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Do, 11:43 Uhr
03.12.2020
Van Asten Tierzucht GmbH reagiert - ein bisschen

Post aus der Schweinemastanlage

Am Wochenende konnten wir Ihnen in unserem Beitrag zur Geruchsentwicklung aus der Schweinemastanlage noch keine Stellungnahme des Unternehmens präsentieren. Nun hat uns eine Nachricht erreicht, die auf mehr hoffen lässt …

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Heute Morgen kurz vor 8 Uhr und auf dem Weg zur Arbeit wurde ich olfaktorisch wieder daran erinnert, dass wir gestern in unserem elektronischen Briefkasten ein Schreiben der Firma Van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH vorfanden, in dem uns bekannt gegeben wurde: „Die Antworten auf Ihre Fragen liegen aktuell zur Prüfung bei unserer Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit in den Niederlanden. Dies für Sie zur Information, dass die Antworten unsererseits nicht unbeantwortet bleiben.“

Das hat uns sehr gefreut und wir sind nun ganz gespannt, was die Öffentlichkeitsabteilung in den Niederlanden uns auf die Fragen:
  • Ob es einen Grenzwert für Abluft gibt?
  • Ob sichergestellt werden kann, dass der immer eingehalten wird?
  • Wie oft die Nordhäuser Anlage gelüftet wird?
  • Ob es dafür vorgeschriebene Zeiten gibt?
  • Wonach entscheiden wird, wann gelüftet wird?
Unsere Anfragen stammen vom 17. November und wenn die Beantwortung in diesem Tempo weiter voran schreitet, steht einer Veröffentlichung der Antworten Anfang des nächsten Jahres nichts im Wege.

Einen weiteren Brief bekamen wir aus der Stadtverwaltung, in dem wir vom Pressesprecher der Stadt Nordhausen aufgefordert wurden, Herrn Bodo Schwarzberg mitzuteilen, dass die Stadt Nordhausen nicht verantwortlich für den Gestank ist. Herr Schwarzberg hatte gestern einen Leserbrief in der nnz veröffentlicht. Also, Herr Schwarzberg, wenn Sie das hier lesen sei Ihnen gesagt: Die Stadt Nordhausen ist nicht zuständig für das Problem!
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Paulinchen
03.12.2020, 11:55 Uhr
Was interessiert uns...
... eine Entscheidung über Richtlinien, welche für die Niederlande gelten?
Das Problem ist hier und gehe ich recht in der Annahme, dass das Unternehmen van Asten ein privates ist? Dann sollte dieser Eigentümer nicht den Schutz in seiner Heimat suchen, sondern hier und in aller Kürze, eine effektive Entscheidung treffen. Es stinkt hier und nicht in den Niederlanden, was diese Firma angeht..
Für mich ist das mal wieder ein Spiel auf Zeit, nur der Worte sind inzwischen zu viel gewechselt.
Alex Gösel
03.12.2020, 13:45 Uhr
Wertes Paulinchen,
Ich denke, Sie verstehen die Frage etwas falsch. Natürlich geht es um die Werte in Deutschland bzw. falls es regionale Werte geben sollte, dann die für die Nordhäuser Anlage. Klar könnte die Firma van asten jetzt antworten: "Werte Journalisten, Ihr habt für die Abluftwerte Niederlande gefragt!" - Wenn die das allerdings so machen würde, sollte man endgültig wissen, was man von dieser Firma zu halten hat!

Für die Damen und Herren aus der Stadtverwaltung: Natürlich sind Sie nicht für den Gestank verantwortlich, aber SIE, werte StadtverwalterInnen, möchten doch immer touristische Highlights bieten, oder?

Klar könnte man diese "wohlige, kaum wahrnehmbare" Dunstglocke zu den touristischen Highlights zählen, aber ich glaube eher, dass dies die Touris von Nordhausen fernhalten wird bzw. diese Nordhausen als eine sehr schmutzige und stinkende Stadt in Erinnerung bleiben wird.

Werte StadtverwalterInnen: SIE könnten allerdings etwas gegen diese derbe Geruchsbelästigung tun, aber offensichtlich möchten SIE dies nicht! Da sind IHNEN die paar Euros Steuern von der Schweinemast schon wichtiger, oder?

IHR könnt euch nicht mehr auf Dauer auf den DDR-Bestandsschutz ausruhen!!!

Achja: und alle Menschen könnten natürlich was gegen den Gestank und die Massentierquälerei tun: Wenig bis gar kein Fleisch (mehr) essen!

Aber wie heißt es doch immer so schön: "Nach uns die Sintflut!"

Ihr ottO treberT
DDR-Facharbeiter
03.12.2020, 15:45 Uhr
Der Niederländische Öffentlichkeitsarbeiter in Holland kann die Nordhäuser Stinkerei nicht riechen
Massgebend ist die von der Thüringer Aufsichtsbehörde nach dem Recht der Bundesrepublik erteilte Betriebsgenehmigung für eine Mastzuchtanlage der Van Asten Tierzucht GmbH am Standort 99734 Nordhausen.
Für die Einhaltung der Auflagen ist der sachkundige Betriebsleiter gegenüber der Behörde verantwortlich. Werden die Auflagen gemäss den in Thüringen geltenden Emissions- Rechtsvorschriften auf die Dauer nicht eingehalten, kann die Betriebsgenehmigung für den Standort in 99734 Nordhausen entzogen werden.
Die Betriebsgenehmigung für den Standort Nordhausen liegt beim Betriebsleiter Nordhausen. Er ist gegenüber der Genehmigungs-Behörde zur Auskunft über die aktuellen Daten verpflichtet.
Den Umweg über die ferne Öffentlichkeits-Abteilung in Holland kann sich das nnz-Forum sparen. Lieber die für die Betriebsgenehmigung zuständige Behörde in Nordhausen und/oder Weimar fragen.
Die kann man nicht mit Einladungen zum Schweinebraten ablenken...
karo
03.12.2020, 17:51 Uhr
Super Paulinchen
Text nicht verstanden , aber erstmal den eigenen Senf dazugeben!

Viel Spaß beim weiternörgeln und Schweinefleisch genießen.
Realist 1.0
03.12.2020, 18:13 Uhr
Das einzige was da aus denn Niederlanden kommen wird,
Ist nichts als Schweinegülle. Diese Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, wird zum größtenteils aus Juristen bestehen die sich damit rausreden das sie sich bis ins kleinste an die Gesetze und Richtlinien halten, und das sie für Arbeitsplätze sorgen. Da muss man ein kleiner Bürger etwas Gestank hinnehmen, Sarkasmus Ende.
Bodo Schwarzberg
04.12.2020, 00:42 Uhr
van-Asten und NDH: Reaktion der Stadt unbefriedigend
Die Reaktion der Stadt Nordhausen beflügelt mich, das Thema van-Asten und Schweineintensivhaltung, und hier insbesondere die ökologischen und gesundheitlichen Risiken, nun erst recht im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten weiterzuverfolgen.

Sollte es so sein, dass die Stadt Nordhausen, dem obigen Beitrag entsprechend, tatsächlich keine Verantwortlichkeit für den Gestank über der Stadt sieht (der ja auch nur das äußerlich wahrnehmbare Erscheinungsbild eines grundlegenden ökologischen und ethisch-moralischen Desasters ist), so ergeben sich daraus mehrere Fragen:

1.) Ist die Stadt Nordhausen nicht bereit oder, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage, für den Schutz ihrer Bürger und die möglichen Umweltrisiken Verantwortung zu übernehmen?

2.) Wie kann es sein, dass sich die Stadt Nordhausen zum UN-Projekt Agenda 21 bekennt, aber 30.000 sehr sicher unter fragwürdigen Bedingungen gehaltene und später geschlachtete Schweine, als Ausdruck einer nicht ökologischen und ethisch nicht vertretbaren Landwirtschaft auf ihrem Territorium duldet oder dulden darf?

Hier steht auch immer die Frage der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz im Raum: Da Tierschutz seit 2002 Staatsziel ist, sollte es in Verbindung mit Agenda 21 in Nordhausen eigentlich eine Entwicklung in diesem Sinne bei van Asten geben müssen. Und die sollte von der Stadt auf Grund ihrer Agenda-21-Ausrichtung angestoßen werden: Van-Asten könnte sich infolge als ökologischer und Tierschutz-Vorreiter erklären. Nordhausen sollte dies aktiv einfordern.

wikipedia zu Agenda 21:

"Mit der Entwicklungsvorstellung von nachhaltiger Entwicklung (englisch sustainable development) sollen durch eine veränderte Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Im Sinne nachhaltiger Entwicklung muss in den Industrieländern die Wirtschaftspolitik und damit auch die Energie-, Agrar- und Handelspolitik angepasst werden, da die Industrieländer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung wesentlich mehr Ressourcen verbrauchen. "

Eine Landwirtschaft a la van-Asten, noch dazu mit „Bestandsschutz“, passt ebensowenig zu dieser Agenda, wie
OkBoomer
04.12.2020, 08:35 Uhr
Wer sich über Gestank und Müll aufregt...
Sollte nicht nur Van Ästen und die Stadtverwaltung dafür beschuldigen das Touristen unsere Stadt als dreckiges Kaff in Erinnerung behalten könnten.
Haben sie sich mal die Müllhalde rund um McDonalds angesehen? Der Müll liegt in 1cm Abständen zwischen der Autobahn Abfahrt Heringen bis Ortseingang Nordhausen...
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