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Do, 12:46 Uhr
25.10.2001

Zweckverband setzt sich zur Wehr

Nordhausen (nnz). Gestern gegen drei Uhr: Mitglieder des Rettungsdienst-Zweckverbandes bitten zur Pressekonferenz. Dabei Vertreter des DRK, des Rettungsdienstes Ellrich und des Südharz-Krankenhauses. Thema: die Konfrontation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und die möglichen Konsequenzen. nnz war vor Ort und informiert Sie über den neuesten Stand.


David gegen Goliath und die Frage: Wer ist hier der Sündenbock? Einerseits gibt es die JUH, welcher vorgeworfen wird, unkooperativ bezüglich der Offenlegung ihrer Finanzen zu sein. Andererseits der Zweckverband mit seinen Mitgliedern, bei dem manche Leute in Nordhausen und Umgebung den Verdacht hegen, man wolle die JUH loswerden. Wem aber Glauben schenken? Der Zweckverband wirft der JUH vor, Unterschlagungen und unprofessionelle Transporte durchgeführt zu haben. Die hat sich diesbezüglich jedoch nie dazu geäußert, beruft sich auf Datenschutz und verweigert jegliche Einsichtnahme in ihre Buchhaltung.

Die Zeit für Verhandlungen ist vergangen. Dies stellte Ellrichs Bürgermeister Gerald Schröder, der gleichzeitig Verbandsrat ist, gestern eindeutig klar. „Wir werden jetzt massiv gegen alle Anschuldigungen vorgehen und für klare Tatsachen sorgen. Wir können alles beweisen, sei es von anonymen Anzeigen oder nicht fachgerechte und illegale Krankentransporte seitens der JUH.“ Eine nicht leichte, aber doch schon längst fällige Aufgabe für den Zweckverband und seine Mitglieder.

Wie äußert sich Landrat Joachim Claus (CDU) dazu? Auf die Frage von nnz, ob er sich eine weitere Zusammenarbeit mit der JUH vorstellen kann antwortete er: „Die Fronten sind verhärtet, aber solange das Landesverwaltungsamt nicht entscheidet, bleibt die JUH vollwertiges Mitglied im Zweckverband. Ich persönlich kann mir schwer vorstellen, daß eine weitere Zusammenarbeit zukünftig fortgesetzt werden kann. Dazu gab es in letzter Zeit zu viele Querelen mit und um die JUH.“

Das Ende der bisherigen Streitigkeiten: mehrere Anzeigen, anonyme Anrufe, keine Verhandlungsbasis und vermutlich ahnungslose Mitarbeiter der JUH. Zwar räumt der Zweckverband im Falle eines Ausschlusses die Übernahme der Mitarbeiter des Rettungsdienstes der JUH ein, doch dies nur, wenn Bedarf besteht. Wie aber ist der Bedarf zu definieren?

Morgen bekommt die Öffentlichkeit ein anderes Bild und andere Antworten zu dem Konflikt mit dem Zweckverband. Die JUH hat für den Freitag zu einer Pressekonferenz eingeladen.
Autor: vf

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