Mi, 10:07 Uhr
26.08.2020
Neue Kunstausstellung in der Kreissparkasse
Fläche und Tiefe in der KSK-Galerie
Es ist (immer noch) Corona-Zeit. Bevor man das Geldhaus am Nordhäuser Kornmarkt betritt, heißt es deshalb: Maske auf! Mit dem Fahrstuhl geht es dann in die 1. Etage. Mein Ziel ist die KSK-Galerie. Gerade will ich meine Kamera zücken, kommt mir schon der Künstler entgegen und begrüßt mich – mit Abstand. Es ist Peter Genßler, seit 2005 in Bleicherode beheimatet. Eigentlich wäre am gestrigen Abend offizielle Ausstellungseröffnung. Eigentlich...
Aber in der Corona-Pandemie ist alles anders. So musste auch am Dienstag eine geplante Vernissage abermals ausfallen. Genßler hatte sich sehr auf die Begegnung mit künstlerisch interessierten Menschen gefreut. Bekannt ist der gebürtige Nordhäuser vor allem für seine bildhauerische Kunst. Erinnert sei hier nur an die Büsten der drei Vertreter der Reformation auf dem vor Jahren umgestalteten Lutherplatz in Nordhausen oder an das Luther-Denkmal vor der Blasii-Kirche.
Doch in dieser Ausstellung präsentiert Genßler ausschließlich Gemälde. Etwa 20 an der Zahl und zumeist großformatig. 100 x 140 sind die gängigen Maße. Die kriege ich dann gerade noch in mein Auto, bekennt er freimütig und schmunzelt dabei. Fläche und Tiefe betitelt er seine aktuelle Werkschau. Abgesehen von einigen wenigen Bildern aus den Jahren 2017, 2018 und 2019, schmücken vorwiegend Werke aus diesem Jahr die Wände der KSK-Galerie.
Ich war ja quasi eingesperrt, begründet Genßler seinen gewaltigen Schaffensprozess. Ich musste, wie viele andere auch, zu Hause bleiben und konnte deshalb tüchtig arbeiten. In der Tat brachen für Peter Genßler viele Termine weg. Beispielsweise war eine Teilnahme an der Lübecker Kunstmesse Hanseart im März geplant. Doch coronabedingt kam das Aus. Gleiches traf auch für Berlin und München zu. Was wunder, dass er froh ist, dass das hier in der Galerie geklappt hat.
Betrachtet man seine Bilder, tut sich mitunter die Frage auf: Ist das nun eher gegenständliche oder eher abstrakte Kunst? Und ich bekomme die Antwort: Eigentlich bin ich ein Abstrakter. Aber das merkt meist keiner. Noch bevor der Bleicheröder zu Leinwand, Pinsel und Farbe greift, ist bei ihm im Kopf schon alles klar, welches Werk mit welcher Botschaft entstehen soll.
Es ist zunächst der Natureindruck, der wird dann komponiert, Schritt auf Schritt, Farbe gegen Farbe, Form auf Form. Und schließlich wird ausbalanciert, beschreibt er seine Herangehensweise. Und das Ergebnis sind u.a. Landschaften, Bau- oder Industriedenkmale, Plätze, wo sich Menschen vergnügen, oder auch Strände – menschenleer. Vielfach Motive, die Genßler u.a. auf seinen Reisen in Erinnerung geblieben sind. Bevorzugte Technik ist bei ihm die Acrylmalerei.
Die aktuelle Ausstellung ist in der KSK-Galerie noch bis zum 9. Oktober 2020 jeweils zu den Öffnungszeiten der Sparkasse am Nordhäuser Kornmarkt, Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr, zu sehen. Besucher sind beim Betreten des Kreditinstitutes verpflichtet, Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: sheAber in der Corona-Pandemie ist alles anders. So musste auch am Dienstag eine geplante Vernissage abermals ausfallen. Genßler hatte sich sehr auf die Begegnung mit künstlerisch interessierten Menschen gefreut. Bekannt ist der gebürtige Nordhäuser vor allem für seine bildhauerische Kunst. Erinnert sei hier nur an die Büsten der drei Vertreter der Reformation auf dem vor Jahren umgestalteten Lutherplatz in Nordhausen oder an das Luther-Denkmal vor der Blasii-Kirche.
Doch in dieser Ausstellung präsentiert Genßler ausschließlich Gemälde. Etwa 20 an der Zahl und zumeist großformatig. 100 x 140 sind die gängigen Maße. Die kriege ich dann gerade noch in mein Auto, bekennt er freimütig und schmunzelt dabei. Fläche und Tiefe betitelt er seine aktuelle Werkschau. Abgesehen von einigen wenigen Bildern aus den Jahren 2017, 2018 und 2019, schmücken vorwiegend Werke aus diesem Jahr die Wände der KSK-Galerie.
Ich war ja quasi eingesperrt, begründet Genßler seinen gewaltigen Schaffensprozess. Ich musste, wie viele andere auch, zu Hause bleiben und konnte deshalb tüchtig arbeiten. In der Tat brachen für Peter Genßler viele Termine weg. Beispielsweise war eine Teilnahme an der Lübecker Kunstmesse Hanseart im März geplant. Doch coronabedingt kam das Aus. Gleiches traf auch für Berlin und München zu. Was wunder, dass er froh ist, dass das hier in der Galerie geklappt hat.
Betrachtet man seine Bilder, tut sich mitunter die Frage auf: Ist das nun eher gegenständliche oder eher abstrakte Kunst? Und ich bekomme die Antwort: Eigentlich bin ich ein Abstrakter. Aber das merkt meist keiner. Noch bevor der Bleicheröder zu Leinwand, Pinsel und Farbe greift, ist bei ihm im Kopf schon alles klar, welches Werk mit welcher Botschaft entstehen soll.
Es ist zunächst der Natureindruck, der wird dann komponiert, Schritt auf Schritt, Farbe gegen Farbe, Form auf Form. Und schließlich wird ausbalanciert, beschreibt er seine Herangehensweise. Und das Ergebnis sind u.a. Landschaften, Bau- oder Industriedenkmale, Plätze, wo sich Menschen vergnügen, oder auch Strände – menschenleer. Vielfach Motive, die Genßler u.a. auf seinen Reisen in Erinnerung geblieben sind. Bevorzugte Technik ist bei ihm die Acrylmalerei.
Die aktuelle Ausstellung ist in der KSK-Galerie noch bis zum 9. Oktober 2020 jeweils zu den Öffnungszeiten der Sparkasse am Nordhäuser Kornmarkt, Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr, zu sehen. Besucher sind beim Betreten des Kreditinstitutes verpflichtet, Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
Hans-Georg Backhaus












