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Fr, 08:20 Uhr
06.11.2020
DRK Thüringen moniert fehlende Finanzierung für Corona-Tests

Keine Kostenübernahme für Rettungsdienste

Die Kostenträger des Rettungsdienstes können die Kosten für Corona-Schnelltests (PoC - Point-of-Care-Testing) für die Thüringer Rettungskräfte nicht übernehmen. Auf eine entsprechende Anfrage durch den DRK Landesverband Thüringen reagierten die Krankenkassen ablehnend...

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Momentan sehen sich die Krankenkassen dazu gezwungen, mangels einer gesetzlichen Grundlage, eine Kostenübernahme abzulehnen. Die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht zwar eine Übernahme der Kosten für Schnelltests für bestimmte Einrichtungen und Unternehmen vor, jedoch findet sich in der Verordnung kein Hinweis auf den Rettungsdienst.

Der Vorstandsvorsitzende des DRK Landesverbandes Thüringen, Peter Schreiber, zeigt sich enttäuscht: „Das DRK Thüringen ist alarmiert und sieht die Einsatzfähigkeit einzelner Rettungsdienste in Gefahr. Hier wiederholt sich ein Vorgang, der bereits im Frühjahr zu beobachten war: Die Rettungsdienste wurden in der Verordnung einfach vergessen.“

„Der Rettungsdienst ist Bestandteil der kritischen Infrastruktur und die Rettungskräfte sind aufgrund drohender Infektionen mit dem Corona-Virus zu den besonders gefährdeten Personengruppen zu rechnen. Zudem können die Rettungskräfte im Einsatz die Infektion leicht an die bereits geschwächten Patienten weitergeben. Um dem vorzubeugen gilt es bereits jetzt, strenge Hygienevorschriften einzuhalten. Dass die Rettungskräfte nun nicht durch die Testverordnung erfasst werden, ergibt keinen Sinn. Hier ist die Politik aufgefordert, schnell Abhilfe zu schaffen. Wir setzen da voll und ganz auf die Thüringer Landesregierung.“, so Peter Schreiber weiter.

Das DRK Thüringen ist größter Durchführender im Rettungsdienst im Freistaat. Die 21 DRK-Rettungsdienste in den Thüringer Regionen betreiben 67 Rettungswachen, in denen 1.125 Notfallsanitäter und Rettungssanitäter sowie 95 Auszubildende beschäftigt sind.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
06.11.2020, 10:35 Uhr
Kostenübernahme für den Rettungsdienst
So etwas ist für mich unbegreiflich. Die Leute, die anderen helfen erfahren keine Kostenübernahme. Einfach vergessen. So viel Bürokratie ist unfassbar für mich. Dann wird gejammert, dass Hilfe ausbleibt, wo sie dringend notwendig ist.
EsJay7
06.11.2020, 17:28 Uhr
Auch eine Form des Dankes
Der Dank aus der Politik:
- keine Kostenübernahme für Tests
- Keine Bonuszahlungen wegen erhöhtem Risiko

Der Dank aus der Bevölkerung:
- steigende Gewalt gegenüber Rettern
- Mittelfinger im Verkehr
- Beschwerden wegen Sirenen
- keine Rettungsgassen
- Beleidigungen und und und........

Es mangelt an jeglicher Anerkennung für diese Jobs.
Hauptsache man wählt die 112 und Hilfe kommt. Aber wehe es dauert auch nur eine Minute zu lang.

Aber was passiert, wenn niemand mehr kommt? Wenn niemand mehr den Notruf entgegen nimmt?
Eine grausame Vorstellung.

Es sollte sich schnellstens etwas ändern bevor die ersten Opfer nicht mehr Corona angerechnet werden können sondern Politikversagen.
Paul
06.11.2020, 21:38 Uhr
Esjay7
Da haben Sie ein wahres Wort gesprochen. Im Ernstfall ist JEDER froh, wenn schnell Rettung kommt. Aber unter welchen Bedingungen diese "Helden" heute arbeiten ist zum jammern. Gut vielleicht nicht alle. Aber viel schlimmer ist das obendrein auch noch solche Vollidioten diese Einsatzkräfte angreifen, bedrohen, beleidigen ect. ect. was würde wohl so ein Volpfosten sagen, wenn so einer mal zu ihm sagt, DU hast mich letztens bei der Rettung geschlagen, dir helfe ich nicht mehr! Was wäre DANN ???
So sollten alle mal die Sache sehn. Und es wäre mehr als schlimm, wenn eines Tages wirklich mal KEINER mehr kommt.
Und mit den Testkosten für Rettungskräfte, das ist ja wohl das ALLERLETZTE !!!
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