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Di, 14:28 Uhr
11.05.2021
Bildungsminister Holter gibt Startschuss für 6,6 Millionen-Programm

Bildungsunterstützende Ferienkurse von Freien Trägern

In der heutigen Regierungsmedienkonferenz hat Bildungsminister Helmut Holter (DIE LINKE) die geplanten bildungsunterstützenden Ferienkurse in den Sommerferien der Öffentlichkeit vorgestellt. Danach sollen 6, 6 Millionen Euro in den Ferien ausgegeben werden...

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Ziel der Kurse, die sich im sprachlichen, sportlichen, aber auch musisch-künstlerischen oder weltanschaulichen Bereich bewegen können, ist es, die Schülerinnen und Schüler wieder an feste Tagesstrukturen heranzuführen, ihre Neugier zu wecken und sie zu bestärken, sich in neuen Themen und Formaten zu erproben. Zudem sollen die Angebote Freiraum für Bewegung und Kreativität, Begegnung und Gespräche schaffen. Das breite Themenspektrum der Ferienkurse ermöglicht projektorientierte und fächerübergreifende Angebote, die einen lernförderlichen Charakter haben. Die Kursangebote sind freiwillig und kostenfrei und sollen in der Regel jeweils fest über eine Woche lang angeboten werden. Sie können von Sportangeboten (z.B. Schwimmkursen) über musikalische Angebote, Themen der Medienbildung bis hin zu naturwissenschaftlich-technischen Kursen reichen.

Für die Anbahnung und Vermittlung von Kursangeboten, die sich an den zehn Bildungsbereichen des Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre orientieren, konnten bislang sechs Kooperationsverträge mit externen Partnern geschlossen werden, das sind:
der Volkshochschulverband, der Landessportbund, die Kindersprachbrücke Jena, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH, die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Thüringen und das Eine-Welt-Netzwerk Thüringen.

Sie unterstützen das Bildungsministerium bei der Werbung um Kursangebote, der Vermittlung von Interessierten, die Kurse geben möchten und schließen mit ihnen gegebenenfalls Vorverträge ab, um den Verwaltungsaufwand der Schulen auf ein Minimum zu reduzieren.

Um Lehrende und Lernende zueinander zu führen, wurde zudem die bereits aus dem letzten Jahr bekannte Matching-Plattform zum Einstellen von Angeboten und Gesuchen überarbeitet und freigeschaltet. Unter www.erste-reihe-thueringen.de/sommerferienkurse können somit ab sofort Kursangebote und Kursgesuche formuliert und eingestellt werden. Damit können Personengruppen mit oder ohne Kooperationspartner im Hintergrund für die Durchführung der Ferienkurse gewonnen werden. Das Angebot richtet sich an eine breite Personengruppe, von Studierenden über Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Fachkräfte von Trägern der Jugendarbeit, pädagogisches Personal von Einrichtungen der Erwachsenenbildung, ehemalige Lehrkräfte, ältere Schülerinnen und Schüler oder auch bisherige Kooperationspartnerinnen und -partner für den Ganztag und außerschulische Angebote, also etwa Trainerinnen und Trainer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter uvm. Auch Schullehrkräfte selbst können Angebote gestalten.

Die Finanzierung der Angebote erfolgt im Rahmen des Schulbudgets. Für die Finanzierung von außerunterrichtlichen Angeboten nach §10 Abs. 4 Thüringer Schulgesetz stehen für das laufende Schuljahr rund 6,6 Millionen Euro bereit, die aufgrund der bislang geltenden Betretensverbote für Externe in der Coronapandemie kaum genutzt werden konnten. Kursanbieterinnen und -anbieter können mit einem Honorar zwischen 20 und 70 Euro pro Stunde, abhängig von der persönlichen Qualifikation, rechnen.
Autor: red

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Kommentare
Kelly
30.05.2021, 22:43 Uhr
Ferienkurse?
Na klar, erst Schulverbot und anschließend
Ferienzwangsarbeit, damit der Bildungsplan
erfüllt wird.

Ich bitte darum, einmal zu recherchieren,
wieviele Fehlzeiten durch Schulschließungen
entstanden sind.
Die gehören ebenfalls auf dem Zeugnis
vermerkt.
Leiten Sie die Frage bitte weiter an Herrn
Holter, werte Redakteure.
Herr Taft
31.05.2021, 07:23 Uhr
Toll, dass das Bildungsministerium...
... diese Bildungsangebote unterstützt. Kinder, die tatsächlich etwas lernen wollen, haben so die Möglichkeit versäumte nachzuholen.

Wer im Homeschooling fleißig war, sollte eigentlich auch ohne diese Ferienkurse auskommen.

Entgegen anderer Auffassungen hier, handelt es sich um ein Angebot und nicht um Zwangsarbeit.
Kelly
31.05.2021, 09:35 Uhr
Wer im Homeschooling fleißig war ...
... hat trotzdem Bildungslücken.
Gerade deshalb werden ja die Bildungs-
angebote angepriesen.
Wieviele Unterrichtstage sind denn ausgefallen,
seit Beginn der pandemischen Festlegungen?
Als "Oberstudienrat" sollte man wissen,
daß ein Homeschooling nicht annähernd
den Anforderungen des Bildungsplanes
gerecht werden kann.
Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen
für das Lernen zu Hause.
Nicht jedes Elternhaus verfügt über einen
Pädagogen, der sich in Deutsch, Mathe,
Physik, Chemie, Physik, Geografie und
Geschichte gleichermaßen auskennt.
Einmal abgesehen von den unterschied-
lichsten technischen Voraussetzungen
und Möglichkeiten zur Nutzung des
Internets, ist der Schulunterricht nicht
durch Fleiß, Ausdauer und höchste
Konzentration in der heimischen Umgebung
zu ersetzen.
Der Lehrplan ist und bleibt seit dem Frühjahr
2020 nicht erfüllt! Selbst hochbegabte
Mädchen und Jungen haben Probleme
mit der fehlenden Verbindung zur Schule.
Herr Taft
31.05.2021, 10:30 Uhr
... Und genau für die
... Von Ihnen genannten Schüler gibt es ja die nun vom. Ministerium geförderten Kursangebote, liebe Kelly. Ist doch toll, oder?
Herr Taft
31.05.2021, 10:36 Uhr
Ergänzung :
Die Förderung bewirkt, dass es mehr Angebote für Ferienkurse geben wird als es sie ohnehin schon gibt. Möglicherweise werden sie günstiger oder sogar ganz kostenfrei.

Jeder Schüler, der Nachholbedarf hat, kann also die Angebote nutzen und so die lockdown-Defizite ausgleichen oder verringern. Wer will, der bekommt eben die Gelegenheit. Wer nicht will, hätte wahrscheinlich auch in der Schule keine Lust zum Lernen gehabt.
Kelly
31.05.2021, 12:45 Uhr
Tolle Angebote ...
... die für die Schüler der gegenwärtigen
Abschlußklassen 10 und 12 ja wohl gerade
noch rechtzeitig kommen, denn die
stehen trotz massenhaften Unterrichtsausfall
in der Prüfungsphase.

Wieviele Tage Unterrichtsausfall gab
es allein in diesem Schuljahr?
Wo steht das und wo wird das vermerkt?

Wie kann ein überregionaler Anbieter
wie z.B. die SCHÜLERHILFE,
Nachhilfeleistungen anbieten, obwohl
er noch immer geschlossen bleibt?

Warum wird ein Privatlehrer dagegen
nicht gefördert?

Betrachtet man also im Detail die
dargestellten Förderangebote genauer,
und will diese wahrnehmen, gerät
der willige Schüler bzw. das Elternhaus
sehr schnell an die Grenzen des wirklich
Machbaren.

Und jetzt, wenige Wochen vor dem
Schuljahresende, gibt es iPads,
mit denen auf wundersame digitale
Art und Weise die Bildungslücken
des Schuljahres 2020/2021 geschlossen
werden sollen.
Die iPads sind natürlich Leihgeräte, die zum
Schuljahresende zurückzugeben sind
und somit für Ferienkurse auch nicht
mehr zur Verfügung stehen.

Also im wahrsten Sinne des Wortes
tolle Angebote. Im Ergebnis ergibt sich,
das man angesichts nicht abgerufener
Mittel feststellt: ja, wir wollten doch, aber ...
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