Mi, 15:43 Uhr
17.08.2005
nnz-Jukebox: Die sieben Leben
Nordhausen (nnz). Katzen haben sieben Leben. Und in dieser Rubrik geht es um Musik. Ob es nun also um Katzenmusik geht, erfahren Sie mit einem musikalischen Klick.
Die Sieben Leben
Die Sieben Leben – live
(Löwenzahn Records)
Gemeinhin sagen wir den Katzen nach, dass sie mit sieben Leben gesegnet seien. Mitunter gilt das auch für Musiker. Und so ist diese Combo, die - wie wir so schön neudeutsch sagen – former known as Bierfiedler und noch former als Folkländer firmierte, ein schönes Beispiel für stetige Veränderung. Aus der quietschlebendigen Leipziger Folkszene immer wieder frisches Personal schöpfend haben die Urgesteine Uli Doberenz, Manne Wagenbreth und Jörg Wolf jetzt die mehrfach preisgekrönten Brüder Uhlmann unter ihre Fittiche genommen und erfreuen sich der markanten Stimme von Susanne Grütz als Sängerin, einer guten alten Bekannten aus verschiedenen anderen Projekten.
Beweis ihres entspannten und routiniert hochklassigen Musizierens ist vorliegendes Live-Album Die sieben Leben, aufgenommen auf dem Theaterkahn Dresden. Der Mitschnitt weckt beim Zuhörer den Wunsch, auch gemütlich auf einem Elbdampfer zu sitzen, an einem Glas schönen Meißner Weins zu nippen und den Lebensweisheiten und musikalischen Geschichten des Leipziger Septetts zu lauschen. Da sind Künstler am Werke, die sich souverän selbst adaptieren, wie in der neusten Fassung des nächsten Dampfers oder ausgelassen und frech den Spaß an der Folkmusik behaupten (Wuppertal).
Immer wieder sind Wagenbreths Texte auch nachdenklich, ohne anstrengend oder belehrend zu wirken. Die poppigen Hitparaden werden Die Sieben Leben in nächster Zeit nicht stürmen und das ist das Gute an ihrer Musik. Da werden fröhlich Latinosounds, Blues und Shanty gemischt, Kompromisse und Anbiedereien an irgendwelche Zeitgeister gibt es aber nicht.
Hoffentlich haben sie noch viele Leben übrig.
Olaf Schulze
Autor: oschDie Sieben Leben
Die Sieben Leben – live
(Löwenzahn Records)
Gemeinhin sagen wir den Katzen nach, dass sie mit sieben Leben gesegnet seien. Mitunter gilt das auch für Musiker. Und so ist diese Combo, die - wie wir so schön neudeutsch sagen – former known as Bierfiedler und noch former als Folkländer firmierte, ein schönes Beispiel für stetige Veränderung. Aus der quietschlebendigen Leipziger Folkszene immer wieder frisches Personal schöpfend haben die Urgesteine Uli Doberenz, Manne Wagenbreth und Jörg Wolf jetzt die mehrfach preisgekrönten Brüder Uhlmann unter ihre Fittiche genommen und erfreuen sich der markanten Stimme von Susanne Grütz als Sängerin, einer guten alten Bekannten aus verschiedenen anderen Projekten.
Beweis ihres entspannten und routiniert hochklassigen Musizierens ist vorliegendes Live-Album Die sieben Leben, aufgenommen auf dem Theaterkahn Dresden. Der Mitschnitt weckt beim Zuhörer den Wunsch, auch gemütlich auf einem Elbdampfer zu sitzen, an einem Glas schönen Meißner Weins zu nippen und den Lebensweisheiten und musikalischen Geschichten des Leipziger Septetts zu lauschen. Da sind Künstler am Werke, die sich souverän selbst adaptieren, wie in der neusten Fassung des nächsten Dampfers oder ausgelassen und frech den Spaß an der Folkmusik behaupten (Wuppertal).
Immer wieder sind Wagenbreths Texte auch nachdenklich, ohne anstrengend oder belehrend zu wirken. Die poppigen Hitparaden werden Die Sieben Leben in nächster Zeit nicht stürmen und das ist das Gute an ihrer Musik. Da werden fröhlich Latinosounds, Blues und Shanty gemischt, Kompromisse und Anbiedereien an irgendwelche Zeitgeister gibt es aber nicht.
Hoffentlich haben sie noch viele Leben übrig.
Olaf Schulze

