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Mo, 11:00 Uhr
19.04.2021
Nach Vandalismus-Welle von Parkallee bis Park Hohenrode:

„Dann soll die Verwaltung sagen, dass sie kapituliert hat“

Beschmierte Lichtmasten und Mauern im gesamten Stadtgebiet, zerstörte Bäume im Park Hohenrode, verunstaltete Altstadtmauer, demolierte Sitzbänke und vieles mehr: Angesichts der aktuellen Vandalismuswelle zeigt sich die Nordhäuser AfD verärgert über die Passivität im Rathaus…

Bilder von der Stadtmauer: Zerstörung, Beschmierung. Durch die gesamte Stadt ziehen sich beschmierte öffentliche Anlagen. (Foto: AfD NDH) Bilder von der Stadtmauer: Zerstörung, Beschmierung. Durch die gesamte Stadt ziehen sich beschmierte öffentliche Anlagen. (Foto: AfD NDH)


„Seit Juni 2019 haben wir die Stadtverwaltung mehrmals um eine Veranstaltung gebeten, bei der sich Polizei, Ordnungsamt, die Träger der Jugendarbeit, die Stadtführung und die Stadträte zum Thema besprechen und Lösungswege entwickeln, um den schon damals um sich greifenden Vandalismus einzudämmen. Es ist seit zwei Jahren nichts geschehen. Außer, dass man mit öffentlichem Beklagen und Veröffentlichung der Schäden den Tätern noch eine Plattform geboten hat“, ärgert sich der Nordhäuser AfD-Fraktionschef Jörg Prophet. „Jetzt erlebt Nordhausen gerade wieder eine neue Welle der Zerstörungswut. Der Niedergang der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist nun offensichtlich. Die Situation ist inakzeptabel, das Stadtbild ist empörend. So kann es nicht bleiben.“

Zeitgleich würden Hunderttausende Euro aus den klammen Stadtkassen für „Straßenarbeiter“ und linke Jugendprojekte durchgewinkt, werden Graffiti-Sprühobjekte ohne Schöpfungshöhe zu Kunst erhoben und beklatscht, ist kein Strom- oder Digitalkasten mehr vor FSV-Schmierereien sicher. Täter sollten öffentliche Arbeitsstunden leisten und so zur Vernunft gebracht werden, meint die Nordhäuser AfD.

„Ich erwarte von der Rathausleitung, dass sie offen eingesteht, dass sie an diesem Thema nicht interessiert ist, sich nicht zuständig fühlt bzw. die Kontrolle verloren hat. Sollte dieses Eingeständnis erfolgt sein, sehen wir den Landkreis in der Pflicht. Dieser unterhält inzwischen einen eigenen Ordnungsdienst, der auch im Stadtgebiet zur Corona-Verfolgung unterwegs ist. „Die Mitarbeiter sind bis in die Nachtstunden unterwegs und müssten dann diese Aufgabe mit übernehmen.“

Seit Jahren trete die AfD für ein aktives Agieren von Jugendamt, Sozialamt, städtischem Ordnungsamt, den freien Trägern der Jugendarbeit und natürlich der Polizei ein. „Das Echo war gleich null. Wir hatten uns auch eine stärkere Rolle für die Außedienstmitarbeiter im städtischen Ordnungsamt gewünscht, eine Qualifizierung ihrer wichtigen Tätigkeit hin zu Sicherheitspartnern für die Bürger und Jugendlichen – nichts ist passiert. Selbst die Pandemiebeschränkungen mit ihren verheerenden Auswirkungen auf das soziale Miteinander, auf das Leben der Kinder und Jugendlichen, haben zu keinerlei Sensibilisierung der Lokalpolitik geführt.“
Bilder von der Stadtmauer: Zerstörung, Beschmierung. Durch die gesamte Stadt ziehen sich beschmierte öffentliche Anlagen. (Foto: AfD NDH)
Bilder von der Stadtmauer: Zerstörung, Beschmierung. Durch die gesamte Stadt ziehen sich beschmierte öffentliche Anlagen. (Foto: AfD NDH)
Autor: red


Kommentare

19.04.2021, 13.08 Uhr
Kontrapost | Schade um Nordhausen....
Es ist traurig, wie unsere Stadt jeden Tag weiter verkommt. Keiner kümmert sich... Was will man Bekannten oder Touristen hier noch zeigen? So kann es nicht weitergehen. Die Straßen sind inzwischen auch schlimmer als zu DDR Zeiten.

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19.04.2021, 13.54 Uhr
Wie Bitte | Was soll denn die Stadtverwaltung dazu sagen...
...Jugendarbeit ist in Nordhausen doch so unwichtig, dass das Nordhäuser Jugendamt seit anderthalb Jahren nicht mal eine Leitung besitzt.
Als die Partei "Die Linke" darauf vor einiger Zeit hinwies, höhnte es allerdings unter anderem auch von der AfD "Ach, da soll wohl mal wieder ein Pöstchen geschaffen werden?!"

Insofern: inhaltlich richtige Anfrage, die Umstände haben aber schon wieder ein Geschmäckle.

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19.04.2021, 14.22 Uhr
nur_mal_so | Ja, aber wenn auf den Vandalismus hingewiesen wird,
und gleichzeitig die Frage gestellt werden WÜRDE, "warum hat das Jugendamt nicht mal eine Leitung, liebe Stadt Nordhausen?", dann würde man ja erstens dieselbe Frage stellen wie die Linke (und das geht nun mal nicht), und zweitens könnte man dann auch die Frage stellen: "Naja, aber, liebe AfD, ihr sitzt doch jetzt selbst mit in allen Gremien, warum habt ihr diese Frage nicht schon vor den Linken gestellt?" :o)

Fakt ist natürlich, parteipolitisch völlig unabhängig, dass es so mit dem Vandalismus tatsächlich nicht weiter geht. Um den Park Hohenrode zum Beispiel blutet mir das Herz. Vielleicht könnten ja tatsächlich mehr Ordnungsgänge um die Hot-Spots gemacht werden, wenn Polizei und Ordnungsamt nicht samstags Überstunden beim Mit-Spazieren anhäufen müssten?

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19.04.2021, 15.08 Uhr
Gelassenheit | So kanns aber in NDH nicht weitergehen
Das Stadtbild ist eine Schande. 1. Säubern, 2. Vorbeugung, 3. Findung und Bestrafung der Täter, 4. Ursachen erörtern.

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19.04.2021, 18.29 Uhr
Paulinchen | Das Ordnungsamt ist offenbar...
... ein Sanierungfall im Rathaus. Das sollte aber nicht beleidigend sein, sondern nur ein Denkanstoß. Kann es sein, dass die derzeitige Anzahl von Mitarbeitern in der Behörde zu wenig sind und deshalb die Verfügbarkeit in den späten Abend - und Nachtschichten nicht gegeben ist? Denn nicht alle Schadensstellen in der Stadt sind mit dem Auto erreichbar.
Es hilft auch nicht, dass ab 17 Uhr, das Telefon auf die Feuerwehr umgeschaltet wird. Wie wäre es denn, wenn im Tierheim am Holungsbuegel drei Hunde mit polizeiliche Ausbildung gehalten würden, die ab 21.30 Uhr gemeinsam mit dem dafür qualifizierten Personal des Ordnungsamtes ihren Dienst aufnehmen und sich in die Schwerpunktbereiche begeben. Vielleicht ginge es ja auch im Wechsel mit der Polizei. Wenn die Idioten plötzlich eine Präsenz der Ordnungshüter feststellen, könnte es doch durchaus sein, dass sie ihren bescheuerten Vandalismus unterlassen. Allerdings ist es aber auch wichtig, dass die auf frischer Tat Ertappten auch mit drastischen Strafen bedacht werden. Es kann nicht sein, dass unsere Stadt zusehends verkommt.

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