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Sa, 16:10 Uhr
19.12.2020
NABU-Tipps zur Winterfütterung

Vögel füttern macht glücklich

Vogelfüttern ist nicht nur gut für unsere gefiederten Piepmätze im Garten sondern auch für uns und unsere Seele. Während der Zeit, die man jetzt viel daheim verbringt, bietet eine Futterstelle für Wildvögel eine willkommene Abwechslung und trägt zur allgemeinen Freude bei...

Wissenschaftler*innen von Senckenberg, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Kiel fanden heraus, dass die individuelle Lebenszufriedenheit mit der Vielfalt der Vogelarten in unserem Umfeld zusammenhängen. „Je mehr Vogelarten wir also in unseren Gärten und Parks haben, umso glücklicher werden wir“, sagt Klaus Lieder, ein Vogelexperte des NABU Thüringen. „Insgeheim hab ich das schon immer gewusst. Mich persönlich fasziniert die Vogelwelt so sehr, dass ich mich auch in meinem Beruf als Gutachter damit beschäftige.“

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Klaus Lieder erklärt: „Je kälter und vielleicht auch schneereicher es wird, umso geringer wird das Nahrungsangebot für die gefiederten Flatterer. Untersuchungen belegen, dass in Städten und Dörfern angebotene Vogelfütterungen während des Winters etwa 10 bis 15 Vogelarten nützen, unter anderem Drosseln, Finken, Rotkehlchen und Meisen.“

Das richtige Futter je nach Vogelart
Die verschiedenen Vogelarten freuen sich auch über unterschiedliches Futter. Laut Klaus Lieder sind harte Samen wie Sonnenblumenkerne und Hanf sowie Freiland-Futtermischungen für Ammern, Finken und Sperlinge prima geeignet. Weichfutterfresser wie etwa Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star suchen sich ihre Nahrung bevorzugt am Boden. Sie fressen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien und mögen Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen sowie Meisenknödel und Obst. Ein besonderer Leckerbissen sind in heißem Öl getränkte Haferflocken. Die flexibleren unter den Weichfutterfressern, die „Allesfresser“ wie Meisen, Spechte und Kleiber stellen sich im Winter auf Körner um und nehmen auch Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn an.

„Wer Meisenknödel und ähnliche Produkte kauft, sollte aber darauf achten, dass diese nicht in Plastiknetzen eingewickelt sind, wie es leider noch häufig zu finden ist. Vögel können sich mit ihren Beinen darin verfangen und schwer verletzen“, rät der NABU-Vogelexperte. „Keinesfalls sollte man aber salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Brot ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.“ Wer es vielen Vogelarten recht machen möchte, der bietet neben Weichfutter und Körnermischungen auch Fettfutter an. Damit ist ein brauchbares Futter für fast alle Wintervögel vorhanden.

Welcher Futterspender soll es sein?
Typischerweise füttert man Wildvögel im Winter von Anfang November bis Ende März. Bei Frost oder Schnee werden besonders viele Vögel das Angebot annehmen. Klaus Lieder empfiehlt: „Futtersilos sind die geeignetsten Futterspender, da das Futter dort weitestgehend vor Nässe, Witterungseinflüssen und Verunreinigung durch Vogelkot geschützt ist. Offene Vogelhäuschen hingegen sollten regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Das tägliche Einstreuen nur kleiner Mengen verhindert, dass das Futter nicht zu schnell verdirbt.“

Futtersilo (Foto: Arne von Brill) Futtersilo (Foto: Arne von Brill)


Einen guten Platz suchen
„Die Futterstellen sollten so platziert sein, dass die Umgebung von den Vögeln gut überblickt werden kann, damit sie keiner Katze zum Opfer fallen“, rät Lieder. Des Weiteren muss der Futterspender einen Mindestabstand von etwa zwei Metern zur nächsten Glasscheibe haben oder die Fenster mit geeigneten Aufklebern oder Ähnlichem versehen werden.

Mitmachen
Am zweiten Januarwochenende, also vom 8. bis 10. Januar 2021, ruft der NABU zur Zählung in der „Stunde der Wintervögel“ auf. Eine Stunde sollen Bürgerinnen und Bürger die Vogelwelt im Garten oder am Futterhaus beobachten und die Anzahl der Tiere dem NABU melden. Weitere Informationen zu dieser Aktion und zum Schutz unserer Vögel finden Sie unter: www.NABU-Thueringen.de
Autor: red

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