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Mo, 18:29 Uhr
12.07.2021
AfD-Fraktion fragt Stadt:

Weiterhin kein Publikumsverkehr im Rathaus?



Ende Juni wollte die AfD-Fraktion in einer Anfrage von der Stadtverwaltung wissen, wann deren Dienste wieder ohne vorherige Terminabstimmung von den Bürgern genutzt werden können. Die angeordnete Termin- oder Nachweispflicht besteht bekanntlich seit Wochen nicht mehr. Nun gab es Antwort…

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Seit dem 17. März 2020 sind die Verwaltungsgebäude der Stadt Nordhausen für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Möglichkeit der „Online-Termine“ wurde erst nach über einem Jahr Schließzeit im Juni 2021 geschaffen. Zuvor musste telefonisch ein Termine vereinbart werden.

Die Bürger können also die Dienste der Stadtverwaltung nur mit vorheriger Terminabstimmung nutzen. Dem gegenüber haben seit April 2021 einige städtische Einrichtungen, wie die Museen oder die Stadtbibliothek, wieder gänzlich für den Publikumsverkehr ohne Termin geöffnet. Aufgrund der niedrigen Infektionszahlen hält die AfD die faktische Schließung der Stadtverwaltung für nicht mehr vertretbar. In einer Anfrage wollte man daher konkret wissen: „Wann erfolgt planmäßig die vollständige Öffnung der Verwaltungsgebäude mit ihren Abteilungen für den Publikumsverkehr ohne Termin?“

Aus dem Rathaus heißt es nun:
„Auch während der vergangenen Lockdown-Phasen war die Stadtverwaltung immer für ihre Bürgerinnen und Bürger erreichbar und - nach vorheriger Terminabstimmung - zugänglich gewesen. Diese Zugangsbeschränkungen waren den behördlichen Auflagen in Thüringen während der Pandemie geschuldet.
Seit dem 28. Juni 2021 ist der direkte Zugang zum Neuen und Alten Rathaus wieder möglich. Für die Bereiche Bürgerservice und Standesamt erfolgt die vorherige Terminvereinbarung weiterhin über das Online-Terminvereinbarungssystem (…) Im Neuen Rathaus wurde ein Service-Schalter im Eingangsbereich eingerichtet. Hier können Anliegen direkt vorgebracht, Termine vereinbart und sich für den Bürgerservice/Standesamt angemeldet werden. In einem großzügigen Wartebereich kann auf den vereinbarten Termin gewartet werden. Auch im Alten Rathaus gibt es einen Service-Schalter, der diese Funktionen übernimmt.“

Die AfD bedauert, dass so essentielle Bereiche wie der Bürgerservice weiterhin nur durch vorherige Terminvereinbarung genutzt werden könne. Es ist zwar lobenswert, dass man die Pandemie zum Anlass nahm, endlich ein digitales Buchungssystem für Termine einzuführen. Doch aus einer temporären Einschränkung der Servicequalität nun eine dauerhafte zu machen, ist dem Bürger nicht mehr vermittelbar.

„Bürgernähe sieht anders aus. Vergessen wir doch nicht, dass die Inzidenz im Landkreis schon längere Zeit bei null liegt, es wirksame Behandlungsmethoden gibt, dass die Intensivbettensituation nie ernsthaft angespannt war und Bürger sich seit Monaten impfen lassen können. Das Virus darf keine Ausrede sein für Bequemlichkeit“, so der Fraktionsvorsitzende Jörg Prophet abschließend.
Autor: red


Kommentare

12.07.2021, 19.37 Uhr
Heiko ,2 | Bürgerservice
Der sogenannte Bürgerservice spiegelt sich in den Öffnungszeiten wieder. Die Leute die den sogenannte Bürgerservice finanzieren haben kaum die Möglichkeit hin zu kommen. Manchmal kommt es ein so vor das viele sogenannte Massnahmen extra kompliziert herausgearbeitet werden das möglich wenig kommen.

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12.07.2021, 22.37 Uhr
ndh-85 | Naja
Nicht jeder kann vom so positiv dargestellten Bürgerservice sprechen, wie es das Rathsus hier darstellt. Selbst miterlebt. Die ältere Generation hat da so ihre Probleme mit dem Online-Service zurecht zu kommen. Beim Besuch im Rathaus wurden wir von einer sehr unfreundlichen Mitarbeiterin in Empfang genommen, die uns gleich von der Seite belegte und uns darauf hinwies, uns am Termimal mit unserem zugesandten Code anzumelden. Aber nicht jeder kann mit dieser Technik umgehen. Zum Glück kam ein jüngerer Mann der freundlicherweise half. Ein weiteres älteres, schon sehr betagtes Ehepaar machte gleich nach der unfreundlichen Ansage der Mitarbeiterin (ohne Termin kommen Sie hier nicht rein) kehrt und verließ ganz betröppelt das Gebäude. Darauf hinzuweisen, dass eine Terminbuchung am Terminal möglich wäre oder die so nette Kollegin Vielleicht mal die 2sec Zeit genommen hätte um zu helfen, dass wäre vielleicht zu viel verlangt gewesen.
Vielleicht sollten sich manche Mitarbeitenden eine Scheibe von den netten Kolleginnen und Kollegen abschneiden, die für die Antragstellung und Aushändigung der Ausweise etc. zuständig sind.

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12.07.2021, 23.25 Uhr
Halssteckenbleib | Bürgerservice klingt ganz toll
Doch ich hatte dort immer das Gefühl als wäre ich eher lästig. Naja ist halt der moderne Bürgerservice. Mehr Schein als Sein. Wie fast alles heutzutage....

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13.07.2021, 07.02 Uhr
Kitty Kat | Nachgefragt
Wenn ich den Artikel richtig interpretiere müsste sich meine Mutter mit 81 für eine Terminvereinbarung extra zum sogenannten Service-Schalter bemühen, da sie online nicht kann. Darf man denn die Herrschaften im Bürgerservice für einen Termin old school noch anrufen oder beherrscht dieses Verfahren niemand mehr? Kann ja eigentlich nicht sein, dass die Bürger, die wegen hohen Alters kein Internet können, persönlich erscheinen müssen?

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13.07.2021, 08.10 Uhr
diddi72 | unkompliziert
Mal ganz abgesehen davon, dass diese Abschottung der Verwaltungen absolut unterirdisch ist, habe ich eine Idee:

Kitty Kat, warum unterstützen Sie Ihre Mutter nicht bei diesen Dingen? Sie können doch online. Ich erledige sowas generell für meine Eltern.

Online ist in vielen Belangen der unkompliziertere Weg. Dass diese Möglichkeit durch die Verwaltungen missbraucht wird steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Gruß
Diddi

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13.07.2021, 10.06 Uhr
Kitty Kat | Diddi das tue ich doch auch.
Es sollte ja auch mehr beispielhaft sein. Aber ich weiß von meiner Mutter wie ausgegrenzt sich diese Generation oftmals fühlt, wenn herkömmliche Möglichkeiten mehr und mehr verschwinden.

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16.07.2021, 08.23 Uhr
Kontrapost | Leistungsabfrage mit Blick auf den OB
Gehegestraße "überraschend" marode, Stadtfinanzen gesperrt, Paß und Meldewesen völlig unorganisiert... die Reihe der Fehlleistungen der Stadtspitze, könnte man beliebig fortsetzen.
Muss man als Einwohner der Stadt diese, offensichtliche Überforderung des Oberbürgermeisters wirklich noch 2 weitere Jahre, hinnehmen? Der OB verdient eine Masse Geld, hat nachweisbar die Wähler mit seinen Versprechen getäuscht und ist dieser Aufgabenicht im geringsten gewachsen. Noch zwei weitere Jahre mit ihm halte ich eigentlich, verantwortungslos.
Welche Möglichkeiten gibt es das, zu ändern?

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