nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Fr, 11:26 Uhr
16.07.2021
Neustadt

Sieben Stunden Kontrolle, ernüchternde Ergebnisse

Durch Neustadt rauschen dieser Tage viele Holztransporter. Der Schwerlastverkehr hat nun auch die Polizei auf den Plan gerufen und die musste bei fast allen Fahrzeugen "gravierdene Mängel" feststellen...

Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen) Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)


Großeinsatz der Autobahnpolizeistation Nord, des Inspektionsdienstes Nordhausen und des Bundesamtes für Güterverkehr am Donnerstag in Neustadt/Harz. Ziel der sorgfältig geplanten Verkehrskontrolle war die Überprüfung der Holztransporte nach deren Ladungssicherheit, Gesamtgewicht und Verkehrstüchtigkeit der Fahrer.

Vor Ort bauten die Kontrolleure eine elektronische Waage auf, um das Gesamtgewicht der Transporte beweissicher erheben zu können. Während der siebenstündigen Kontrolle stoppten die Polizisten sieben beladene Transporte mit deutscher Zulassung.

Anzeige MSO digital
Leider mussten die Kontrolleure bei fast allen Fahrzeugen gravierende Mängel an der Holzladung feststellen. Fünf Transporter waren überladen, bei einigen wurde die Ladungshöhe überschritten. Das schwerste Fahrzeug war um über 12 Tonnen überladen. Sechs Holztransporte durften erst ihre Fahrt fortsetzen, nachdem die Ladung noch an Ort und Stelle umgeladen worden war. Einem Fahrer untersagen die Polizisten die Weiterfahrt.

Während ein Fahrer zu schnell unterwegs war, hielten andere ihre gesetzlich vorgeschriebenen Pausen nicht ein. Die Fahrer und Verantwortlichen erwarten nun mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren, die hohe Geldbußen zur Folge haben können. Die Polizei wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Güterverkehr weitere derartige Kontrollen durchführen.
Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)
Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)
Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)
Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)
Großeinsatz in Neustadt - die Polizei kontrollierte sieben Stunden lang Holztransporte (Foto: Landespolizeiinspektion Nordhausen)
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

16.07.2021, 12.24 Uhr
Paulinchen | Ups - das ist ja ein schlimmes ....
...Ding, wie es den Fahrern der Holzlaster erging.
12 Tönnchen überladen, das macht doch nichts, das merkt doch fast keiner.
Der Krug geht aber so lange zum Brunnen, bis er bricht. Hoffentlich kommt der Einsatztrupp der Polizei öfter zu derartigen Einsätzen. Spannend wird es dann bei der geplanten Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h auf den Landstraßen. Dann müssen ja die PKW hinter den LKW bleiben, oder gilt für die eine andere Geschwindigkeit auf der Landstraße? Man kann ja nie wissen? Ich wäre ja für 60 km/h für die Brummis. "Nur ganz wenige LKW üben das mit der 60 schon". Meist sind es die Fahrschul LKW, hat das etwa einen Grund????? ;-)

6   |  2     Login für Vote
16.07.2021, 13.06 Uhr
Kritiker1 | @ Paulinchen
Für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t gilt außerhalb geschlossener Ortschaften eine Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h.

9   |  1     Login für Vote
16.07.2021, 13.32 Uhr
pitti7 | deutsche zulassung...
''Während der siebenstündigen Kontrolle stoppten die Polizisten sieben beladene Transporte mit deutscher Zulassung. ...''

und WO? bitteschön waren die auf allen anderen Straßen zu findenden 'bunten' kennzeichen abgeblieben? oder waren 'rein zufällig' wieder mal keine wissenden kollegen der BAG mit fremdsprachenkenntnissen verfügbar? alltäglich sind osteuropäische holztransporte auf der A38 unterwegs von denen ich lieber nicht das zulässige gesamtgewicht erfahren möchte,wer schätzen kann-hält besser Abstand

6   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 13.35 Uhr
upps! | ernüchternd?
Ich finde das Ergebniss nicht ernüchternd. Es wurde das bestätigt, was die Anwohner der Strecke in Harzungen, Neustadt, Buchholz und Stempeda seit Monaten versuchen der Politik zu erklären.
Ob sich nach dem "amtlichen" Ergebniss der Kontrolle was an der Rücksichtlosigkeit der Fahrer ändert?

Schön wäre es, glauben tue ich es erst wenn es passiert.

9   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 15.25 Uhr
icke58 | Holztransporte
Mit 12 Tonnen überladen garnicht auszudenken wenn da eine Halterung bricht unverantwortlich hier müssen richtige saftige Strafen her das kann es doch nicht sein. Wie hier mit der Straßensicherheit umgegangen wird...

4   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 15.57 Uhr
larsjc | @Paulinchen,volles Eigentor....
...und wenn man keine Ahnung hat, einfach mal d........ .
Außerorts 60km/h und Autobahn 80 km/h.
Die Frage ist ja wie soll der Fahrer im Wald seinen LKW wiegen?
Er lädt seinen LKW bis auf Höhe seiner Rungen und macht seine Ladungssicherung ,mal passt das Gewicht und mal nicht, wenn das Holz halt nass und frisch ist wiegt das mehr wie altes trockenes Holz. Machen sie mal so eine Messung bei einem Kies - LKW der bei Regen fährt ,dieser wiegt dann auch mal schnell ein paar Tonnen mehr.
Aber wenn es um das Thema LKW geht wird immer schön drauf gekloppt.
Die polnischen Kollegen hat man durchgewunken ,die verstehen ja nix deutsch.

4   |  8     Login für Vote
16.07.2021, 16.56 Uhr
Pe_rle | larsjc
Die Frage ist ja wie soll der Fahrer im Wald seinen LKW wiegen?
na larsjc die Fahrer fahren ihre Buden nicht erst seit gestern, und können schon einschätzen wieviel drauf ist, ob nass oder trocken
Aber es ist ja allgemein bekannt, das weniger als 30% der LKW-Fahrer sich an die Zulassung halten.
Bei solch gravierenden Verstößen , würde ich den Fahrer wenigstens 4 Wochen zu Fuß gehen lassen.
Und da reden wir noch nicht vom techn. Zustand der Holzlaster.
Es müßten viel mehr Kontrollen statt finden, nicht nur im Holzbereich, und nicht nur den Fahrer bestrafen , sondern auch den Unternehmer, denn der fordert ja.
Ich bin lange genug selbst gefahren und weiß wovon ich rede

7   |  2     Login für Vote
16.07.2021, 17.24 Uhr
Markus2021 | Hoffentlich
...nimmt das bald ein Ende!
Beim letzten Beitrag dazu wollte es "Kobold2" ja nicht glauben mit überladen usw.
Na mal sehen,was er nun zum Besten gibt :0)
Er weiß alles und andere sind doof.
Fakten zählen und hier quasi der Beweis,schön!
Das ist auch nicht mehr normal,tagtäglich...keine Geschwindigkeitseinhaltungen,überladen uvm.
Das noch immer in einem Luftkurort wohlgemerkt!
Dann schneiden die einfach die Kurven,obwohl die sehen dass man mit dem PKW kommt,interessiert keinen.
Strassen gehen kaputt,von frühs bis spät abends und teils sogar am Wochenende.
Viele kommen sogar von Ilfeld über Osterode nach Neustadt,das durch solch enge Kurven.
Langsam reicht es!
Und es muss niemand erzähln,es geht hier nur um krankes befallenes Holz (Borkenkäfer).
In Rottleberode bei Anteholz werden zig lange Waggon-Züge beladen.
Export/Verkauf=reine Geldmacherei,nix anderes.
Holzt nur den ganzen Harz ab,ohne Worte.
Und dann überall Beiträge hier fehlt es an Holz für das Handwerk (Dachdecker etc.).
Nur noch Kopf schütteln!
Aber gut,dass kontrolliert wurde und viele Thesen,Vermutungen bestätigt wurden (überladen etc.)!
Aber gewisse Kommentatoren,die sich als LKW-Fahrer persönlich angegriffen fühlen, wissen es sicher eh wieder besser ;0)
Ich glaube das was ich sehe und das reicht langsam!!!
In dem Sinne....

6   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 17.24 Uhr
Paulinchen | @larsjc....
... Dass mit dem Eigentor haben Sie ja gut hinbekommen. Warum wohl schreibe ich, dass die Fahrschul Lkws auf der Landstraße mit 60 km/h fahren? Obendrein hatte ich auch noch dieses Zeichen ;-) verwendet. Nur haben sie schon mal einen LKW mit Tempo 60 auf der Landstraße erlebt?
Wenn sie im Fach Physik in der Schule aufgepasst haben, dann können Sie sogar in etwa das Gewicht der Holzladung errechnen. Zum Beispiel über die Dichte des Holzes und die Maße der Holzstaemme. So zumindest macht es die Polizei, zu Beginn einer Kontrolle, wenn keine Waage vor Ort ist. Am Ende hilft dann die Fahrt zu einer Waage um es exakt nachzuweisen. Für mich war es auch mal Neuland, als ich von dieser Möglichkeit erfuhr, aber deshalb behaupte ich nicht, dass jemand ahnungslos ist. Wer sich aber so wie Sie aufregt, hat vielleicht keine Ahnung tatsächlich gehabt. Ein LKW Fahrer, der Holz transportiert, sollte es aber zumindest überschlagen können, ob er 12 Tonnen mehr als erlaubt geladen hat.

3   |  3     Login für Vote
16.07.2021, 18.32 Uhr
Markus2021 | 12 Tonnen
...was wiegt ein normaler PKW?
Sagen wir mal in guter Grösse 2 Tonnen.
Nun rechnet mal...sagen wir gut 6 mal PKW Gewicht überladen.
Wißt Ihr wieviel das ist?
Da muss auch keiner sagen durch Regen oä.
12 Tonnen zuviel,ohne Worte!
Sicherlich geht das Gewicht dadurch hoch.
Aber keiner macht da den Job seit 2 Tagen.
Da muss man halt weniger beladen.
Aber nein,Fahren,Laden im Akkord...Geld über Menschenleben.
Sorry,aber anders kann ich mir das nicht erklären.
Apropo überladen oder zu hoch belasen,vor Jahren wurde eine Radfahrerin von einem herunterfallenden Baumstamm erschlagen,tot.
Mehr muss und möchte ich dazu gar nicht sagen.
Sicher machen die Spediteure den Fahrern Druck uä.,ohne Frage.
Aber mal ehrlich,trotz allem ist am Ende der Fahrer verantwortlich für das was er tut.
Und die Verantwortung solche Gefahr,Mängel in Kauf zu nehmen (Überladung,Pausen nicht eingehalten-->Übermüdung,erhöhte Geschwindigkeit usw.).
Da finde ich muss man schon abgebrüht sein und da gibt es für mich keine Entschuldigungen.
Harter Job hin oder her.
Traurig ist,dass weiterhin alles in Kauf genommen wird,sei es von Anteholz oder Verantwortlichen die für solche Dinge zuständig sind.
Und überhöhte Geschwindigkeit...spätestens nach dem zweiten LKW wird vernünftig gefahren (30 km/h) und schon anders im Wald beladen.
Dank CB-Funk im LKW.
Nunja,Fakt ist,so geht das in Buchholz,Neustadt,Stempeda,teils Ilfeld und Osterode nicht weiter.
Nur muss man sich da mal zusammenschliessen in den Orten.
Nur gemeinsam ist man stark.

Ps: Ich habe nichts gegen LKW-Fahrer an sich,ohne Zweifel kein leichter Job.
Aber sie haben sich den Job ausgesucht,wissen was sie tun.Wie gewissenlos der Großteil bezüglich dieses Beitrags agiert sollte jedoch zu denken geben.Schliesslich werden auch andere Menschen gefährdet!
Hasst mich,mir egal.
Aber das geht nun schon so lange und der Beitrag,das Fazit der Kontrollen im Beitrag hier,ist für mich WIEDER erschreckend!
Vielleicht sollte man endlich mal an den gesunden Menschenverstand der Verantwortlichen apellieren.
Oder sieht man da wirklich nur das Geld?!
Und holt nicht Dinge hervor,die nichts mit dem Beitrag zu tun haben!

In dem Sinne....

5   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 19.00 Uhr
jayjay | 60km/h
Ich habe noch keinen LKW gesehen, der 60km/h auf der Landstraße gefahren ist. Um dieses zu überprüfen brauchte sich die Polizei nur die Tachoscheibe (heute meist elektronisch) anzusehen, dann würden die Strafgelder nur so in die bankrotte Staatskasse sprudeln. Warum bleibt die Kontrolle fast immer aus?

6   |  0     Login für Vote
16.07.2021, 19.24 Uhr
Kama99 | Reife Leistung
In 7 Stunden 7 Holzlaster kontrolliert. Wo waren die anderen ? Drei Stück pro Stunde kommen alleine am Holzplatz (Bahnhof Nsw) an.

4   |  0     Login für Vote
17.07.2021, 05.47 Uhr
larsjc | Sorry Paulinchen,
da bin ich voll in die Sarkasmus - Falle rein getappt und habe auch noch den Zwinker-Smiley übersehen.

Man stelle sich jetzt aber mal vor, alle LKW würden auf der Landstraße wirklich 60 km/h fahren.

2   |  1     Login für Vote
23.07.2021, 15.25 Uhr
Linnert | Die Bahn als Alternative?
Ich weiß, ich bin schon ziemlich alt.
Daher kann ich mich noch dran erinnern, dass früher (!) auch viel Holz aus dem Wald geholt wurde, und das ohne die massenhafte LKW-Flut.
Der "Trick" war eigentlich recht simpel: Die Harzquerbahn hatte damals (!) sogenannte Huckepack-Wagen. Auf denen wurden Waggons mit Normalspurweite gepackt und auf denen dann die Ladung. Hört sich kompliziert an, hat aber funktioniert.
Nun stelle ich mir vor, dass im Harz (z.B. an der Eisfelder Talmühle) ein Holzlager existiert und von dort aus ganze Züge mit Holz nach Nordhausen oder einem andren Umladeort fahren. Dort rollen die Waggons auf ihre Normalspur und können weltweit ohne einen LKW-Transport verschickt werden.
Aber wahrscheinlich stelle ich mir das wieder mal zu pragmatisch und einfach vor.
Wir brauchen bestimmt viel kompliziertere Lösungen, die durch teure Beraterfirmen an die Politik verkauft und dann nicht umgesetzt werden.
Hauptsache die "kleinen Leute" werden nicht entlastet und zahlen für den ganzen Schlamasel die Rechnung(en).

Im übrigen ist vor vielen Jahren, gerade in Neustadt, an exakt der Stelle wo nun kontrolliert wurde, eine Radfahrerin von einem vom "Laster gefallenen" Baum erschlagen worden!!!

So - und nun her mit schlauen Gegenargumenten.
Dagegen (oder quer) sein ist ja gerade Mode, aber eigene Ideen einbringen eher nicht.

3   |  1     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.