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Fr, 11:16 Uhr
06.11.2020
FDP will Vorsorge in Thüringen zügig ausbauen

Regierung im Kampf gegen den Krebs zu langsam

Eine Gesetzesinitiative der Thüringer FDP zur Krebs-Prävention kam gestern Abend im Landtag nicht zur Abstimmung. Darüber ärgern sich die Liberalen und attackieren in der folgende Pressemeldung die Landesregierung...

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Bereits im September wurden in einer Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses rund 20 Experten zu dem Antrag angehört. Deren Urteil war eindeutig: In Thüringen besteht erheblicher Nachholbedarf in Sachen Krebsbekämpfung. Jeden Tag werden im Freistaat etwa 40 neue Krebsdiagnosen gestellt. Trotzdem existieren zu wenige psychoonkologische Beratungsstellen, die vorhandenen seien zudem unzureichend finanziert. Ebenso mangelt es an Präventionskampagnen durch das Land.

„Nachdem wir im September eine beinahe vernichtende Anhörung erlebt haben, ist die Landesregierung nun trotzdem nicht bereit, schnellstmöglich zu handeln. Unsere Initiative hat überwältigende Zustimmung aus der Fachwelt erfahren. Die Verschiebung der Entscheidung über den Antrag wird bei Betroffenen und in der Wissenschaft auf erhebliches Unverständnis stoßen“, so Robert-Martin Montag, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Rund 40% der Krebsfälle können durch Vorsorge verhindert werden. Jenseits des Rettens von Leben bedeutet das auch finanzielle Einsparungen. Jeder in die Krebsbekämpfung investierte Euro spart viele Euro der Therapie, Rehabilitation und Nachsorge. Die Lücken in der Versorgung von Patienten, welche durch die Versäumnisse von R2G entstehen, sind nicht tolerierbar“, ergänzt Montag.

Die Thüringischen Krebsgesellschaft beziffert den erhofften Landeszuschuss für die Finanzierung der psychoonkologischen Beratungsstellen während der beiden kommenden Jahre mit knapp 100.000 Euro.

Zu den konkreten Forderungen der FDP-Fraktion an das Land gehören:
  • die ausreichende Ko-Finanzierung der psychoonkologischen Beratungsstellen
  • die finanzielle Unterstützung der Thüringischen Krebsgesellschaft
  • die Finanzierung von landesweiten Informationskampagnen durch das Land
  • die Unterstützung bei der der Einrichtung eines Mitteldeutschen Onkologischen Spitzenzentrums und der Antragstellung auf Anerkennung als Comprehensive Cancer Center (CCC) durch die Deutsche Krebshilfe des Uniklinikums Jena und Uniklinik Leipzig
  • Finanzierung der Altdatenpflege des Krebsregisters
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20230927
06.11.2020, 11:58 Uhr
Nicht nur im Kampf gegen Krebs....
Sie glauben doch wohl nicht, dass von den Regierungen der Welt ein großes Interesse besteht daran besteht, den Krebs zu besiegen.
Erstens lässt sich von bestimmten Kreisen gut an der "Behandlung "verdienen (Chemotherapie usw.)und zweitens leben ja bekanntlich sowieso zu viele Erdenbürger auf unseren schönen Planeten, welche in absehbarer Zeit nicht mehr alle ernährt werden können!
Ich wünsche schon einmal ein schönes WE & natürlich ein langes Leben ohne eine beschissene Krebskrankheit.
MeinGeheimnis
06.11.2020, 19:28 Uhr
Wütend....
Ich selbst habe vor ein paar Tagen meine Mutter an Lungenkrebs verloren und es macht mich einfach nur noch wütend. Es muss doch nun langsam mal etwas passieren...ich verstehe es einfach nicht. Die Medizin ist so weit. Warum kommt man da einfach nicht weiter? So viele Menschen verrecken wortwörtlich an diesem scheiß Krebs. Wenn ich daran denke, wieviel Leid diese schwerkranken Menschen ertragen müssen, körperlich wie auch psychisch. Ich würde mir echt wünschen, dass in Zukunft endlich mal mehr getan wird. Es wird für so viel Mist Geld investiert, warum dann nicht einmal in eine gute Sache? Es würde so vielen Menschen geholfen werden. Aber das betrifft nicht nur die Krankheit Krebs. Es ist ein generelles Problem... das Leid ist groß
Blautanne
06.11.2020, 19:48 Uhr
Abbau der einfachsten Dinge
Zunächst mein Beileid, unbekannter Weise.

Hightech in der Medizin, so vieles ist möglich, ich will nicht weiter darauf eingehen.

Was mich erschüttert ist, dass einfachste Sachen, wie das ABHÖREN MIT DEM STETOSTOP nicht mehr stattfinden. Habe das selbst mehreren Ärzten erlebt, wobei 2 zumindest noch von hinten abgehört haben.
Im Krankenhaus wird momentan gar nicht abgehört. Bauch Abtasten - Fehlanzeige. Wie lange soll das noch so weiter gehen? Wieviel wird unentdeckt bleiben oder zu spät diagnostiziert werden, wenn der Arzt möglichst nicht zu nah an den Patienten heran will?
DDR-Facharbeiter
06.11.2020, 21:00 Uhr
Onkologisches Spitzenzentrum ins Südharzklinikum
Ich bin in einem Universtätsspital nahe meinem Wohnort vor 20 Jahren von einem damals meist tödlichem Krebs mit einer Kombination von 3 mal wöchentlich radioaktiver Bestrahlung, schmerzloser Chemotherapie mit einer Speicherpumpe am Körper, einem neuen Medikament und chirurgischer Bearbeitung geheilt worden. Bis auf die Zeiten nach den chirurgischen Eingriffen konnte ich täglich meiner Arbeit nachgehen. Nach drei Monaten wurde ich als vorläufig geheilt entlassen mit der Auflage, mich 5 Jahre lang jährlich untersuchen zu lassen..
Verdient hat an mir nicht die Regierung, wie ein Unwissender im nnz-Forum schrieb, sondern Pfleger und Ärzte , das Universitätsspital und die Pharma-Firma, die in jahrzehntelanger Arbeit ein heilendes Medikament entwickelt hat, sind für ihre Arbeit entlohnt worden.
Ich würde bei den nächsten Wahlen im Südharz die Politiker wählen, die ein Mitteldeutsches Onkologisches Spitzenzentrum im Südharzklinikum holen wollen und auch das Zeug mitbringen, sich durchzusetzen .
geloescht.20250302
06.11.2020, 22:25 Uhr
Auch mein Beileid....!
...zu Ihrem Verlust!

Medizin ist ein Kostenfaktor und da sollten wir "Schon längerer hier Lebenden" gefälligst weniger Ansprüche stellen.
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