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Di, 09:10 Uhr
20.04.2021
Lohn-Plus und Wegezeit-Entschädigung gefordert

Volle Auftragsbücher am Bau

Die rund 3.900 Bau-Beschäftigten in Nordthüringen sollen mehr Geld bekommen: In der anstehenden Tarifrunde für die Branche fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU) ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent...

Außerdem soll ein Modell für die Entschädigung der sogenannten Wegezeit, also der langen, meist unbezahlten Fahrzeit zur Baustelle, weiterentwickelt werden. Die Ost-Löhne sollen den Einkommen im Westen angeglichen werden. „Der Boom der Bauwirtschaft hält trotz Pandemie an. Nun müssen die Beschäftigten an den steigenden Umsätzen beteiligt werden“, sagt Harald Buntfuß, der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordthüringen.

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Der Gewerkschafter verweist auf die hohe Zahl der Baugenehmigungen, die zu weiterhin vollen Auftragsbüchern bei den Unternehmen führten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde in den drei Nordthüringer Kreisen Kyffhäuser, Unstrut-Hainich und Nordhausen im vergangenen Jahr der Bau von 427 Wohnungen genehmigt. Dabei investierten Bauherren rund 86 Millionen Euro.
„Während viele Branchen stark von den Lockdowns und Kontaktbeschränkungen betroffen sind, laufen die Arbeiten am Bau auf Hochtouren weiter“, sagt IG BAU-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt. Statt Homeoffice und Kurzarbeit seien für viele Maurer, Zimmerleute und Straßenbauer Überstunden und Wochenendarbeit an der Tagesordnung. Dafür hätten sie eine faire Anerkennung verdient. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes stieg der Umsatz in der Branche im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind gut: Die Konjunkturprognose für das Bauhauptgewerbe kletterte laut ifo-Institut im März mit einem Plus von 2,3 Prozent auf den höchsten Wert seit Beginn der Corona-Pandemie.

„Neben einer Lohnerhöhung erwarten die Beschäftigten eine Entschädigung für die viele Zeit, die sie für den Betrieb zu ihren Baustellen unterwegs sind“, so Burckhardt. Eine Weiterentwicklung der Wegezeitenentschädigung sei überfällig. Nach einer Studie des Pestel-Instituts legen Bauarbeiter in Deutschland im Schnitt 64 Kilometer für die einfache Strecke zur Arbeit zurück. Jeder Vierte ist mehr als eine Stunde zum Einsatzort unterwegs – plus Rückfahrt. Zum Vergleich: Unter allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern außerhalb des Bauhauptgewerbes betrifft das nur fünf Prozent.
Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern beginnen am 11. Mai in Berlin.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20220103
20.04.2021, 19:32 Uhr
Ja, ja die Gewerkschaft
Man verlangt ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent,, wenn man Glück hat bekommen die Arbeitnehmer am Ende 2,5 Prozent. Rechnet die galoppierende Inflation ab, zahlt der Arbeitnehmer drauf und der Arbeitgeber lacht sich eins in Fäustchen, mit so einer Papiertieger-Gewerkschaft verhandeln zu können. Man denkt immer mehr, dass die Hohen Damen und Herren auch nur an Ihren Posten interessiert sind. Denn sie bekommen einen schönen Patzen Geld und die Mitglieder sind am Ende die Dummen. Da darf man sich nicht wundern das die Mitglieder austreten oder keiner mehr in die Gewerkschaften eintreten will. Die Gewerkschaften befinden sich schon seit Jahren auf den Abbrechenden Ast, wen wunders bei der Führung der sich DGB nehnt.
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