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Mi, 08:05 Uhr
07.09.2005

Aufklärung mit Koffer

Nordhausen (nnz). In Deutschland sind 8,1 Prozent aller Privathaushalte überschuldet, das sind 3,13 Millionen Haushalte und jedes Jahr kommen weitere hinzu. Diese Entwicklung ist auch in unserem Landkreis deutlich zu spüren. Wie, das erfahren Sie in Ihrer nnz.


Immer mehr Menschen geraten in die Schuldenfalle. Im vergangenen Jahr suchten 439 Klienten in unserer Beratungsstelle Rat und Unterstützung. Zum 31.08.05 wurden diese Zahl bereits mit 450 Beratungsfällen überschritten. Ganz besonders junge Menschen stehen in der heutigen Zeit in einem extremen Spannungsfeld zwischen aggressiver Werbung, Konsumwünschen und den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten. Ein altersgerechter Umgang mit Geld wird Kindern und Jugendlichen nach unseren Erfahrungen zu selten vermittelt.

Aus diesem Grund sind Aufklärung und die Weitergabe von entsprechenden Informationen zunehmend von großer Bedeutung. Durch frühzeitige Information zu finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen und Aufzeigen von Schuldenfallen kann einer Überschuldung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorgebeugt werden.

„Wir rufen aus diesem Grund Schulen, Jugendclubs u. a. Verantwortliche im Landkreis Nordhausen auf, etwas gegen diese Entwicklung zu tun und die Präventionstätigkeit zur Vermeidung von Überschuldung zu unterstützen. Mit Hilfe unserer Fachberatungsstelle in Jena, deren Träger die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen ist, wurde zu diesem Zweck ein „Schuldenpräventionskoffer“ entwickelt“, so Monika Röthling von der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Der Koffer beinhaltet u.a. Foliensätze, Arbeitshefte, Projektvorschläge, Bücher und ein Würfelspiel, die den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld „trainieren“ helfen. Mit den Materialien des Koffers, die bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vom Grundschul- bis ins Erwachsenenalter einsetzbar sind, kann man entsprechende Unterrichtsveranstaltungen vorbereiten und durchführen, Projekttage initiieren oder auch Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Schuldenprävention gestalten.

Durch den Einsatz entsprechender Arbeitsmaterialien zur Schuldenprävention kann der verantwortungsbewusste Umgang mit Geld bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefördert, das Konsumverhalten kritisch hinterfragt und über Risiken bestimmter Finanzierungsformen aufgeklärt werden. Dieser Präventionskoffer kann über die Awo-Schuldnerberatungsstelle nach Terminabsprache kostenfrei ausgeliehen werden. Als Ansprechpartnerin ist Monika Röthling telefonisch unter 03631-623935 oder 036338-30024 zu erreichen. Interessierte Schulen haben weiterhin die Möglichkeit, dieses Material beim Schulamt Worbis auszuleihen.
Autor: nnz

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