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Di, 10:12 Uhr
20.04.2021
Ein Blick in die Statistik

Holz- und Schadholzeinschlag auf Rekordniveau

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der Holzeinschlag stieg gegenüber dem vergangenen Jahr um rund 1,4 Millionen Kubikmeter bzw. 38 Prozent an...

Gleichzeitig war dies der höchste Holzeinschlag in Thüringen seit dem Jahr 2007 (Orkan Kyrill). Gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2014/2019 wurden 77 Prozent mehr Holz eingeschlagen. Dabei resultierten 85 Prozent des gesamten Holzeinschlages aus der Bergung von geschädigtem Holz (2019: 71 Prozent).

Der überwiegende Teil (87 Prozent) des im Jahr 2020 eingeschlagenen Holzes stammte aus Nadelholzbeständen. Insgesamt wurden rund 4,4 Millionen Kubikmeter der Holzarten Fichte, Tanne und Douglasie sowie 0,1 Millionen Kubikmeter Kiefer- bzw. Lärchenholz eingeschlagen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Einschlag von Nadelholz um mehr als die Hälfte (1,6 Millionen Kubikmeter bzw. 55 Prozent).

An Laubgehölzen wurden dagegen mit rund 0,6 Millionen Kubikmetern insgesamt 0,2 Millionen Kubikmeter bzw. 21 Prozent weniger als im Jahr 2019 eingeschlagen. Nach Holzartengruppen entfielen 95 Prozent des Laubholzeinschlages auf Buche und anderes Laubholz sowie 5 Prozent auf die Holzarten Eiche und Roteiche.

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der Anteil Thüringens am bundesweiten Holzeinschlag betrug 6 Prozent.

Der Schadholzeinschlag betrug im vergangenen Jahr insgesamt 4,3 Millionen Kubikmeter. Gegen- über dem Jahr 2019 waren das 1,7 Millionen Kubikmeter bzw. 66 Prozent mehr. Als Gründe hierfür werden die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 sowie der Befall mit Borkenkäfern (insbesondere bei Fichten) angegeben. Knapp zwei Drittel des gesamten Schadholzeinschlages entfiel auf die Schadensursache Insekten. Der überwiegende Teil (91 Prozent) des Schadholzes entfiel auf Nadelgehölze und 9 Prozent auf Laubhölzer.

Der Schadholzeinschlag in Deutschland betrug im vergangenen Jahr 60,1 Millionen Kubikmeter Holz. Der Anteil Thüringens belief sich dabei auf 7 Prozent.
Autor: red

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Kommentare

20.04.2021, 18.29 Uhr
Halssteckenbleib | Schadholz?
Heißt nicht alles Schadholz wenn sich mit Holz viel Geld verdienen lässt? Wenn ich das bei der ehemaligen Hühnerfarm auf den Schern sehe da wird mir übel. Muss ja sehr viel Schadholz gewesen sein. Hauptsache Profit. ... furchtbar

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20.04.2021, 22.19 Uhr
fso2020 | Holzeinschlag auf Rekordniveau,
Holzpreise ebenso!
Gleichzeitig sprechen alle Händler aber derzeit von massiven Engpässen und Lieferproblemen am Holzmarkt. Eigentlich müssten wir angesichts der immensen "Holzernte" aber doch einen deutlichen Angebotsüberschuss verzeichnen.
Wo also bitteschön ist denn das Holz, dass in bis dato nie dagewesenen Mengen aus unseren deutschen Wäldern geholt wird?
Es wäre sicher mal interessant, wenn sich ein Reporter von Berufs wegen dieses Themas annehmen würde.

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21.04.2021, 08.40 Uhr
Richie Tannenhäher | Das Holz ist in USA, China
Bevor hier wieder irgendwelche finsteren Mächte mit ins Spiel gebracht werden, würde ich es für's erste mit einfacher Marktwirtschaft versuchen.

Bei uns gibt es ein Überangebot an billigem Schadholz, die Sägewerke können gar nicht soviel sägen, wie sie Rohholz angeboten bekommen. Das Angebot ist hoch. Der Rohholzpreis ist deswegen im Keller.

Beim Verkauf bekommt der das Konstruktionsholz, der am meisten zahlt. Und das sind momentan USA bei den besseren Qualitäten und China bei den mittleren. Die Nachfrage dort ist sehr hoch. Der Konstruktionsholzpreis ist deshalb momentan hoch.

Also keine finstere Macht oder die Merkelregierung bestimmen den Holzpreis, sondern einfach nur Angebot und Nachfrage.

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