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Do, 08:49 Uhr
02.09.2021
Landes-FDP will es von der Regierung wissen:

Die Gretchenfrage zum Genderstern

Nachdem das sächsische Kultusministerium die Verwendung von Genderzeichen in seinen Schulen verboten hat, wollen die Thüringer Liberalen wissen, wie sich die Ramelow-Regierung dazu positioniert. Verfolgt sie eine Strategie und wenn ja, welche?

Inwieweit ist im Schulunterricht die Nutzung von Gendersternchen und vergleichbaren Sonderzeichen zulässig? Auskunft darüber verlangen Thomas L. Kemmerich, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag, sowie Robert-Martin Montag, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Beide haben eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet.

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Dazu erklärt Thomas L. Kemmerich: „Viele Menschen haben Sorge, durch das Gendern bevormundet zu werden. Die Gefahr ist groß, dass sich durch die Gendersprache weite Teile der Bevölkerung ausgegrenzt fühlen. Daher sollten die Menschen erfahren, woran sie bei der Landesregierung sind. Wir tun dem Ziel der Chancengleichheit der Geschlechter keinen Gefallen, wenn wir den Menschen eine Sprache von oben herab verordnen, mit der sie sich nicht wohlfühlen. An einer Gesellschaft, in der die Geschlechter gleichgestellt sind, müssen alle gemeinsam arbeiten. Abgrenzung durch Sprache läuft diesem Ziel zuwider. Wir möchten vielmehr die Ursachen von Benachteiligungen abbauen. Wir wollen veraltete Rollenmodelle überwinden, ohne diese durch eine aufgesetzte Ideologie zu ersetzen. Wir brauchen keine Wortungetüme, die keiner schreiben und lesen will.“

Anlass der Kleinen Anfrage ist eine Maßgabe des sächsischen Kultusministeriums. Es hat die Nutzung von Gendersternchen an Schulen untersagt. In einem Schreiben an die Schulleitungen heißt es laut Medienberichten: „Die Verwendung von Sonderzeichen wie Gender-Stern, Gender-Doppelpunkt, Gender-Unterstrich oder Doppelpunkt im Wortinneren erfüllt weder die Kriterien für eine gendergerechte Schreibung noch entspricht sie den aktuellen Festlegungen des amtlichen Regelwerks, welches die Grundlage für die deutsche Rechtschreibung bildet und somit auch für die Schulen gilt.“
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
02.09.2021, 10:20 Uhr
"Verwendung von Genderzeichen"
So sehe ich das auch,so etwas gehört nicht in den Schulunterricht Gendersternchen, Genderzeichen und anderes Gedöns. Dieser Mist gehört nicht mit zur Allgemeinbildung. Wo kämen wir den da hin wenn wir für alle nicht normalen Menschen irgendwelche Zeichen einführen.
Fönix
02.09.2021, 11:07 Uhr
Ich hätte nicht gedacht, dass
Kemmerich bei mir mal Pluspunkte sammeln kann. Aber jetzt hat er es geschafft, mal sehen, was sich daraus noch entwickelt...

Auf jeden Fall zeigt der ganze Genderquatsch, wo linksgrünbunt im Augenblick die Prioritäten setzt, als hätten wir nichts Besseres zu tun!

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die DUNKELGRÜNE Möchtegernkanzlerin schon mehrfach in den einschlägigen spätabendlichen Qasselrunden im ÖR zurückgerudert ist und darum fleht, "dieses Thema doch bitte nicht mehr so hoch zu hängen". Selbst sie scheint also gemerkt zu haben, dass in der breiten Masse der Bevölkerung mit diesem Unfug keine Punkte zu holen sind. Die Schwarmintelligenz ist zumindest in dieser Angelegenheit offensichtlich besser ausgeprägt, als die linksgrünbunten Parteizentralen und auch ihre Jünger hier in der nnz glauben ...
grobschmied56
02.09.2021, 11:13 Uhr
Einer der Taschenspielertricks...
...der Gendergaga - Fraktion besteht ja eben darin, das Vorhandensein normaler Menschen in Frage zu stellen. Dazu werden mit zahlreichen geistigen Klimmzügen und Verrenkungen 67 'Geschlechter' konstruiert oder abgestritten, daß es so etwas wie ein biologisches Geschlecht überhaupt gibt.
Der Vorwand ist die Herstellung von 'Gerechtigkeit'.
Als wenn sich durch Verhunzung der Sprache und Schaffung von merkwürdigen Konstrukten irgendwas gerechter machen ließe.
Wer eine geschlechter-gerechte Sprache will, ohne generisches Maskulinum und andere 'Zumutungen', der soll halt Türkisch lernen. Diese Sprache kommt völlig ohne grammatikalische Geschlechter aus und ist deshalb komplett neutral. Jeder, der sich die Gesellschaft in der Türkei anschaut, erkennt natürlich sofort, welch segensreiche Auswirkungen dies für die Frauen hat - und natürlich auch für die übrigen 66 Geschlechter.
diskobolos
02.09.2021, 11:40 Uhr
Kemmerich versucht Populismus...
So viel ich weiß, ist eine Verwendung von "Genderzeichen" in Thüringen bisher jedem freigestellt. Ich bin ja auch kein Freund davon und wende sie nicht an.
Trozdem ist es lustig, dass gerade die FDP für ein VERBOT eintritt (oder was will sie denn).
Dass es mit den biologischen Geschlechtern nicht so klar ist, wie man lange geglaubt hat, zeigt im Sport der Fall "Semenya" (Bitte googeln).
Beim Gendern geht es doch aber nicht darum, sondern um die sprachliche Ausgrenzung von Frauen. Die wird man sicherlich durch eine Änderung in der Sprache nicht verhindern, aber wahr ist auch: Die Realität verändert die Sprache und die Sprache ändert auch die Realität.
Manchem "alten weißen Mann" fällt es schwer Diskriminierung wahrzunehmen, da er davon nicht betroffen ist.
Trüffelschokolade
02.09.2021, 11:56 Uhr
Aufspringen
Dass Kemmerich hierauf aufspringt, genauso wie die CDU schon seit geraumer Zeit, ist nicht sonderlich überraschend.

Statt Inhalte zu bieten, werden Aufregerthemen produziert. Besonders ironisch wird es, wenn sich Unions-Politiker lautstark wegen vermeintlichem "Genderzwang" aufregen, dann aber im selben Moment Verbote (=Zwang) erlassen. Das ist Heuchelei ohnegleichen.

Allgemein ist das Thema gerade vor allem nichts anderes als bewusste Ablenkung und Erschöpfung. Die Leute, die es befürworten, machen es in der Regel einfach, ggf. gibt es mal ein paar Leitfäden. Aber sonst nichts groß. Leute, die es ablehnen, machen hingegen oft einen krassen Kulturkrieg draus. Allein die Zeit und die Energie, die da im Moment verschwendet werden um gegen nicht existierende Genderzwänge zu polemisieren, hätten schon fünfmal genutzt werden können um auf anderen Wegen Verbesserungen für Menschen zu erreichen. Das ist aber oftmals gar nicht gewollt - nicht umsonst steigen gerade die Leute gerne auf die Debatte ein, die ansonsten nie zu finden sind, wenn es darum geht Lebensbedingungen zu verbessern.

Zumal niemand ernsthaft erzählen kann, dass er die deutsche Sprache ehrt und liebt, wer Worte wie "Gendergaga" in die Welt setzt und benutzt. Das ist sofortige Disqualifizierung.
Real Human
02.09.2021, 12:30 Uhr
Des „alten weißen Hänschens“ Antwort:
Gendern betrachte ich als den unausgegorenen Versuch, gegen die von der Evolution versus Gott festgelegte Ungleichheit der Geschlechter anzustinken. Am Ende kommt es dabei nur zur Verhunzung der eigenen MUTTERsprache. Der Gleichberechtigung der Geschlechter wird damit eher ein „Bärendienst“ erwiesen. Die Feminist*Innen machen sich damit außerhalb ihrer Filterblase fast nur lächerlich.

Das Gendern einfach nur als „Gedöns“ oder gar „Mist“ zu bezeichnen, wirft aber andererseits ein schnapsiges Stammtisch-Licht auf manche „Echten Nordhäuser“. Kein Wunder, wenn so manches Nordhäuser Gretchen ihr Hänschen ein Hänschen sein lässt und sich erstmal in der großen weiten Welt nach Alternativen umschaut.

Die Evolution hat bei der „Erfindung“ der Geschlechter nicht an Gerechtigkeit „gedacht“. Und wer an den Gott von Moses und Abraham glaubt oder ihn sogar anbetet, dem/der sei an folgendes erinnert:

„Und zur Frau sprach er [Gott]: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.“

„Warum ist Gott keine Frau?“, habe ich bei einem Aufenthalt in einem katholischen Krankenhaus mal eine offensichtlich muslimische Praktikantin gefragt und ihr nahegelegt, das mal mit aller Vorsicht(!) mit ihrem Imam zu besprechen.

Bis die „Evolution 2.0“ vielleicht eine künstliche postbiologische Intelligenz hervorbringt, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Ich vermute, dieses „Leben 2.0“ ist dann auf eine sexuelle Reproduktion, bei der am Ende nur die Weibchen den mühseligen Teil beitragen, nicht mehr angewiesen. Sex-Simulationen (wie in „Real Humans“) sind damit ja nicht ausgeschlossen …

Demonstratives Gendern allein wird nur „nach Hinten“ losgehen. Bezeichnenderweise hat die AfD laut statista die wenigsten Frauen als Mitglieder. Was das wohl z.B. auch mit dem Reizthema „Gendern“ zu tun hat?, … sollten sich die politischen Antipoden der AfD (Die Grünen) mal fragen!

Vielleicht etwas schräger Humor:
Wenn deine Frau anfängt zu gendern, mut mann mit „Frauenfasten“ anfangen.

Aber gibt es aktuell nichts Gra-viren-deres?
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