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Mo, 18:10 Uhr
19.10.2020
NSV Handballer mit Sprung an die Tabellenspitze

Vom Jäger zum Gejagten

Mit einen Favoritensturz endete das Spitzenspiel der Landesliga Männer zwischen Nordhausen und Sömmerda. Durch den Erfolg übernahmen die Südharzer die Tabellenführung selbst...

Landesliga Männer
Nordhäuser SV HSV Sömmerda 29:26

Auf das erste Heimspiel der Männer nach 218 Tagen fieberten die Südharzer gerade zu entgegen. Mit dem Auswärtssieg gegen Werratal schafften sie sich eine glänzende Ausgangsposition für das heimische Spitzenspiel.

Beide Mannschaften liefen mit breiter Brust und gehörig Energie auf. Diese musste von den besten Akteuren auf dem Parkett im Spielverlauf oftmals in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Die Kontrahenten haben es den Männern in Schwarz zu verdanken, dass die Begegnung einen spielerischen Verlauf auf hohem Niveau nahm und letztendlich eine Werbung für den Handballsport wurde. Sie leiteten die Partie ruhig, unauffällig und mit kühlem Kopf.

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Nach dem Eröffnungstreffer der Gäste, öffnete der NSV seine Garagentore und der unter Volldampf stehende „Südharzexpress“ legte los. Zwei mal Marcel Effenberger-Kiel einmal Ricardo Seeger und danach Stefan Fuhrmann ließen ihrer Spielfreude freien Lauf. Als dann Effenberger-Kiel mit seinem dritten Treffer in der 8. Spielminute das 5:2 für sein Team markierte machten sich die ersten Sorgenfalten bei Sömmerda breit. Glück für sie das erste Motorgeräusche den Spielrhythmus der Nordhausen empfindlich störte. Dadurch konnten sie in der 12. Spielminute Ausgleich beim 6:6 erzielen.

Nachfolgend kam die spielerisch stärkste Phase der Südharzer. Mit einer leidenschaftlichen Abwehrarbeit und einem ausgezeichneten Konterspiel setzten sie sich in der 21. Minute bis auf 14:9 ab. Zwar war Effenberger-Kiel in die Phase der dreh und Angelpunkt, wurde jedoch gut von seinen Mitspielen in Szene gesetzt. Vor allem Jonas Frenzel ackerte unermüdlich und riss vor Lücken und stopfte sie hinten. Mit Maximilian Kürschner gesellte sich ein zweiter Shooter hinzu. Da Stefan Fuhrmann sich leicht verletzte und die Partie von der Bank mit ansehen musste galt es das Team umzustellen. Ohne großen Bruch im Mannschaftgefüge fuhr der „Südharzexpress“ einen 15:9 Vorsprung heraus.

Das Tempo zollte allen Beteiligten viel ab. Es folgten 4 Minuten der Regeneration. Nordhausen verstand es nicht den Druck aufrecht zu erhalten und kassierte dafür im Schlussspurt der Halbzeit die Quittung. Aus einem 16:11 in Minute 25 wurde bis zum Halbzeitpfiff ein 17:15.

In Halbzeit 2 legten die Gastgeber mit Ricardo Seeger zum 18:16 vor, um danach mit einem kapitalen Motorschaden auf offener Strecke liegen zu bleiben. Der HSV, ausgestattet mit einer starken spielerischen aber vor allem kämpferischen Mannschaft, kam beim 19:19 gleich auf und überholte beim 20:21 und 21:22. In dieser Phase hielt Maximilian Kürschner seine Nebenleute mit einem Doppelschlag zum 23:22 im Spiel.

Die Mechaniker des NSV reagierten und beendeten beim 23:23 die Reparatur und drückten den Startknopf. Langsam aber mit voller Kraft setzte sich der „Südharzexpress“ mit zwei Treffern von Effenberger-Kiel wieder an die Spitze. Den folgenden Anschlusstreffer beantworteten Maximilian Kürschner und Ricardo Seeger mit dem 27:24. Die letzten 5 Spielminuten der Partie waren von stürmischen Angriffsversuchen beider Seiten geprägt.

Nordhausen störte in der Abwehr mit einer extrem offensiven Spielweise die Angriffsbemühungen der Gäste aus Sömmerda. Diese auch schon kräftemäßig gezeichnet fanden keinen geeigneten Weg Richtung Tor. Nordhausen verteidigte seinen Vorsprung mit 29:26 bis zur Ziellinie.

Mit dem Erfolg über den HSV werden die Nordhäuser schon früh in der Saison als Tabellenführer vom Jäger zum Gejagten.

NSV: Christoph Keil/ Stefan Fuhrmann 1/ Lukas Fehling 2/ Marcel Effenberger-Kiel 14/ Philipp Keil/ Tim Hendrich/ Ricardo Seeger 4/ Maximilian Kürschner 6/ Yannik Hund/ Jonas Frenzel 1/Steven Balik/ Maximilian Hund / Marvin Stopfel 1/

Zeitstrafen
NSV 7 HSV 6 + 2 x Rot
Strafwürfe NSV 5 davon 4 verwandelt HSV 8 davon 7 verwandelt
Autor: red

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