 Millionen Mark „abdrücken“.

Die Vergabe des eigentlichen Auftrages soll im Frühjahr des kommenden Jahres erfolgen, im Juni des Jahres 2005 muß die Anlage stehen und unseren Müll verarbeiten. Oder er wird exportiert, bis zum 100.000 Tonnen pro Jahr sind möglich.
Autor: nnz

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