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Mo, 10:29 Uhr
02.08.2021
Ein Blick in die Statistik

Deutlich mehr Verfahren zur Verbraucherinsolvenz

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis Juni 2021 über 1 196 Insolvenzverfahren. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik insgesamt 160 Anträge bzw. 15,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Großteil betraf Verbraucherů

70,0 Prozent aller Insolvenzverfahren im 1. Halbjahr 2021 betrafen Verbraucherinsolvenzen. In diesem Zeitraum wurden 837 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt. Das entspricht einem Zuwachs um 24,4 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020.

Dabei handelt es sich um einen Effekt aufgrund einer länger erwarteten Gesetzesänderung. Diese halbiert die Wohlverhaltensphase bis zur Restschuldbefreiung auf 3 Jahre. Der umgekehrte Effekt, also erhebliche Rückgänge bei den Verbraucherinsolvenzen, war im 2. Halbjahr des Vorjahres zu beobachten (-55,9 Prozent).

Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen aller beantragten Insolvenzverfahren bezifferten die Gerichte auf rund 184 Millionen Euro. 18,1 Prozent bzw. 33,3 Millionen Euro aller voraussichtlichen Gläubigerforderungen entstammten Verbraucherinsolvenzverfahren. Durchschnittlich waren das pro Verbraucherinsolvenzverfahren fast 40.000 Euro.
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