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Mo, 11:25 Uhr
22.10.2001

Für Wacker 90 helfen nur noch Wunder

Nordhausen (nnz). Im Abstiegskampf verlor Wacker 90 Nordhausen weiter an Boden. Vorgestern nachmittag mußten die Schützlinge von Jörg Weißhaupt vor heimischen Publikum erneut eine Niederlage einstecken.


Die Mannschaft aus Weimar gewann, auch in dieser Höhe nicht unverdient, im Albert-Kuntz-Sportpark mit 3:1 und schaffte damit den Anschluß ans Mittelfeld. Für die Nordhäuser ist die Lage nach der indiskutablen Niederlage sehr kritisch. Jetzt können eigentlich nur noch Wunder helfen - in Gestalt von leistungsfähigen Neuzugängen. Aber die kosten Geld und das hat der Verein nicht...

Die 205 zahlenden Zuschauer, die der niveauarmen Begegnung beiwohnten, fragten sich zurecht, gegen wen Wacker noch die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte holen will, wenn nicht gegen die Mitabstiegskonkurrenten Rot Weiß Erfurt (II), Schmalkalden, Mühlhausen, Arnstadt und Weimar. Lediglich zwei Punkte aus diesen fünf Spielen sind einfach zu wenig, um Ansprüche auf den Verbleib in der Landesliga geltend machen zu können. Die noch ausstehenden Spiele in der ersten Halbserie werden für den einstigen Oberligisten nicht einfacher, denn mit Schlotheim, Gera, CZ Jena (II), Sonneberg, Rudolstadt und Meuselwitz warten gestandene Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf die Freizeitkicker aus Nordhausen.

Das Leistungsdefizit, das gegen Weimar wie in allen bisherigen Begegnungen deutlich zu erkennen war, läßt wenig Hoffnung auf das Erreichen eines Nichtabstiegsplatzes zu. Die Partie begann mit leichten Feldvorteilen für Wacker. Kulbacki hatte nach sechs Minuten die erste Chance, scheiterte aber am Gästekeeper Staßburg. Dann kamen die Weimaer immer besser ins Spiel. Nach einer Viertelstunde schlug es zum ersten Mal im Wacker-Gehäuse ein. Gretzers Schuß ließ Michael abprallen, der beste Weimaer Popov nutzte den Torwartfehler und erzielte per Kopf den Führungstreffer. Nordhausen gab erfreulicherweise nicht auf und hatte zwischen der zwanzigsten und dreißigsten Minute gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die beste Chance vergab wiederum Kulbacki, der im Strafraum leider nicht die Nerven behielt und zu früh abzog.

Glück für Wacker als nach Häselbarths Schuß der Ball vom Posten in Michaels Arme sprang. Popov machte es kurz vor der Halbzeit besser und erzielte in der 42. Minute die 2:0-Führung. In der zweiten Halbzeit verflachte die ohnehin niveauarme Partie. Die Gäste aus der Goethe-Stadt erreichten eine optische Überlegenheit, ohne jedoch sich größere Chancen zu erarbeiten. Es gab nur eine erwähnenswerte Möglichkeit, als Ahlgrimm in der 55. Minute frei vor dem Nordhäuser Gehäuse auftauchte aber Michael nicht überwinden konnte. Das Spiel plätscherte dahin, die ersten Zuschauer wanderten schon enttäuscht ab, als es zum dritten Mal im Nordhäuser Tor einschlug. Müller nahm eine Flanke von Popov auf und vollendete aus zwölf Metern unhaltbar für Michael. Wacker erreichte in der 89. Minute durch den Juniorenspieler Kühne wenigstens noch den Ehrentreffer, nachdem er bereits kurz zuvor eine Großchance auf den Füßen hatte.

In vierzehn Tagen muß Wacker 90 Nordhausen beim Aufsteiger Schlotheim ran. Bis dahin bleibt der Weißhaupt-Truppe Zeit, die Fehler zu analysieren und an deren Beseitigung zu arbeiten.
Autor: rh

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