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Mi, 16:37 Uhr
17.08.2005

Das wird teuer!

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte am Wochenende bereits über Verwüstungen im Bereich der Nordhäuser Morgenröte berichtet. Jetzt legt die Nordhäuser Stadtverwaltung eine aktuelle Schadensbilanz vor.

Das wird teuer! (Foto: nnz) Das wird teuer! (Foto: nnz)

Stadtgärtnerin Heike Münch war zu Wochenbeginn wieder einmal baff, als sie in der Morgenröte und am Taschenberg sehen musste, was Randalierer in der Nacht vom Samstag zum Sonntag angerichtet hatten: Sämtliche 25 Blumenkörbe auf dem Gehweg waren samt Bewuchs zerstört, zertrampelt und ausgeschüttet worden, teilweise hatten sich die Täter noch den „Spaß“ gemacht, die Körbe auf die Dächer der parkenden Autos zu stellen.

„Diesmal war´s besonders schlimm, aber eigentlich haben wir praktisch jede Woche zerstörte Anlagen“, so Frau Münch. Den Schaden pro Korb beziffert sie auf rund 50 Euro – doch schwer wiege auch der ideelle Wert: „Schließlich steckt da auch ne Menge Pflegearbeit drin, und die Körbe sahen auch einfach schön aus. Jetzt ist alles hin.“

Wie auch im jüngsten Fall setzt die Stadtverwaltung stets die Polizei von den Taten in Kenntnis - 45 Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung hat die Stadtverwaltung allein im letzten Jahr gestellt. „In immerhin 18 Fällen konnten die Täter ermittelt werden“, so Bürgermeister Matthias Jendricke. „Zusätzlich zur strafrechtlichen Verurteilung – meist zu Sozialstunden – stellen wir den Tätern auf zivilrechtlichem Weg die Kosten der Schadensbeseitigung in Rechnung. In einigen Fällen mussten wir diesen Ersatzanspruch im Klageverfahren durchsetzen.“ Allein beim jüngsten Vorkommnis seien allein durch den notwendigen Reinigungseinsatz der Berufsfeuerwehr erhebliche Kosten entstanden, „weil noch in der Nacht 5 Feuerwehrmänner die Straße frei und anschließend mit Hilfe des Tanklöschfahrzeuges sauber gemacht werden musste.“

Auf den Anspruch verzichte man in keinem Fall: „Ist allerdings einer der Täter finanziell überfordert, lassen wir auch eine Ratenzahlung zu. Und ist gar kein Einkommen vorhanden, kann der Betrag in Arbeitsstunden abgeleistet werden“, sagte der Bürgermeister weiter. So hätte zum Beispiel der Verursacher von Schäden an den Altstadt-Blumenampeln insgesamt 30 Arbeitsstunden beim städtischen Gartenamt abgeleistet. „Dort musste er dann Grünanlagen pflegen.“

Die Mehrheit zahle aber – wie zum Beispiel die Graffiti-Sprayer von der neuen Turnhalle auf dem Petersberg, die Randalierer von der Promenade oder vom Toilettenhäuschen hinterm Rathaus. „Auch beim jüngsten Fall an der Morgenröte sind wir optimistisch, dass wir den Schaden ersetzt bekommen: Die Namen der Täter sind der Polizei bekannt“, so der Bürgermeister.
Autor: nnz

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