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Fr, 09:00 Uhr
01.01.2021
Lichtblick

Das Doppelgebot der Liebe

Liebe Leser,
was für ein verrücktes Jahr liegt hinter uns: Im Januar haben wir noch fleißig Termine gemacht: Konzertkarten gekauft, Jubiläen organisiert, zu besonderen Geburtstagen eingeladen, Festgottesdienste geplant, uns auf Hochzeiten, Jubelhochzeiten und Taufen gefreut. Im Februar begann das Coronavirus, unsere Pläne ins Wanken zu bringen und ab April hatte es uns fest im Griff...

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Wir lernten dabei viel Neues: Schule zu Hause, Anmelden beim Arztbesuch, Einkaufen mit Mundschutzmaske, Begegnungen ohne Händeschütteln und Umarmen, Onlinekonferenzen. Aber wir erlitten auch so manches: Absagen von schönen Veranstaltungen, finanzielle Einbußen, Pflegeheimbewohner, Alleinlebende, Kranke, Sterbende, die keinen Besuch bekommen durften. Das alles hielten wir aus in dem Wissen, eine größere Katastrophe zu verhindern.

Und nun schauen wir auf ein neues Jahr und wissen nicht so recht, ob es besser wird.
Das Coronavirus wird uns noch eine Weile beschäftigen und unsere Pläne für das Jahr beeinflussen.
Und es wird uns weiterhin vor Herausforderungen stellen: Wie gestalten wir unser Miteinander und zeigen unsere Barmherzigkeit, wenn unsere direkten Kontakte zu Menschen eingeschränkt sind? Wie helfen wir Menschen, die durch die Beschränkungen einsam sind? Wie zeigen wir denen unsere Achtung, die tagtäglich im Kampf gegen das Virus stehen? Wie danken wir denen, die verantwortlich handeln, auch wenn sie ungerechtfertigten Schmähungen ausgesetzt sind? Wie gehen wir mit denen um, die unverantwortlich handeln und reden und damit das Leben anderer riskieren?

Das Virus bringt unser menschliches Denken und Handeln wie in einem Brennpunkt zusammen. Es zeigt sich, wem unser Vertrauen gilt. Aber ganz egal, ob sich menschliches Handeln und Reden im direkten Miteinander oder im Internet verantwortlich oder unverantwortlich zeigt, es braucht Leitlinien, woran wir uns orientieren. Gott hat den Menschen schon vor vielen tausend Jahren Leitlinien auf den Weg mitgegeben, die bis heute gültig sind: die 10 Gebote, von Jesus zusammengefasst im Doppelgebot der Liebe (Mk 12, 30.31): Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von all deinen Kräften, und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

Dieses Doppelgebot zeigt uns eine Richtung, hilft uns, unser Handeln so zu gestalten, dass menschliches Miteinander gelingt. Es ist das Fundament. Wie kreativ wir das Gebäude der Gemeinschaft gestalten, liegt an uns. Aber das Fundament muss aus Liebe, Respekt und Barmherzigkeit bestehen. Dann wird das vor uns liegende Jahr gelingen. Dann werden uns die Folgen der Pandemie nicht ängstigen können.
Ich wünsche Ihnen ein friedvolles und von Barmherzigkeit geprägtes Jahr 2021!
Ihre Eilice Neuland
Pfarrerin im Pfarrbereich Holzthaleben und
in der Region Helbe-Notter
Autor: red

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