Do, 19:21 Uhr
08.09.2005
Huldigung per Knopfdruck
Nordhausen (nnz). Kennen Sie die Straße der Einheit in Nordhausen? Dort, im Gewerbegebiet Darrweg, ist am Nachmittag eine 40-Millionen-Investition in Betrieb genommen worden. Und neben dem obligatorischen Druck auf den roten Knopf gab es jede Menge Huldigungen. Die nnz hörte aufmerksam zu.
Huldigung per Knopfdruck (Foto: nnz)
Die Macher der Klemme AG sind Schwaben, und die nehmen es nicht nur mit Geld, sondern auch mit der Zeit genau. Auch deshalb konnten sich die zahlreichen Gäste der heutigen Werk-IV-Eröffnung auf ein straffes Programm einlassen. Da war selbst Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) vorgeschrieben worden, wie lange er zu reden hatte. Gleiches galt für Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und für Landrat Joachim Claus (CDU). Zuvor aber huldigten die Klemme-Chefs Frank und Stefan Küntzle dem Namensgeber des Unternehmens, Helmut Klemme. Dankeshymne rauf und runter, ebenso der Biographie des Herrn.
Diesen Huldigungen schlossen sich Wirtschaftsminister und kommunale Politiker an. Wir sind dankbar für die Ansiedlung, so Rinke, Claus und Reinholz unisono. Dabei muß eigentlich so derb nicht gedankt werden. Ein Unternehmen – auch die Klemme AG – geht dorthin, wo es die besten Verwertungsbedingungen findet, einschließlich einer satten Investitionsförderung seitens des Landes Thüringen. Und wenn diese Bedingungen in Bad Sachsa, Gera oder Meiningen besser gewesen wären, dann wäre das Werk mit einem Tagesausstoß von einer Million Stück tiefgefrorener Backwaren eben dort entstanden.
An den vier Produktionslinien in Nordhausen werden rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, vorwiegend Frauen. Das bringt die Branche so mit sich. Die 100 haben einen Job und sind froh darüber. Sie haben Arbeit, bringen monatlich ihren Lohn oder ihr Gehalt zu ihren Familien. In Zeiten wie dieser ein unschätzbarer Zustand. Sie schaffen aber auch die Voraussetzung dafür, dass die ausgegebenen Millionen wieder zurück in die Kassen der Investoren fließen. Und so ist letztlich das Werk IV der Klemme AG kein Geschenk der Schwaben an Nordhausen, sondern ein ganz simples Rädchen im großen Wirtschaftskreislauf. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Autor: nnz
Huldigung per Knopfdruck (Foto: nnz)
Die Macher der Klemme AG sind Schwaben, und die nehmen es nicht nur mit Geld, sondern auch mit der Zeit genau. Auch deshalb konnten sich die zahlreichen Gäste der heutigen Werk-IV-Eröffnung auf ein straffes Programm einlassen. Da war selbst Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) vorgeschrieben worden, wie lange er zu reden hatte. Gleiches galt für Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und für Landrat Joachim Claus (CDU). Zuvor aber huldigten die Klemme-Chefs Frank und Stefan Küntzle dem Namensgeber des Unternehmens, Helmut Klemme. Dankeshymne rauf und runter, ebenso der Biographie des Herrn.
Diesen Huldigungen schlossen sich Wirtschaftsminister und kommunale Politiker an. Wir sind dankbar für die Ansiedlung, so Rinke, Claus und Reinholz unisono. Dabei muß eigentlich so derb nicht gedankt werden. Ein Unternehmen – auch die Klemme AG – geht dorthin, wo es die besten Verwertungsbedingungen findet, einschließlich einer satten Investitionsförderung seitens des Landes Thüringen. Und wenn diese Bedingungen in Bad Sachsa, Gera oder Meiningen besser gewesen wären, dann wäre das Werk mit einem Tagesausstoß von einer Million Stück tiefgefrorener Backwaren eben dort entstanden.
An den vier Produktionslinien in Nordhausen werden rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, vorwiegend Frauen. Das bringt die Branche so mit sich. Die 100 haben einen Job und sind froh darüber. Sie haben Arbeit, bringen monatlich ihren Lohn oder ihr Gehalt zu ihren Familien. In Zeiten wie dieser ein unschätzbarer Zustand. Sie schaffen aber auch die Voraussetzung dafür, dass die ausgegebenen Millionen wieder zurück in die Kassen der Investoren fließen. Und so ist letztlich das Werk IV der Klemme AG kein Geschenk der Schwaben an Nordhausen, sondern ein ganz simples Rädchen im großen Wirtschaftskreislauf. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.





