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Do, 13:20 Uhr
25.10.2001

Gründung einer Jugendkunstschule

Nordhausen (nnz). Anlässlich des 90. Geburtstag von Kunstprofessor und -mäzen Martin Domke schlägt Dr. Cornelia Klose, Leiterin des städtischen Kulturamtes, die Gründung einer Kunstschule in der Stadt vor. „Wer hat Interesse, an der Wiederbelebung einer Jugendkunstschule mitzuwirken? Für Martin Domke wäre es wohl das schönste Geburtstagsgeschenk“, sagte Cornelia Klose.


Martin Domke erwarb im Frühjahr 1947 den ehemaligen Nordhäuser Judenturm, gründete einen Zeichen- und Malkurs für Laien und Fortgeschrittene und schuf 1948 im Turm eine Kunstschule. „Noch in guter Erinnerung sind den ehemaligen Schülern die lebhaften Debatten über die Kunst und deren Weg“, so Cornelia Klose. Gemeinsam widmete sich Prof. Domke mit seinen Schülern der Gestaltung der neuen Fenster der Nordhäuser Sankt-Blasii-Kirche, die 1948 nach seinen Entwürfen gefertigt und 1949 eingeweiht wurden. Seine Glastechnik in Blei machte Domke deutschlandweit bekannt, seine Schüler bewarben sich erfolgreich an den Kunsthochschulen in Dresden, Weimar und Berlin.

In den vergangenen 10 Jahren habe sich, so Cornelia Klose, eine Reihe neuer, aber auch historisch gewachsener Kunstschulen im Freistaat etabliert. In Thüringen existieren Jugendkunstschulen in Altenburg, Eisenach, Erfurt, Heldrungen, Ilmenau, Jena, Oepfershausen, Rudolstadt, Suhl und Weimar. Dort würden jährlich mehr als 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut. Ziele dieser Kunstschulen seien künstlerische Kompetenz, die Herausbildung eigener Haltungen gegenüber Kunst, Kultur und Medien; die Förderung des künstlerischen Nachwuchses, das Lehren bildnerischer Technik und vor allem die Entwicklung von Kreativität.

An den Jugendkunstschulen arbeiten die Schüler in Kursen, Workshops, offenen Werkstätten und absolvieren Praktika. In Thüringen existiert bereits eine Landesarbeitsgemeinschaft, die die Jugendkunstschulen auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt.

Wer Interesse an der Gründung einer Kunstschule hat und dabei mitwirken möchten, kann sich bei Dr. Cornelia Klose im Nordhäuser Kulturamt unter Telefon 696414 melden.
Autor: nnz

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