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Do, 19:32 Uhr
08.09.2005

Auf die Bremse getreten

Nordhausen (nnz). Ein schneller Tritt auf die Bremse kann im Straßenverkehr das Leben retten. Doch das muß man üben. Nicht nur junge Fahrer werden von dem neuen Bremssimulator profitieren. Ein Minister ging heute damit auf „Testfahrt“.

Auf die Bremse getreten (Foto: nnz) Auf die Bremse getreten (Foto: nnz)

Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz nutzte beim heutigen Besuch bei der Kreisverkehrswacht die Chance mal so richtig auf die Bremse zu treten. Er war der erste Nutzer des neuen Bremssimulators, der aus Lottomitteln finanziert wurde und nicht nur der Nordhäuser Kreisverkehrswacht zu gute kommt. In ganz Thüringen soll die moderne Technik zum Einsatz kommen.

Eine gute Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr kann manchmal Leben retten. Mit dem neuen Bremssimulator können Autofahrer überprüfen, wie schnell sie vom Gas auf die Bremse wechseln können. Die Bremszeiten werden dabei sehr praxisnah ermittelt. Sie gegen einen Anhaltspunkt zur Selbsteinschätzung der Kraftfahrer, was neben der richtigen Einschätzung der Verkehrslage sehr wichtig ist.

Herzstück des Simulators ist ein mit dem Bildschirm und dem Cockpit verbundener Computer. Er mißt jeweils auf ein tausendstel Sekunde genau die Zeit, die zwischen der Gefahrenerkennung, dem Loslassen des Gaspedals und der Betätigung der Bremse vergeht. Der Computer ermittelt die Reaktionszeit und zeigt das Ergebnis auf dem Bildschirm an. Der Bremssimulator läßt sich dabei nicht täuschen. Wurde zu früh auf die Bremse getreten, erfolgt keine Messung. Verdeutlicht wird auch, wie sich der Anhalteweg bei erhöhter Geschwindigkeit verlängert. Es wird damit deutlich, wie entscheidend die Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen und die Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeit ist.

Zukünftig wird das hochmoderne Gerät vor allem auf den Veranstaltungen für junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren thüringenweit eingesetzt. Die jungen Leute sind nach wie vor überproportional am Unfallgeschehen beteiligt. Der neue Bremssimulator wird die Zielgruppe ansprechen, hofft Verkehrswacht Projektleiter Dieter Köhler, und für ein vernünftigeres Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren.
Autor: wf

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