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Mi, 10:57 Uhr
17.02.2021
Zur Schneematschlage in Nordhausen

Winter adé: Räumdienste fort?!

Mit den auch nach anderthalb Wochen teilweise abenteuerlichen Straßenverhältnissen in der Kreisstadt beschäftigt sich heute Anton Adlerauge in seinen heutigen Betrachtungen...

Die ausgefallenste Art des Winterdienstes ist die Absperrung  (Foto: nnz) Die ausgefallenste Art des Winterdienstes ist die Absperrung (Foto: nnz)


Mehr und mehr schwanden Schnee und Eis in den letzten Tagen durch fleißiger Hände und Technik Arbeit von den Straßen. Ein großes Dankeschön an alle Menschen, die in den letzten Tagen im Winterdienst im Einsatz waren! Löblich taten sich die Räumer hervor, die über den Tellerrand hinaus dachten und ihre Schneeberge nicht unbedingt vor Haustüren oder Fußwegquerungen schoben.

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Nach und nach holten besonders private Hausbesitzer und –bewohner auf, um Gehwege beGEHbar zu machen. Oder sie ließen machen. Städtische und genossenschaftliche Hauseigner hingegen schwächelten hier und da gewaltig. So konnte man am Sonntag die westliche Rautenstraße auf blankgeräumten Gehwegplatten beschreiten, auf der anderen Straßenseite blieb es glatt und eisig. Ein Seitenwechsel war zwischen Buchhaus Rose und dem Nordbrand-Kreisel nicht möglich, weil man schlichtweg fußläufige Querungen vergessen hatte. Welche 80-Jährige springt schon zweimal über einen halbmeterhohen Schneewall, um über das Gleisbett auf die beräumte Straßenseite zu gelangen? Nicht mal am „Carpe diem“ ist eine Fahrbahnquerung möglich. Und über die seit der jüngsten Gleissanierung einfach „wegsanierte“ Fußquerung in Höhe des Raumausstatters spricht schon niemand mehr.

Doch nun wird´s wärmer und das große Tauen hat begonnen. „Wie schön“, jubeln nun die Kraftfahrer auf den Hauptstraßen. Sie haben es auch verdient, jetzt auf sicherem Asphalt von A nach B zu kommen. Doch diejenigen, die bei C starten – wie beispielsweise in der Conrad-Fromann-Straße – haben schlechte Karten. Immer noch versinken viele Nebenstraßen in Schnee-, Eis- und Schneematschbergen. Bürgersteige verwandeln sich in glatte Eisspiegel (Jacob-Plauth-Straße, Auf dem Sand, Sangerhäuser Straße, Hallesche Straße und, und, und).

Frage: Wo sind die Räumer jetzt? Bedeuten steigende Temperaturen und ausbleibender Flockentanz automatisch das AUS jeglicher Beräumung? Jetzt müsste doch Stufe zwei des Schneebefreiungsplanes greifen, der Nebenstraßen frei- und Gehwege passierbar macht.
Übrigens ein Meisterwerk des Winterdienstes ist in der Bahnhofstraße neben der Commerzbank zu bewundern. Hier plätscherte der Regen schon ungehindert vor dem großen Frost aus einer defekten Dachrinne vor die Türen einer eingemieteten Krankenkasse.

Mit sinkenden Temperaturen verwandelte sich das Rinnsal auf dem Fußweg in einen Eisspiegel entlang der gesamten Hausfront, der Zugang zur Geschäftsstelle war mehr als abenteuerlich. Doch nun ist Abhilfe geschaffen! Ein rot-weißes Sperrband erledigt neuerdings den Winterdienst an dieser Stelle, bis sich das Eis hoffentlich bald von selbst erledigt hat. So lange können sich die Passanten durch den hohen Schneewall gefälligst selbst ihren Weg bahnen. Und was machen die 80-Jährigen? Oder Passanten mit einem Kinderwagen … oder mit einem Rollstuhl …? - So viele Fragen. Vielleicht finden sich ja bis zum nächsten Wintereinbruch Antworten und Lösungen.
Anton Adlerauge
Autor: red

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Kommentare
sprite1977
17.02.2021, 20:12 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
Leni3112
17.02.2021, 20:30 Uhr
Erst überlegen und dann schreiben
Das Absperrband diente lediglich zur Sicherung von Passanten wegen entstandener Eiszapfen an der Dachrinne.
Wenn Anton Adlerauge schon alles besser wissen möchte, sollte er sich auch mal die Region rund um die Promenade anschauen, denn da ist fast alles eine einzige Eisfläche und nix passiert.
In meiner Wohngegend haben zu 100% die Anwohner die Fußwege sowie die Zufahrten zu Parkplätzen bzw. Garagen frei geräumt, von dem hier zuständigen Hausmeisterdienst war nichts zu sehen bzw zu hören.
Dumme Artikel und sinnlose Kommentare gibt es bei Facebook und Co schon genug, bevor man ein sinnlosen Artikel für die NNZ schreibt, sollte man lieber selbst mal Hand anlegen.
sprite1977
17.02.2021, 20:44 Uhr
Anton hat keine Ahnung
Anton hätte sich vorher einmal Infos über die Sperrung einholen sollen. Denn dann hätte er mitbekommen das direkt unter dem Dach sich bewohnte Zimmer befinden welche beheizt werden,sich das getaute Wasser an der Dachrinne gesammelt hatte und wieder gefroren war.
Der Geweheg um den Strommasten war geräumt (selbst gesehen) wurde aber durch den städtischen Räumdienst wieder zu geschoben.
Im nächsten Winter wird dann sicher Herr Anton den Bewohnern Wohnraum zur Verfügung stellen damit dort nicht mehr geheizt werden muss.
P.s. Die Dachrinne oder so etwas ist dort nicht defekt

Leider stehen auch vielen kleinen Unternehmen kein Bagger usw zur Verfügung wie es die Stadt selbst besitzt.
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