Mi, 10:50 Uhr
28.09.2005
Index auf höchstem Stand
Nordhausen (nnz). Der Verbraucherpreisindex für Thüringen ist im September 2005 gegenüber September 2004 um 2,8 Prozent gestiegen. Die Jahresteuerungsrate erreicht damit nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik den höchsten Stand seit Januar 2002. Die Ursachen und weitere Details mit einem einzigen Klick.
Hauptursache für den erneuten Preisanstieg sind die Rekord-Ölpreise. Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich gegenüber September 2004 um 21,8 Prozent. Dabei liegt die Preissteigerung für Heizöl mit 39,3 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Kraftstoffen mit 18,0 Prozent. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate in Thüringen bei 2,0 Prozent gelegen.
Aufgrund der engen Kopplung an die Ölpreise erreichten auch die Preise für Gas (+ 10,2 Prozent) und Fernwärme (+20,1 Prozent) Jahreshöchststände. In Verbindung mit höheren Preisen für Wasserversorgung (+ 3,0 Prozent) und Abwasserentsorgung (+ 8,5 Prozent) sowie den höheren Preisen für die Müllabfuhr (+ 4,2 Prozent) führte diese Entwicklung dazu, dass Wohnen sich binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent verteuert hat.
Überdurchschnittlich auch der Preisanstieg für saisonabhängige Nahrungsmittel (+ 7,9 Prozent) und saisonabhängige Waren (+ 15,8 Prozent). So stiegen die Preise für Obst gegenüber September 2004 um 3,8 Prozent und für Gemüse um 7,5 Prozent. Deutlich mehr musste für Gurken (+ 32,6 Prozent), Zwiebeln (+ 29,8 Prozent), Tomaten (+ 28,2 Prozent) und Salat (+ 23,5 Prozent) bezahlt werden. Die Preise für Obst fielen sehr unterschiedlich aus. Während Bananen (+ 29,6 Prozent), Weintrauben (+ 17,8 Prozent) und Zitronen (+ 8,6 Prozent) im Preis deutlich anzogen, gab es für Grapefruits (- 23,2 Prozent) und Orangen (- 8,1 Prozent) überdurchschnittliche Preisnachlässe. Insbesondere die höheren Preise für Obst und Gemüse sowie für Fisch und Fischwaren (+ 3,9 Prozent) ließen die Preise für Nahrungsmittel binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent in die Höhe schnellen.
Alkoholfreie Getränke verteuerten sich gegenüber September 2004 um 6,9 Prozent; überdurchschnittlich hier die Preisentwicklung für Bohnenkaffee (+ 28,6 Prozent) und für Mineralwasser (+ 7,3 Prozent). Die erneute Erhöhung der Tabaksteuer ließ die Preise der Tabakwaren gegenüber September 2004 um 17,5 Prozent und gegenüber August 2005 um 6,1 Prozent steigen.
Von Mitte August bis Mitte September 2005 stiegen die Verbraucherpreise in Thüringen um 0,4 Prozent auf einen Indexstand von 109,6 (Basis: Jahresdurchschnitt 2000 = 100).
Bestimmt wird diese Gesamtentwicklung durch die erneut gestiegenen Preise für Heizöl (+ 4,6 Prozent) und Kraftstoffe (+ 4,4 Prozent). Preisnachlässe gab es insbesondere für saisonabhängige Nahrungsmittel (- 1,3 Prozent). Während Obst im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent billiger wurde, blieben die Preise für Gemüse insgesamt nur geringfügig (- 0,1 Prozent) unter dem Vormonatsniveau. Preiswerter angeboten wurden Grapefruits (- 6,6 Prozent), Kiwis (- 6,4 Prozent), Apfelsinen (- 5,6 Prozent) und Weintrauben (- 5,0 Prozent), teuerer u.a. Zitronen (+ 5,8 Prozent) und Bananen (+ 4,0 Prozent).
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise u.a. für Salat (+ 25,0 Prozent), Gurken (+ 13,7 Prozent) und Tomaten (+ 12,0 Prozent). Billiger waren u.a. Blumenkohl (- 17,3 Prozent), Zwiebeln (- 10,7 Prozent), Lauch (- 6,6 Prozent) und Möhren (- 5,7 Prozent). Den höchsten Preisanstieg gab für 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' mit 3,4 Prozent. Da die alkoholischen Getränke um 0,9 Prozent billiger wurden, ist der Preisanstieg einzig auf die um 6,1 Prozent höheren Preise für Tabakwaren zurückzuführen.
Der zweithöchste Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat wurde für 'Bekleidung und Schuhe' mit 2,2 Prozent ermittelt, z.B. Damenjacke (+ 17,3 Prozent), Herrenmantel (+ 14,1 Prozent), Damenmantel (+ 13,5 Prozent), Kinderschlafanzug (+ 10,6 Prozent), Damenhosenanzug (+ 8,0 Prozent) und Damenbluse (+ 7,6 Prozent). Saisonbedingte Preisnachlässe gab es im Bereich 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistung' (- 2,3 Prozent) sowie im Bereich 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 1,7 Prozent).
Günstigere Preise für Beherbergungsdienstleistungen (- 11,9 Prozent) sowie für Pauschalreisen (- 8,2 Prozent) waren die Hauptursache für diese Entwicklung.
Autor: nnzHauptursache für den erneuten Preisanstieg sind die Rekord-Ölpreise. Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich gegenüber September 2004 um 21,8 Prozent. Dabei liegt die Preissteigerung für Heizöl mit 39,3 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Kraftstoffen mit 18,0 Prozent. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate in Thüringen bei 2,0 Prozent gelegen.
Aufgrund der engen Kopplung an die Ölpreise erreichten auch die Preise für Gas (+ 10,2 Prozent) und Fernwärme (+20,1 Prozent) Jahreshöchststände. In Verbindung mit höheren Preisen für Wasserversorgung (+ 3,0 Prozent) und Abwasserentsorgung (+ 8,5 Prozent) sowie den höheren Preisen für die Müllabfuhr (+ 4,2 Prozent) führte diese Entwicklung dazu, dass Wohnen sich binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent verteuert hat.
Überdurchschnittlich auch der Preisanstieg für saisonabhängige Nahrungsmittel (+ 7,9 Prozent) und saisonabhängige Waren (+ 15,8 Prozent). So stiegen die Preise für Obst gegenüber September 2004 um 3,8 Prozent und für Gemüse um 7,5 Prozent. Deutlich mehr musste für Gurken (+ 32,6 Prozent), Zwiebeln (+ 29,8 Prozent), Tomaten (+ 28,2 Prozent) und Salat (+ 23,5 Prozent) bezahlt werden. Die Preise für Obst fielen sehr unterschiedlich aus. Während Bananen (+ 29,6 Prozent), Weintrauben (+ 17,8 Prozent) und Zitronen (+ 8,6 Prozent) im Preis deutlich anzogen, gab es für Grapefruits (- 23,2 Prozent) und Orangen (- 8,1 Prozent) überdurchschnittliche Preisnachlässe. Insbesondere die höheren Preise für Obst und Gemüse sowie für Fisch und Fischwaren (+ 3,9 Prozent) ließen die Preise für Nahrungsmittel binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent in die Höhe schnellen.
Alkoholfreie Getränke verteuerten sich gegenüber September 2004 um 6,9 Prozent; überdurchschnittlich hier die Preisentwicklung für Bohnenkaffee (+ 28,6 Prozent) und für Mineralwasser (+ 7,3 Prozent). Die erneute Erhöhung der Tabaksteuer ließ die Preise der Tabakwaren gegenüber September 2004 um 17,5 Prozent und gegenüber August 2005 um 6,1 Prozent steigen.
Von Mitte August bis Mitte September 2005 stiegen die Verbraucherpreise in Thüringen um 0,4 Prozent auf einen Indexstand von 109,6 (Basis: Jahresdurchschnitt 2000 = 100).
Bestimmt wird diese Gesamtentwicklung durch die erneut gestiegenen Preise für Heizöl (+ 4,6 Prozent) und Kraftstoffe (+ 4,4 Prozent). Preisnachlässe gab es insbesondere für saisonabhängige Nahrungsmittel (- 1,3 Prozent). Während Obst im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent billiger wurde, blieben die Preise für Gemüse insgesamt nur geringfügig (- 0,1 Prozent) unter dem Vormonatsniveau. Preiswerter angeboten wurden Grapefruits (- 6,6 Prozent), Kiwis (- 6,4 Prozent), Apfelsinen (- 5,6 Prozent) und Weintrauben (- 5,0 Prozent), teuerer u.a. Zitronen (+ 5,8 Prozent) und Bananen (+ 4,0 Prozent).
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise u.a. für Salat (+ 25,0 Prozent), Gurken (+ 13,7 Prozent) und Tomaten (+ 12,0 Prozent). Billiger waren u.a. Blumenkohl (- 17,3 Prozent), Zwiebeln (- 10,7 Prozent), Lauch (- 6,6 Prozent) und Möhren (- 5,7 Prozent). Den höchsten Preisanstieg gab für 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' mit 3,4 Prozent. Da die alkoholischen Getränke um 0,9 Prozent billiger wurden, ist der Preisanstieg einzig auf die um 6,1 Prozent höheren Preise für Tabakwaren zurückzuführen.
Der zweithöchste Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat wurde für 'Bekleidung und Schuhe' mit 2,2 Prozent ermittelt, z.B. Damenjacke (+ 17,3 Prozent), Herrenmantel (+ 14,1 Prozent), Damenmantel (+ 13,5 Prozent), Kinderschlafanzug (+ 10,6 Prozent), Damenhosenanzug (+ 8,0 Prozent) und Damenbluse (+ 7,6 Prozent). Saisonbedingte Preisnachlässe gab es im Bereich 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistung' (- 2,3 Prozent) sowie im Bereich 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 1,7 Prozent).
Günstigere Preise für Beherbergungsdienstleistungen (- 11,9 Prozent) sowie für Pauschalreisen (- 8,2 Prozent) waren die Hauptursache für diese Entwicklung.


