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Mo, 14:44 Uhr
11.01.2021
SPD fordert normalen Takt für Straßenbahn

Wieninger kritistiert "Alleingang"

Der Ausschussvorsitzende für Stadtentwicklung, Andreas Wieninger, fordert für die Straßenbahn wieder den üblichen Takt ein. Die Verkürzung sei in keinem der zuständigen Gremien abgesegnet worden, das Rathaus mache einen "Alleingang"...

„Ich war ziemlich verwundert, dass die Verkehrsbetriebe in Absprache mit ihren Aufgabenträgern zwar den vollständigen Bustakt ab Montag für den Landkreis wieder ankündigten, aber zugleich den Straßenbahntakt weiter nur im 15-Minutentakt fahren lassen wollen. Dieser ausgedünnte Straßenbahntakt ist weder rechtlich noch durch Gremienbeschlüsse gedeckt“, erklärte Andreas Wieninger. „Weder im zuständigen Stadtratsausschuss noch im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe ist dieser eingekürzte Takt für die Straßenbahn abgesegnet worden. Hier macht die Rathausspitze ohne Stadtratsbeteiligung einen Alleingang“.

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Der zuständige Verkehrs-Ausschussvorsitzende sieht es gerade aufgrund der hohen Infektionszahlen für absolut erforderlich an, dass die Straßenbahnen nicht so voll sein sollen, damit die Menschen die Abstände besser einhalten können und auch das Fahrpersonal entsprechend geschützt wird. Zudem haben die Bürger dieser Stadt einfach einen Anspruch auf eine verlässliche öffentliche Infrastruktur. Zudem gibt Wieninger zu bedenken, dass die Umsteigemöglichkeiten zu den anderen Verkehrsträgern, wie Bus oder Eisenbahn, so nicht mehr funktionieren.

„Das der Oberbürgermeister die Zuständigkeit für unsere Straßenbahn an den Landkreis übertragen möchte, wissen wir ja schon lange, aber das er in Zeiten der Pandemie die Gesundheit der Kinder und Senioren in dieser Stadt gefährdet, um etwas Geld bei der Straßenbahn zu sparen, ist empörend“, so Wieninger.

Wenn die Stadtverwaltung nicht umgehend einlenkt und den normalen Takt wieder fahren lässt, dann werde ich eine Sondersitzung des Aufsichtsrates der Verkehrsbetriebe einfordern, erklärte Andreas Wieninger abschließend.
Autor: red

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Kommentare
summer
11.01.2021, 16:06 Uhr
Die Straßenbahn ist oft leer oder fast leer.
Mich verwundert es im Gegenteil, dass die Straßenbahn noch so oft fährt, obwohl sie so gut wie leer oder sogar ganz leer fährt. Im Moment wird dieses Beförderungsmittel offensichtlich nicht angenommen.
Herr Taft
11.01.2021, 16:16 Uhr
falsches Argument...
...um die Gesundheit der Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu schützen, müsste der Betrieb in letzter Konsequenz ganz eingestellt werden. Dann drängen sich keine Menschen in Bus und Bahn und können so problemlos die Abstände einhalten. Ich glaube, hier geht es nur mal wieder gegen das Rathaus.
Flitzpiepe
11.01.2021, 16:32 Uhr
Die Straba
sollte ganz normal im 10 Minuten Takt weiter fahren.
Es sind noch genug Menschen ganz einfach darauf angewiesen (Arbeit, Einkaufen, Ärzte, ...).
Dass die Straba dabei nicht so voll ist, ist doch gut bei der aktuellen Infektionslage. Da kann man wenigstens die Abstände einigermaßen einhalten.
Die Deutsche Bahn oder Abellio fahren auch nicht weniger um Kosten zu sparen.
rollmops
11.01.2021, 17:13 Uhr
15 Minutentakt ist eine Zumutung!
Was heißt denn hier die Straßenbahn wird nicht angenommen, man sollte sie zur Zeit gar nicht fahren lassen? So etwas schreiben doch nur Autofahrer. Legen wir die Straba mal für zwei Wochen still und zwecks Gleichberechtigung in den Fortbewegungsmöglichkeiten schließen wir auch die Tankstellen. Klingt das gut oder sehr gut für die Autofahrer?
Ich bezahle über 400 € für eine Jahreskarte der Straßenbahn, es gibt keine Ermäßigung für Rentner.
Der 10 Minutentakt ist total angemessen, die 30 min am Samstag sind schon grenzwertig, jedenfalls wenn die Geschäfte geöffnet haben. Aufgeregt habe ich mich darüber offiziell noch nie aber jetzt reicht es langsam.
In Wien werden richtig große Strecken mit den Öffis zurückgelegt in einer viel kürzeren Taktung. Es kostet dort eine Jahreskarte 365 € und für Rentner 235 €. Wo sind da hier die Gründe vom Auto auf die Öffentlichen umzusteigen? Statt mehr Angeboten werden die Preise erhöht und die Taktung verkürzt. Herzlichen Dank auch. Aber die Jahreskarten sind ja bezahlt egal wie oft die Bahn fährt und ob die Fahrgäste zufrieden sind.
Wenn ich einmal beim Thema Straßenbahn bin dann muss ich auch kundtun, das die Sauberkeit sehr zu wünschen übrig lässt.
Es ist auch nicht zu verstehen, dass die Türen in Zeiten der Pandemie vom Fahrer nicht einfach an den Haltestellen geöffnet werden und man immer diese Türöffner drücken muss.
Kontrapost
11.01.2021, 17:57 Uhr
Die Stadt hat bald ihr Ziel erreicht...
... die Straßenbahn ganz kaputt zu machen. Daumen hoch, kann man da nur sagen.
Ob es allerdings dazu beiträgt, die erneut gesunkene Einwohnerzahl von Nordhausen zu stabilisieren, in dem man wieder auf Abbau statt auf Optimismus und Tatkraft setzt, wage ich zu bezweifeln. Nachdem die Jugend abwandert, wird nun ein modernes aber vor allem auch von Senioren gern genutztes Verkehrsmittel Schritt für Schritt unattraktiver gemacht.
berni
11.01.2021, 18:09 Uhr
Verkehrshindernis
Die Straßenbahnen sind fast leer (ebenfalls Buslinie A) und ist in der Stadt ein reines Verkehrshindernis. An jeder Ampelkreuzung bekommt die Straßenbahn grün und die KFZ müssen warten und stoßen vermehrt CO2 aus.
Fienchen
11.01.2021, 18:29 Uhr
Vielleicht
könnten regelmäßige Fahrscheinkontrollen die Kassen wieder füllen. Ich wette das viele kein gültiges Ticket haben. Mit dem Mehreinnahmen kann die Straßenbahn dann wieder in kürzeren Abständen fahren.
summer
11.01.2021, 19:58 Uhr
Kostenfaktor Straßenbahn
Wenn niemand mit der Straßenbahn mitfährt und sie trotzdem wochentags ab 4.23 Uhr und am Wochenende ab 5.03 Uhr leer hin und her fährt, ist dies, meiner Meinung nach, ein hoher Kostenfaktor ohne Nutzen.
Die Schüler haben derzeit Distanzunterricht und fahren nicht mit und ich vermute, dass einige Personen öffentliche Verkehrsmittel aufgrund der Corona-Pandemie meiden.
Die leeren und fast leeren Straßenbahnen beobachte ich schon seit langem und frage mich, ob diese Kosten eingespart werden könnten.
Ich sehe auch kein Problem darin, statt 10 Minuten 15 Minuten auf die nächste Straßenbahn zu warten, das sind 5 Minuten.
Was haben die Menschen nur zu DDR-Zeiten gemacht, als die Straßenbahn noch in größeren Abständen fuhr, vielleicht mal zu Fuß gegangen?
rollmops
11.01.2021, 20:56 Uhr
Was haben die vielen
Autofahrer zu DDR-Zeiten gemacht? Waren auch Fußgänger, aber jetzt muss jeder Schritt mit dem Auto zurückgelegt werden. Natürlich ohne Wartezeit, schaltet die Ampel auf rot dann noch mal schnell aufs Gas getreten man hat es ja schließlich eilig!!!
Aber auf die Straßenbahn 15 min warten ist natürlich kein Problem, jedenfalls wenn es einen nicht selbst betrifft.
Der Ratschlag zu Fuß zu gehen ist ja gut und schön aber bei diesen Steigungen in NDH nicht für alle machbar.
grobschmied56
11.01.2021, 22:23 Uhr
Zu kurz gedacht
Es ist wenig sinnvoll, wenn '150% überzeugte' der 'ÖFFI' und der 'AUTO' Fraktion übereinander herfallen. Für beide Verkehrsmittel gibt es sehr gute Argumente. Straßenbahn ist wichtig und notwendig. Nicht jeder kann oder will sich ein Auto leisten. Wenn es nach dem Willen der RRG geht (noch ist die Reihenfolge so), dann werden es in Zukunft immer weniger Menschen sein, die sich den Luxus Mobilität noch leisten können. Auch gesundheitliche Gründe stehen für manch einen Mitbürger dem Führen eines Fahrzeuges entgegen. Der Mensch ist natürlich froh, wenn es ein dichtes Streckennetz und eine kurze Folge von Verbindungen gibt.
Wer auf dem Land wohnt, weitab von Netzen mit 10-Minuten Takt, der ist froh, wenn er noch Autofahren kann und das Geld dafür reicht.
Für den ist das Auto oft die einzige Verbindung zur großen, weiten Welt, auch wenn die nur aus Einkaufsmarkt, Arztpraxis, Apotheke und Physiotherapie besteht.
Gegen Ende des Lebens ist nicht mehr jeder so sportlich, daß er die lumpigen 10, 12 oder 15 km bis zu diesen Orten auf dem Mountainbike zurücklegen kann.
Obendrein bietet das eigene Auto in Coronazeiten einen unschlagbaren Vorteil gegenüber allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier gibts keine lebensbedrohlichen neuen und fremden Keime, sondern nur die eigenen, altgewohnten und harmlosen. Von der Ansteckungsgefahr her gesehen ist man selbst im ältesten und klapprigsten Trabbi sicherer, als in der neuesten und fortschrittlichsten Straßenbahn.
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